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  1. Programm
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Deutscher Suchtkongress 2026

Programmplaner

21.–23. September 2026 · Hamburg

So nutzen Sie den Programmplaner

Mit dem Programmplaner können Sie das Kongressprogramm durchsuchen und sich Ihren persönlichen Kongressplan zusammenstellen.

Programm durchsuchen
Suchen Sie nach Themen, Titeln, Namen oder Beitragsnummern. Bei mehreren Suchwörtern müssen alle Begriffe passen. Über „Suche eingrenzen“ können Sie gezielt nach Personen, Titeln und Formaten suchen. Mit der Tagesauswahl beschränken Sie das Programm auf einen bestimmten Tag.

Details, Abstracts und Räume
Klappen Sie die Details eines Programmpunkts auf, um Beschreibungen und zugehörige Beiträge zu sehen. Passende Suchtreffer werden automatisch geöffnet und gelb markiert. Ein Linksymbol kennzeichnet weiterführende Informationen oder einen verlinkten Raum. Beschriftungen ohne Linksymbol können auch noch ohne Link hinterlegt sein.

Mitwirkende A–Z
Klicken Sie auf einen Namen, um die zugehörigen Programmpunkte mit Funktion, Tag, Uhrzeit und Raum zu sehen.

Mein Programm zusammenstellen
Markieren Sie interessante Programmpunkte mit dem Stern. Unter „Mein Programm“ finden Sie Ihre Auswahl. Bei zeitlichen Überschneidungen erhalten Sie einen Hinweis. Ein erneuter Klick auf den Stern entfernt den einzelnen Programmpunkt.

Auswahl mitnehmen oder zurücksetzen
Unter „Mein Programm“ können Sie Ihre Auswahl teilen, als Kalenderdatei herunterladen oder drucken und im Druckfenster als PDF speichern. Mit „Auswahl zurücksetzen“ entfernen Sie nach Bestätigung alle Markierungen. Bereits importierte Kalendertermine werden dadurch nicht gelöscht.

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Weitere Hinweise zum Programm
Die Symposien wurden für das finale Programm entsprechend ihrer Reihenfolge neu durchnummeriert. Auf der Seite „Hinweise“ finden Sie die Zuordnung zu den Symposiumsnummern aus der Einreichung.

Programm

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Montag, 21.09.2026

10:00–11:00
10:00–11:00Raum 1
Rahmen

Kongressauftakt und Grußworte

Details
Montag, 21.09.202610:00–11:00Raum 1
Eröffnung
PD Dr. Angela Buchholz
Kongresspräsidentin
Eröffnung und Begrüßung
Prof. Dr. Blanche Schwappach-Pignataro
Dekanin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf
Grußwort
Melanie Schlotzhauer
Präses der Behörde für Gesundheit, Soziales und Integration
Grußwort
Prof. Dr. Hendrick Streeck
Sucht- und Drogenbeauftragter der Bundesregierung
Grußwort
Prof. Dr. Dr. Martin Härter
Hauptgeschäftsführer des Deutschen Netzwerks für Versorgungsforschung e.V. (DNVF)
Grußworte der veranstaltenden Fachgesellschaften
Prof. Dr. Eva Hoch, Prof. Dr. Thomas Hillemacher, Dr. Gallus Bischof
DG-Sucht und dg sps
Grußwort
Dr. Anja Maliezefski
Leitung Forschungsförderung & Qualitätssicherung
DRV-Nord
Vorstellung der Botschafter:innen für Teilhabe
PD Dr. Angela Buchholz + Botschafter:innen
11:00–11:45
11:00–11:45Raum 1
Keynote 1

Pathways to addiction recovery: challenges and facilitators in achieving behaviour change

Wouter Vanderplasschen

Details / Abstract
Montag, 21.09.202611:00–11:45Raum 1

Abstract

Alcohol and drug addiction are having an ever-increasing impact on health and well-being of individuals and families and are also profoundly affecting community life in neighbourhoods and society at large. Consequences of substance misuse are not limited to health problems or financial and social harms, but extend much further and often have long-lasting effects. Although addiction is a persistent and complex problem and treatment effectiveness is limited, international research shows that recovery from addiction is relatively common and is in fact the rule rather than the exception. Several of these findings have been confirmed in our own research, including a focus on individuals’ lived experiences and their recovery pathways. During this presentation, we will explore what recovery entails and how people shape it, as well as the challenges they face. We will examine several recent studies on addiction recovery and what does (not) help to promote recovery, with a strong focus on the lived experiences of people in recovery. Belonging and connectedness with others and peer-based recovery support services are central to addiction recovery, including timely and appropriate support across various domains (continuing care, peer-based services, housing, employment and education, community centres, etc.).

Mehr Infos
11:45–12:00
11:45–12:00
Rahmen

Raumwechsel

12:00–13:006 parallele Angebote
12:15–13:00Raum 1
Podiumsdiskussion

Prävention – und wie sie uns besser gelingt

Details / Abstract
Montag, 21.09.202612:15–13:00Raum 1

Kurzbeschreibung

WORUM ES GEHT Prävention ist die wirksamste, aber politisch am schwächsten verankerte Säule der Suchthilfe. Auf dem Deutschen Suchtkongress 2026 bringen wir zentrale Akteure aus Bundespolitik, Krankenversicherung und Fachöffentlichkeit auf ein Podium, um anhand von drei Leitfragen zu diskutieren: * Wie schützen wir Jugendliche und junge Erwachsene wirksam vor Suchterkrankungen? * Was kostet Prävention – und welche gesamtgesellschaftliche Rendite bringt sie? * Wie bauen wir strukturelle Stigmatisierung im Hilfesystem ab? AUF DEM PODIUM * Prof. Dr. Hendrik Streeck, Sucht- und Drogenbeauftragter der Bundesregierung * Linda Heitmann, MdB (Bündnis 90/Die Grünen), Sucht- und Drogenpolitische Sprecherin * Oliver Huizinga, Leiter Prävention, AOK-Bundesverband * Moderation: Dr. med. Mathias Luderer, Universitätsmedizin Frankfurt; Vorstandsmitglied DG-Sucht

12:00–13:00Raum 2
S01 · Symposium

Sucht bei Jugendlichen – Befunde aus GKV-Daten, aus der Behandlung und aus der Jugendhilfe

Vorsitz: Yulia Golub, Sören Kuitunen-Paul

Menschen, Gesellschaft und Teilhabe
Details · 4 Beiträge
Montag, 21.09.202612:00–13:00Raum 2

Kurzbeschreibung

Dieses Symposium rückt Jugendliche mit Substanzkonsumstörungen (SUD) in den Mittelpunkt und beleuchtet deren besondere Entwicklungsphase aus vier Perspektiven. Zunächst werden auf Grundlage von Daten deutscher Krankenversicherungen Entwicklungen in der Häufigkeit verschiedener SUD-Diagnosen bei Jugendlichen im Zeitraum von 2013 bis 2024 dargestellt. Im zweiten Vortrag wird die Evaluation eines Therapieprogramm speziell für Jugendliche mit SUD (DELTA) vorgestellt. Ein weiterer Beitrag untersucht Zusammenhänge zwischen psychischer Belastung und Substanzkonsum bei Jugendlichen in stationärer Jugendhilfe und vergleicht geschlechtsspezifische Unterschiede im CANJuStop-Programm. Abschließend werden epigenetische Spuren des Cannabiskonsums im Jugendalter dargestellt. Damit vereint das Symposium epidemiologische, psychosoziale und biologische Perspektiven auf SUD im Jugendalter und liefert wichtige Impulse für eine altersgerechte Prävention und Intervention.

Beiträge

Trends in der diagnostischen Prävalenz von Substanzkonsumstörungen bei Jugendlichen: Analyse deutscher Krankenversicherungsdaten von 2013–2024 (ID 3001)
Lisa Dandolo, Evgenii Shvedovskii, Christian Bachmann, Jakob Holstiege, Falk Hoffmann, Yulia Golub
Vortragend: Lisa Dandolo
Abstract
Evaluation der Dresdner Multimodalen Therapie für Jugendliche mit chronischem Suchtmittelkonsum (DELTA) (ID 3054)
Sören Kuitunen-Paul, Lukas A. Basedow, Lisa Dandolo, Yulia Golub
Vortragend: Sören Kuitunen-Paul
Abstract
Der Zusammenhang zwischen psychischer Belastung und Substanzkonsum von Jugendlichen in stationärer Jugendhilfe – Ein Vergleich zwischen weiblichen und männlichen Teilnehmenden des CANJuStop Programms (ID 2925)
Sabrina Kunze, Leandra Krüger, Johanna, Harbs Julian, Schulz Anna-Lena, Paschke Kerstin, Thomasius Rainer, Arnaud Nicolas, Baldus Christiane
Vortragend: Sabrina Kunze, Leandra Krüger
Abstract
Epigenetische Spuren des Cannabiskonsums im Jugendalter: Biologische Konsequenzen und klinische Komorbiditäten (ID 3011)
Tobias Grothe, Meret Asara Paululat, Yulia Golub
Vortragend: Tobias Grothe
Abstract
12:00–13:00Raum 3
S02 · Symposium

Cannabis und Verkehrssicherheit nach der Teillegalisierung – Experimentelle, translationale und epidemiologisch-toxikologische Perspektiven

Vorsitz: Maik Spreer, Michael N. Smolka

Substanzen
Details · 3 Beiträge
Montag, 21.09.202612:00–13:00Raum 3

Kurzbeschreibung

Mit der Teillegalisierung von Cannabis und der Einführung des THC-Grenzwerts von 3,5 ng/ml im Jahr 2024 stellen sich neue Fragen: Wie wirkt Cannabiskonsum auf das Fahrverhalten – und was bedeutet die Gesetzesänderung für die Verkehrssicherheit? Das Symposium beleuchtet diese Fragen aus vier Perspektiven: Eröffnet wird mit ersten Ergebnissen der THCdriver-Studie, in der Fahrtüchtigkeit nach experimenteller Cannabis-Gabe in Realfahrt, Fahrsimulator und Kognitionstests untersucht wurde. Nachfolgend wird mithilfe toxikologischer Daten aus Verkehrskontrollen verschiedener Bundesländer der Frage nachgegangen, ob die Gesetzesänderung mit einer Zunahme der Verkehrsteilnehmenden von über 3,5 ng THC/ml Blutserum einherging. Ein weiterer Beitrag fokussiert die Diskrepanz zwischen subjektiver und objektiv gemessener Fahrtüchtigkeit unter THC und prüft, inwieweit Konsumierende ihre eigene Leistungsfähigkeit systematisch fehleinschätzen. Abschließend wird mit der Robot Factory, einem Go/No-Go-Paradigma aus der translationalen Suchtforschung, untersucht, inwiefern akute Cannabisintoxikation die Balance zwischen Pawlowscher Handlungsaktivierung und zielgerichteter Kontrolle verschiebt – ein potenzieller Mechanismus für risikorelevantes Verhalten im Straßenverkehr. Das Symposium verbindet experimentelle, translationale und epidemiologisch-toxikologische Perspektiven zu einem integrativen Gesamtbild.

Beiträge

Methodische und regulatorische Herausforderungen einer experimentellen Studie zu Cannabis und Fahrtüchtigkeit (ID 3048)
Maik Spreer, Karl-Felix Schulz, Arvid Pietsch, Martina Gaiba, Michael N. Smolka
Vortragend: Maik Spreer
Auswirkung der Teillegalisierung von Cannabis auf die THC-Konzentration unter verdächtigen Verkehrsteilnehmenden (ID 3151)
Jakob Manthey
Vortragend: Jakob Manthey
Abstract
Akute Cannabisintoxikation und Pawlowscher Kontrolle: Die Robot Factory als Verhaltensparadigma im THC Driver Projekt (ID 2991)
Arvid Pietsch, Michael N. Smolka, Hao Chen, Willi Hieke, Karl Schulz, Martina Gaiba, Maik Spreer
Vortragend: Arvid Pietsch
Abstract
12:00–13:00Raum 4
S03 · Symposium

Aktuelle Befunde zu Computerspielstörung, Soziale-Netzwerke-Nutzungsstörung, Pornografie-Nutzungsstörung und Compulsive Sexual Behavior Disorder bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Vorsitz: Lutz Wartberg, Klaus Wölfling

Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
Details · 4 Beiträge
Montag, 21.09.202612:00–13:00Raum 4

Kurzbeschreibung

Verhaltenssüchte wurden erstmalig als eigenständige Diagnosen in die ICD-11 aufgenommen. Neben der ICD-11-Diagnose Computerspielstörung werden in der aktuellen Leitlinie „Diagnostik und Therapie von Internetnutzungsstörungen“ weitere problematische Verhaltensweisen wie Soziale-Netzwerke-Nutzungsstörung und Pornografie-Nutzungsstörung beschrieben. Nach vorliegenden empirischen Befunden sind diese Störungsbilder bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland weit verbreitet. In diesem Symposium werden längsschnittliche Zusammenhänge zwischen den Persönlichkeitsdimensionen der Big Five sowie Computerspielstörung und Soziale-Netzwerke-Nutzungsstörung vorgestellt. Weiterhin werden Befunde einer Validierung eines klinisch adaptiv-strukturierten Interviews zur Diagnostik der Sozialen-Netzwerke-Nutzungsstörung bei weiblichen Adoleszenten und jungen Frauen präsentiert. Außerdem werden empirische Zusammenhänge zwischen Sozialer-Netzwerke-Nutzungsstörung und parasozialen Beziehungen dargestellt. Zusätzlich werden klinische Charakteristika, Komorbidität und entwicklungsbezogene Aspekte von Pornografie-Nutzungsstörung und Compulsive Sexual Behavior Disorder im jungen Erwachsenenalter berichtet.

Beiträge

Problematische Nutzung von Computerspielen und sozialen Medien: Längsschnittliche Zusammenhänge zu den Persönlichkeitsdimensionen der Big Five (ID 3076)
Lutz Wartberg
Vortragend: Lutz Wartberg
Abstract
Pilotvalidierung einer klinisch adaptiv-strukturierten Interview-Diagnostik der Sozialen-Netzwerke-Nutzungsstörung bei weiblichen Adoleszenten und jungen Frauen - AICA-SKI:IBS.net (ID 3055)
Kai Müller
Vortragend: Kai Müller
Abstract
Compulsive Sexual Behavior Disorder und Pornografienutzungsstörung: Klinische Charakteristika, Komorbidität und entwicklungsbezogene Aspekte im jungen Erwachsenenalter (ID 2995)
Klaus Wölfling
Vortragend: Klaus Wölfling
Abstract
Problematische Social Media-Nutzung und parasoziale Beziehungen: Beziehungsfunktionen und Implikationen für die Suchtprävention (ID 2877)
Diana Pistoll, Johanna Degen, Sonja Bröning
Vortragend: Diana Pistoll
Abstract
12:00–13:00Raum 5
S04 · Symposium

Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol: Ein Paradigmenwechsel zwischen Theorie und Praxis

Vorsitz: Peter Raiser

Public Health und Prävention
Details · 4 Beiträge
Montag, 21.09.202612:00–13:00Raum 5

Kurzbeschreibung

Die empirische Evidenz stellt klassische Trinkmengenempfehlungen auf Basis von Grenzwerten für Risikoklassen grundlegend in Frage und fordern eine Neubewertung präventiver Ansätze. Dieses Symposium beleuchtet den damit verbundenen Paradigmenwechsel aus vier Perspektiven. Den Ausgangspunkt bildet die wissenschaftliche Evidenz, auf deren Grundlage präventive Maßnahmen diskutiert werden – einschließlich der kritischen Frage, was Grenzwerte im Licht aktueller Forschung noch leisten können. Darauf aufbauend wird beleuchtet, wie zivilgesellschaftliche Akteure und NGOs den Diskurs mitgestalten und Suchtpolitik beeinflussen. Abschließend werden kommunikative Strategien vorgestellt, die dem Risiko der Reaktanz begegnen: Positiv rahmende Botschaften können helfen, den Paradigmenwechsel verständlich und alltagsnah zu vermitteln. Das Symposium verbindet so empirische Grundlagen mit politischen und praktischen Handlungsfeldern.

Beiträge

Wie viel ist zu viel? Möglichkeiten und Grenzen evidenzbasierter Konsumempfehlungen (ID 3087)
Florian Rehbein, Hans-Jürgen Rumpf, Ulrich John, Helmut Seitz, Norbert Scherbaum, Ursula Havemann-Reinecke, Tobias Hayer
Vortragend: Florian Rehbein
Abstract
Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol: Empirische Evidenz und praktische Konsequenzen (ID 3021)
Hans-Jürgen Rumpf
Vortragend: Hans-Jürgen Rumpf
Abstract
Einfluss von Zivilgesellschaft und Bündnissen auf die aktuelle Alkoholpolitik (ID 2989)
Christina Rummel
Vortragend: Christina Rummel
Abstract
Vom Risiko zum Mehrwert: Positive Rahmung als Strategie der Wissenschaftskommunikation zu Alkohol (ID 2988)
Christine Kreider
Vortragend: Christine Kreider
Abstract
12:00–13:00Raum 6
S05 · Symposium

Substi-Monday live: Opiatsubstitution - Ein Einblick in die Versorgungspraxis

Vorsitz: Nina Krec-Hautmann, Elisabeth Müller

Versorgung und Versorgungsorganisation
Details · 3 Beiträge
Montag, 21.09.202612:00–13:00Raum 6

Kurzbeschreibung

Die Versorgungssituation in Bezug auf die Opiatsubstitution in Deutschland ist angespannt. Immer mehr substituierende Ärzte*innen gehen in den Ruhestand, doch der Nachwuchs fehlt. Mit diesem Praxissymposium möchten wir Einblicke in den Praxisalltag der Opiatsubstitution bieten, Unsicherheiten abbauen, Fragen beantworten und Lust aufs Substituieren wecken. Im Substitutionsalltag läuft nicht immer alles reibungslos. Daher stehen im Mittelpunkt dieser interaktiven Veranstaltung auch Ihre eigenen Erfahrungen aus der Praxis. Sie als Teilnehmende sind eingeladen, komplexe Behandlungsverläufe, herausfordernde Entscheidungen, unerwartete Ereignisse aber auch strukturelle oder rechtliche Fragestellungen, die Sie im Substitutionsalltag beschäftigen, einzubringen. Ziel ist es, aus herausfordernden Situationen gemeinsam zu lernen und konkrete Impulse für die eigene Praxis mitzunehmen. Es erwartet Sie ein offener, kollegialer Austausch, bei dem Ihre Anliegen und Erfahrungen den Ausgangspunkt bilden.

Beiträge

Opiatsubstitution in der Praxis - Eine Falldiskussion (ID 3044)
Elisabeth Müller
Vortragend: Elisabeth Müller
Abstract
Opiatsubstitution – Versorgungslage in Deutschland (ID 3049)
Elisabeth Müller
Vortragend: Elisabeth Müller
Abstract
Begleitende Psychotherapie in der Opiatsubstitution (ID 3052)
Nina Krec-Hautmann
Vortragend: Nina Krec-Hautmann
Abstract
12:15–13:30
12:15–13:30Raum EUFAS
Meeting

EUFAS General Assembly

13:00–14:00
13:00–14:00
Rahmen

Lunch

14:00–15:307 parallele Angebote
14:00–15:30Raum 1
S06 · Symposium

EUFAS-Symposium: Cocaine and cannabis: Europe’s New “Big Cs”

Vorsitz: Benjamin Rolland, Eva Hoch

Substanzen
Details · 4 Beiträge
Montag, 21.09.202614:00–15:30Raum 1

Kurzbeschreibung

Patterns of substance use in Europe are changing, with cannabis and cocaine emerging as most frequently used controlled/ illegal substances . Increasing cannabis use is driven by changing legal frameworks, higher potency products, and shifting perceptions that may underestimate harms. Cocaine and crack cocaine use continue to pose severe psychiatric, medical, and social consequences. Together, these substances represent Europe’s new “big Cs.” This symposium provides an integrated overview of recent developments in cannabis and cocaine use and their implications for mental health and addiction care. It examines epidemiological trends and associations with psychosis, mood disorders, cognitive impairment, and increased service demand. Neuroscientific perspectives on compulsive cocaine use highlight brain mechanisms underlying persistent consumption despite negative consequences. Current treatment approaches in the EU are reviewed for cannabis use disorder, alongside unmet clinical needs. Finally, the controversial question of cannabis as a potential treatment for addiction is critically assessed. The symposium aims to support evidence-based clinical practice.

Beiträge

The development of cannabis and cocaine use in Europe, implications for mental health (ID 3073)
Jörgen G. Bramness
Vortragend: Jörgen G. Bramness
Abstract
Neuroscientific Insights into Maladaptive Behaviour to Improve Treatment for Cocaine and Crack-Cocaine Addiction (ID 3047)
Karen Ersche
Vortragend: Karen Ersche
Abstract
Treatment of Cannabis Use Disorder and Treatment Responses in the EU (ID 3061)
Eva Hoch, Monika Murawski, Marica Ferri, Daniel Feingold
Vortragend: Eva Hoch
Abstract
Are cannabis-based medications effective for treating addictions? (ID 3085)
Benjamin Rolland
Vortragend: Benjamin Rolland
Abstract
14:00–15:30Raum 2
S07 · Symposium

Innovative Methoden in der suchtmedizinischen Akut -Versorgung

Vorsitz: Bertram Schneeweiß, Andreas Hamel

Versorgung und Versorgungsorganisation
Details · 4 Beiträge
Montag, 21.09.202614:00–15:30Raum 2

Kurzbeschreibung

Das Symposium stellt sich der Aufgabe, wie innovative wissenschaftliche Erkenntnisse in der Versorgung auf Dauer den Patienten zu Gute kommen können. Ziel des Praxissymposiums ist es die Organisation, Durchführung und Versorgungspraxis anhand einer offen geführten Station zur stationären und teilstationären qualifizierten suchtmedizinischen Entzugsbehandlung darzustellen. Im Fokus ist der Transfer in die Standardpraxis einer regionalen Versorgungsklinik. Thema 1: Struktur der stationären und teilstationären qualifizierten Entzugsbehandlung auf einer durchgehend offenen Station. Vorstellung des Stationskonzeptes einer offen geführten Station zur qualifizierten Entzugsbehandlung. (u.a. Niederschwelligkeit, tagklinische Versorgung, Nahtlosverfahren, Selbsthilfegruppen, Schulung in Motivational- Interviewing, manualorientierte psychotherapeutisch geleitete Suchtgruppen) Thema 2: Medizinische und pharmakotherapeutische Versorgung: Hamburger Alkoholentzugs-Skala (HAES) und des Krampfschutzes unter Levetiracetam während der stationären und teilstationären qualifizierten Entzugsbehandlung Thema 3: Die Implementierung und Einbindung in die multiprofessionelle Therapie einer standardisierten psychotherapeutischen Rückfallanalyse in die qualifizierten Entzugsbehandlung. Thema 4: Die Implementierung und Durchführung des ADHS- Diagnoseprozesses während der stationären und teilstationären qualifizierten Entzugsbehandlung als Standard bei allen Aufnahmen.

Beiträge

Struktur einer offen geführten Station der stationären und teilstationären qualifizierten Entzugsbehandlung (ID 3080)
Thomas Eichner, Bertram Schneeweiß, Andreas Hamel, Michaela Mergler
Vortragend: Thomas Eichner
Abstract
Medizinische und pharmakotherapeutische Versorgung: Überwachung mittels der Hamburger Alkoholentzugs-Skala (HAES) und Gabe von Levetiracetam als Schutz vor einem Alkoholentzugsanfall während der stationären qualifizierten Alkohol-Entzugsbehandlung (ID 3071)
Michaela Mergler, Andreas Hamel
Vortragend: Andreas Hamel
Abstract
Implementierung und Anwendung einer psychotherapeutischen Rückfallanalyse als Standard im multiprofessionellen Team während stationärer/ teilstationärer qualifizierten Entgiftungsbehandlung (SQE) (ID 3069)
Michaela Mergler
Vortragend: Michaela Mergler
Abstract
ADHS-Diagnostik während der Entzugsbehandlung (ID 3035)
Dr. Bertram Schneeweiss, Dr. rer. nat. Michaela Mergler
Vortragend: Bertram Schneeweiss
Abstract
14:00–15:30Raum 3
S08 · Symposium

Alkoholkonsum und Prävention: Empirische Perspektiven auf Konsumtrends, Wissen in der Bevölkerung sowie Fortbildung von Fachkräften

Vorsitz: Tobias Schwarz

Public Health und Prävention
Details · 3 Beiträge
Montag, 21.09.202614:00–15:30Raum 3

Kurzbeschreibung

Das Symposium verbindet epidemiologische Daten zum Alkoholkonsum in Deutschland mit Fragen der gesellschaftlichen Wahrnehmung und der praktischen Prävention. Die Daten stammen aus Projekten, die aktuell durch das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) gefördert werden bzw. wurden sowie aus der BIÖG-Drogenaffinitätsstudie. Zunächst werden aktuelle Trends und Veränderungen im Konsumverhalten junger Menschen erläutert. Darauf aufbauend werden empirische Befunde zu verbreiteten Mythen und Fehlvorstellungen in der Bevölkerung dargestellt. Abschließend wird am Beispiel der Beratung Schwangerer untersucht, wie ein digitales Fortbildungsformat Fachkräfte effektiv qualifizieren kann.

Beiträge

Verbreitung und Veränderung des Alkoholkonsums unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland: Ergebnisse der Drogenaffinitätsstudie (ID 2954)
Boris Orth, Anika Nitzsche
Vortragend: Boris Orth
Abstract
Mythen über Alkohol. Erste Ergebnisse einer empirischen Erhebung von alkoholbezogenen (Falsch)Auffassungen in der Bevölkerung. (ID 2837)
Moritz Rosenkranz, Bernd Schulte, Nell Hillie, Christian Schütze
Vortragend: Moritz Rosenkranz
Abstract
Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ansprechen: Chancen und Grenzen digitaler Fortbildungen für Fachkräfte (ID 2878)
Annette Binder, Matthias Burke, Theresa Kimmel, Isabel Brandhorst, Anil Batra
Vortragend: Annette Binder
Abstract
14:00–15:30Raum 4
S09 · Symposium

Substanz- und Verhaltenssucht im Dialog: Fortschritte in Mechanismen und Interventionen

Vorsitz: Tobias A. Thomas, Annika Rosenthal

Grundlagen, Mechanismen und Methoden
Details · 5 Beiträge
Montag, 21.09.202614:00–15:30Raum 4

Kurzbeschreibung

Anders als bei substanzgebundenen Störungen, die traditionell fest in Klassifikationssystemen verankert und vergleichsweise gut untersucht sind, bestehen insbesondere bei Verhaltenssüchten noch Forschungslücken in Bezug auf zugrundeliegende Mechanismen und Therapieansätze. Bisherige vergleichende Forschung weist auf Ähnlichkeiten in den zugrundeliegenden Mechanismen zwischen substanzgebundenen Störungen und Verhaltenssüchten hin. Die Forschung beschreibt u. a. ähnliche Involvierung neuronaler Strukturen bei Suchtentstehung und -aufrechterhaltung. Passend dazu beleuchtet A. Lichte veränderte kortiko-striatale Konnektivität auf Gamingreize bei der Computerspielstörung. T. Thomas untersucht Aufmerksamkeitsverzerrungen auf konditionierte Stimuli im Kontext problematischen Computerspiel- und Shoppingverhaltens. Auf Mechanismenebene wird auf Seiten der substanzbezogenen Störungen durch S. Krasniqi die Rolle chronischen Stresses und des Pavlovian-to-instrumental Transfer Effekts bei der Alkoholkonsumstörung vorgestellt. In der Behandlung von Verhaltens- und substanzgebundenen Süchten werden innovative achtsamkeitsbasierte und Neuromodulationsinterventionen vorgestellt. A. Rosenthal betrachtet die Potenziale von Neuromodulation und Achtsamkeit bei der Behandlung von Alkoholkonsumstörungen, J. Fendel stellt ein RCT zu einer achtsamkeitsbasierten Intervention bei Sozialer-Netzwerke-Nutzungsstörung vor.

Beiträge

Veränderte kortiko-striatale Konnektivität auf Gaming-Reize bei riskantem und pathologischem Computerspielverhalten (ID 2888)
Aron Lichte, Kjell Büsche, Lukas Mallon, Martin Diers, Oliver T. Wolf, Matthias Brand, Stephanie Antons
Vortragend: Aron Lichte
Abstract
Aufmerksamkeitsbias auf konditionierte Stimuli bei riskantem Shopping- und Gamingverhalten? Eine Eyetracking-Untersuchung (ID 2807)
Tobias A. Thomas, Anna M. Schmid, Matthias Brand, Sabine Steins-Löber, Astrid Müller
Vortragend: Tobias A. Thomas
Abstract
Chronischer Stress und der Pawlowsch-Instrumentelle Transfereffekt in Alkoholkonsumstörung (ID 2980)
Samanda Krasniqi, Maren Born, Louis Thill, Hao Chen, Maria Garbusow, Andreas Heinz, Michael N. Smolka, Eva Friedel
Vortragend: Samanda Krasniqi
Abstract
Achtsamkeit und Neuromodulation in der Behandlung von Alkoholkonsumstörung (ID 2982)
Annika Rosenthal, Björn Apfel, Surjo Soekadar, Nina Romanczuk-Seiferth, Anne Beck
Vortragend: Annika Rosenthal
Abstract
Achtsamkeit in der Behandlung der Soziale-Netzwerke-Nutzungsstörung: Ergebnisse einer randomisiert-kontrollierten Machbarkeitsstudie (ID 2839)
Sarah Ly Brinkmann, Annabelle Christ, Franziska Langrebe, Johannes Caspar Fendel
Vortragend: Johannes Caspar Fendel
Abstract
14:00–15:30Raum 5
S10 · Symposium

Der Deutsche Kerndatensatz (KDS): Entwicklungen, Neuerungen und Chancen

Vorsitz: Peter Raiser, Larissa Schwarzkopf

Versorgung und Versorgungsorganisation
Details · 4 Beiträge
Montag, 21.09.202614:00–15:30Raum 5

Kurzbeschreibung

Der Deutsche Kerndatensatz (KDS) stellt den zentralen Standard für die bundesweit einheitliche Dokumentation in ambulanten und stationären Suchthilfeeinrichtungen dar. Er ermöglicht die systematische Erfassung von Versorgungsstrukturen, Merkmalen der betreuten bzw. behandelten Klientel und erbrachten Leistungen in der Suchthilfe. Die mit dem KDS erhobenen Daten fließen jährlich in die Deutsche Suchthilfestatistik (DSHS), eine der umfangreichsten Statistiken im Gesundheits- und Sozialwesen, ein. Nach zehnjähriger Laufzeit wurde der aktuell gültige KDS 3.0 in einem mehrjährigen partizipativen Prozess überarbeitet und an aktuelle Entwicklungen angepasst. Das Symposium nimmt dies zum Anlass, die Bedeutung des KDS für Forschung und Praxis zu beleuchten. Im Fokus stehen zum einen zentrale Entwicklungen in der Suchthilfe seit Einführung des KDS 3.0 und zum anderen zentrale Anwendungs- und Nutzungsmöglichkeiten des KDS. Abschließend werden die Neuerungen des KDS 4.0 vorgestellt sowie Perspektiven und Potenziale der zukünftigen Dokumentation und Datennutzung aufgezeigt.

Beiträge

10 Jahre KDS 3.0: Entwicklungen in der ambulanten und stationären Suchthilfe (ID 2918)
Hanna Dauber, Carlotta Riemerschmid, Eva Hoch, Larissa Schwarzkopf
Vortragend: Hanna Dauber
Abstract
Crack vs. (Pulver) Kokain in der ambulanten Suchthilfe. Ein praktisches Anwendungsbeispiel zu den Möglichkeiten des KDS (ID 3031)
Carlotta Riemerschmid, Hanna Dauber, Eva Hoch, Larissa Schwarzkopf
Vortragend: Carlotta Riemerschmid
Abstract
Anwendung des KDS in stationären Einrichtungen für Abhängigkeitserkrankte – Umgang mit Basisdokumentation und Katamnese in Mitgliedseinrichtungen des FVS+ (ID 2963)
Rudolf Bachmeier
Vortragend: Rudolf Bachmeier
Abstract
Der KDS 4.0: Neuerungen, Perspektiven und Chancen der Dokumentation in der Suchthilfe (ID 2998)
Iris Otto
Vortragend: Iris Otto
Abstract
14:00–15:30Raum 6
Poster-Spotlight-Session PoS1

Grundlagen, Mechanismen, Craving und Diagnostik

Vorsitz: Alexander Glahn

Grundlagen, Mechanismen und Methoden
Details · 11 Beiträge
Montag, 21.09.202614:00–15:30Raum 6

Beiträge

Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse der Wirkungen und unerwünschten Ereignisse von Cannabidiol beim Menschen (ID 3046)
Friedrich-Dimitar Krepiev, Ulrich Preuss, Gabriele Koller, Eva Hoch
Vortragend: Friedrich-Dimitar Krepiev
Abstract
Interaktion von Gewohnheiten, zielgerichteter Kontrolle und Inhibition in Patienten mit Alkoholgebrauchsstörung (ID 3003)
Johannes Steffen, Ben J. Wagner, Stefan Kiebel, Michael N. Smolka
Vortragend: Johannes Steffen
Abstract
Faktorenstruktur des Beck Depression Inventory II (BDI-II) bei Jugendlichen mit Substanzkonsumstörungen (ID 3057)
Sören Kuitunen-Paul, Elisabeth Hennig, Yulia Golub, Katja Schöneich, Veit Roessner
Vortragend: Sören Kuitunen-Paul
Abstract
DNA-Methylierungsanalysen zur Aufdeckung geteilter molekularer Pfade von Substanzkonsum und psychischen Komorbiditäten bei Jugendlichen (ID 3010)
Tobias Grothe, Yulia Golub
Vortragend: Tobias Grothe
Abstract
Untersuchung des Potentials des dualen Orexin-Rezeptor-Antagonisten Daridorexant zur Behandlung alkoholbezogener Störungen. Studienprotokoll zur randomisierten, placebokontrollierten, klinischen Bildgebungsstudie IDREAM (ID 3009)
Marlen Pfisterer
Vortragend: Marlen Pfisterer
Abstract
Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Symptomschwere und physiologischer Stressreaktion in Betroffenen mit einer Glücksspielabhängigkeit (ID 2987)
Joris Bleich, Luis Weyhausen, Sophie Köhne, Svenja Helms, Sandra Egbers, Alexander Glahn, Phileas Proskynitopoulos
Vortragend: Luis Weyhausen
Abstract
Craving nach Stress: Entwicklung und Validierung des Stress Seeking Questionnaire und des Stress Addiction Inventory (ID 2986)
Julia Kähler, Marcus Roth, Gabriel Olaru, Inken Höller
Vortragend: Julia Kähler
Abstract
Untersuchung komplexer Geschlechtsunterschiede in Verstärkungsprozessen internetbezogener Verhaltenssüchte (ID 2927)
Faye Béatrice Véronique Oueslati, Silke M. Müller, Verena Vogel, Sabine Steins-Loeber, Elisa Wegmann, Nicole Krämer
Vortragend: Faye Béatrice Véronique Oueslati
Abstract
Emotionsregulation, Inhibitionskontrolle und emotionale Arbeitsgedächtnisleistung als Prädiktoren für problematische Soziale-Netzwerke-Nutzung (ID 2893)
Raphael Mergehenn, Lena Klein, Elisa Wegmann, Matthias Brand
Vortragend: Raphael Mergehenn
Abstract
VR-CRAVE: Experimentelle Induktion und Modulation cannabisbezogenen Cravings in virtueller Realität (ID 2914)
Mathias Luderer, Lilly Peters, Andreas Reif
Vortragend: Mathias Luderer
Abstract
Adaption und Validierung eines Fragebogens zur Risikokompetenz (RIKO) für die Zielgruppe Studierender (ID 2804)
Marlene Muehlmann, Samuel Tomczyk
Vortragend: Marlene Muehlmann
Abstract
14:00–15:30Raum 7
S11 · Symposium

Neue digitale Nutzungstrends, neue Risiken? – Problematische Mediennutzung bei jungen Menschen verstehen und behandeln

Vorsitz: Kerstin Paschke, Klaus Wölfling

Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
Details · 5 Beiträge
Montag, 21.09.202614:00–15:30Raum 7

Kurzbeschreibung

Die digitale Lebenswelt von jungen Menschen ist hochdynamisch. Neue Nutzungstrends gehen mit vermehrten Risiken für die psychische Gesundheit einher. Dies muss Berücksichtigung in der Versorgung finden. Fünf Vorträge beschäftigen sich mit dem Verstehen und der Behandlung problematischer Mediennutzungsmuster. Der erste Vortrag (Nele Schlichter, M.Sc.) stellt die Ergebnisse einer repräsentativen Studie zur Erfassung emotionaler Bindungsmuster zu KI-Chatbots und deren Assoziationen mit psychischen Gesundheitsparametern bei Kindern und Jugendlichen dar. Prävalenzen und Inzidenzen der Computerspielstörung bei Adoleszenten werden über einen Zeitraum von sechs Jahren auf Basis repräsentativer Daten im zweiten Vortrag berichtet (Katharina Busch, M.Sc.). Der dritte Vortrag (Jan-Ole Cloes, M.Sc.) setzt sich mit dem Zusammenhang von Depression und problematischem Online-Video-Streaming auseinander. Transdiagnostische sowie störungsspezifische Unterschiede in Suchtschwere und psychischen Korrelaten bei Jungerwachsenen mit verhaltensbezogenen vs. stoffgebundenen Süchten stehen im Fokus des vierten Vortrags im Rahmen einer versorgungsforschungsbasierten Vergleichsstudie (Dr. Klaus Wölfling). Der fünfte Vortrag stellt erste Ergebnisse zur Machbarkeits- und Wirksamkeitsüberprüfung des verhaltenstherapeutischen Programms Res@t zur Behandlung problematischer Mediennutzung bei Adoleszenten und ihren Eltern im klinischen Gruppensetting und digitalen App-Angebot vor (PD Dr. Kerstin Paschke).

Beiträge

Generative KI-Chatbots: Nutzungsmuster, emotionale Bindungen und Assoziationen mit psychischer Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen (ID 2876)
Nele Schlichter, Hanna Wiedemann, Kerstin Paschke
Vortragend: Nele Schlichter
Abstract
Inzidenz und Persistenz der Computerspielstörung bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Ergebnisse einer repräsentativen längsschnittlichen Befragung über sechs Jahre (ID 2902)
Katharina Busch, Hanna Wiedemann, Kerstin Paschke, Lisa Klamert
Vortragend: Katharina Busch
Abstract
Zusammenhang von problematischem Video-Streaming und depressiven Symptomen im Kindes- und Jugendalter (ID 2840)
Jan-Ole Cloes, Lisa Klamert, Kerstin Paschke
Vortragend: Jan-Ole Cloes
Abstract
Transdiagnostische und störungsspezifische Merkmale bei substanzgebundenen und verhaltensbezogenen Abhängigkeiten - Eine klinische Vergleichsstudie bei jungen Erwachsenen (ID 2996)
Klaus Wölfling
Vortragend: Klaus Wölfling
Abstract
Adoleszente mit problematischem Medienkonsum und ihre Eltern im digitalen und analogen Raum stärken: Machbarkeit und erste Wirksamkeit von Res@t (ID 3024)
Kerstin Paschke, Nicolas Arnaud, Antonia Zapf, Susanne Lezius, Katharina Busch, Jan-Ole Cloes, Olaf Reis, Alexander Prehn-Kristensen, Rainer Thomasius
Vortragend: Kerstin Paschke
Abstract
15:30–16:30
15:30–16:30
Rahmen

Kaffeepause

15:30–16:30Raum Hamburg
Meeting

Mitgliederversammlung der DG-Sucht

16:30–17:15
16:30–17:15Raum 1
Keynote 2

Kommerzielle Interessen im Konflikt mit Zielen der öffentlichen Gesundheit

Carolin Kilian

Details / Abstract
Montag, 21.09.202616:30–17:15Raum 1

Abstract

Das kommerzielle Interessen im Konflikt mit Zielen der öffentlichen Gesundheit stehen können, ist keine neue Erkenntnis. Das historisch prominenteste Beispiel sind Tabakprodukte, deren gesundheitsschädliche Wirkung lange verleugnet und dann in Frage gestellt wurden. Ähnliche Strategien der systematischen Einflussnahme im Interesse des Profits kommerzieller Akteure lassen sich auch in anderen Bereichen wie z.B. Alkohol, Glücksspiel und Soziale Medien beobachten. Der Forschungsbereich Commercial Determinants of Health (engl. “Kommerzielle Determinanten der Gesundheit”) befasst sich mit dem Spannungsfeld der kommerziellen Interessen und öffentlichen Gesundheit und hat insbesondere in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. In diesem Vortrag werden Grundkonzepte der Commercial Determinants of Health vorgestellt und am Beispiel Alkohol veranschaulicht. Es wird diskutiert, wie kommerzielle Akteure Einfluss auf Gesundheitsverhalten, Suchterkrankungen und Politik nehmen und welche Gegenmaßnahmen notwendig sind.

Mehr Infos
17:15–17:30
17:15–17:30
Rahmen

Raumwechsel

17:30–19:006 parallele Angebote
17:30–19:00Raum 1
S12 · Symposium

EUFAS-Symposium: Reduction of alcohol use in Europe – the necessity for new treatment goals

Vorsitz: Jorgen Bramness, Angela Buchholz

Substanzen
Details · 5 Beiträge
Montag, 21.09.202617:30–19:00Raum 1

Kurzbeschreibung

Alcohol consumption and alcohol use disorder (AUD) remain major public health challenges in Europe, contributing significantly to morbidity, premature mortality, and societal costs. Despite this burden, treatment coverage remains low, as many individuals do not enter or remain in care, partly due to the predominance of abstinence-only treatment models that may not align with patient needs or clinical reality. This symposium proposes a shift toward alcohol reduction as a clinically meaningful, evidence-based, and patient-centered treatment goal. First, epidemiological data on alcohol use and AUD in Europe will be presented, highlighting the scale of the problem. Then emerging regulatory and clinical perspectives - including FDA and EMA positions - will be discussed, recognizing reduction as a valid outcome even in severe AUD. Further, the role of biological markers in monitoring consumption, detecting relapse, and personalizing treatment will be addressed. Finally, pharmacological treatment evidence and real-world effectiveness will be reviewed, supporting flexible treatment strategies.

Beiträge

Alarming numbers of alcohol use and alcohol use disorder in Europe: time for action (ID 3063)
Jörgen G. Bramness
Vortragend: Jörgen G. Bramness
Abstract
FDA and EMA facilitate a paradigm shift towards alcohol reduction in severe alcohol use disorder (ID 3074)
Karl Mann, ACTIVE Alcohol Clinical Trials Initiative
Vortragend: Karl Mann
Abstract
The use of biomarkers in monitoring drinking and for the treatment of alcohol use disorders - focus on results from the 2026 German evidence and consensus-based S3 Guideline on Alcohol (ID 2863)
Frieder Wurst
Vortragend: Frieder Wurst
Abstract
Treatment of alcohol use disorder with psychiatric co-morbidity (ID 2971)
Joar Guterstam
Vortragend: Joar Guterstam
Abstract
Classical biomarkers in alcohol screening: CDT, MCV and liver enzymes combined with AUDIT versions - results from the 2026 German S3 Guideline Alcohol (ID 2896)
Ulrich Preuss
Vortragend: Ulrich Preuss
Abstract
17:30–19:00Raum 2
S13 · Symposium

Die Architektur von Verhaltenssüchten: Mehrschichtige Erklärungsansätze zum Zusammenwirken von Reizverarbeitung, Inhibitionskontrolle und biologischer Vulnerabilität

Vorsitz: Annika Brandtner, Kjell Büsche

Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
Details · 4 Beiträge
Montag, 21.09.202617:30–19:00Raum 2

Kurzbeschreibung

Substanzungebundene Konsumstörungen wie die Computerspielstörung oder problematische Pornographienutzung entstehen durch die Interaktion psychologischer, neurobiologischer und physiologischer Mechanismen. Das I-PACE-Modell beschreibt dieses Zusammenspiel als Wechselwirkung affektiver, kognitiver und exekutiver Prozesse, die zur Aufrechterhaltung problematischer Verhaltensmuster führen. Häufiger Schwerpunkt wissenschaftlicher Untersuchungen ist ein sich entwickelndes Ungleichgewicht zwischen der Unterdrückung impulsiver Verhaltensweisen sowie der Reaktivität gegenüber salienten Belohnungsreizen. Obgleich diese Annahme als anerkanntes Theoriefundament für die Herleitung zahlreicher Studien dient, ist die Evidenzlage im Bereich der substanzungebundenen Konsumstörungen an vielen Stellen heterogen. Dieses Symposium fokussiert einige Facetten, die zu dieser heterogenen Befundlage beitragen könnten. So werden insbesondere die Abgrenzung zwischen einer generellen und einer reiz-spezifischen Inhibitionskontrolle sowie die Unterscheidung zwischen der neuralen Verarbeitung distaler und proximaler Belohnungsreize in Bildgebungsstudien diskutiert. Weiterhin werden Craving-Dynamiken sowie die Messung hormoneller Auffälligkeiten herangezogen, um mögliche Einflussgrößen zur Erklärung individueller Krankheitsverläufe zu identifizieren.

Beiträge

Die Ausprägung von Steroidhormonen bei spezifischen Internetnutzungsstörungen (ID 2960)
Tom Malte Burkardt, Rudolf Stark, Tobias Stalder, Oliver T Wolf, Tim Klucken, Matthias Brand, Silke Maria Müller
Vortragend: Tom Malte Burkardt
Abstract
Reizreaktivität bei Gaming- und Pornographienutzungsstörung: Neurale Korrelate distaler und proximaler Reize (ID 2955)
Noah Plotz, Stephanie Antons, Matthias Brand, Martin Diers, Oliver T. Wolf, Rudolf Stark, Kjell Büsche, Aron Lichte, Lukas Mallon
Vortragend: Noah Plotz
Abstract
Zeitliche Dynamiken von Craving im Kontext problematischer Internetnutzung (ID 2930)
Annika Brandtner, Bizu Haus, Silke M. Müller, Andreas Oelker, Stephanie Antons, Martin Diers, Matthias Brand
Vortragend: Annika Brandtner
Abstract
Stimulus-spezifische und generelle Inhibitionskontrolle bei Computerspielstörung und problematischer Pornographienutzung (ID 2846)
Kjell Büsche, Lukas Mallon, Martin Diers, Oliver T. Wolf, Matthias Brand, Stephanie Antons
Vortragend: Kjell Büsche
Abstract
17:30–19:00Raum 3
S14 · Symposium

Dimensionen der Stigmatisierung

Vorsitz: Anja Bischof, Gallus Bischof

Menschen, Gesellschaft und Teilhabe
Details · 4 Beiträge
Montag, 21.09.202617:30–19:00Raum 3

Kurzbeschreibung

Stigmatisierung von Suchterkrankungen führt zu gesellschaftlicher Ausgrenzung, verhindert den Zugang zu Therapie und Beratung und führt zu schlechteren Outcomes in der Behandlung. Das Symposium beschäftigt sich mit verschiedenen Dimensionen von Stigmatisierung von Suchterkrankungen. In einem ersten Vortrag werden die Einflüsse von traumatischen Erlebnissen in der Kindheit auf das spätere Stigmatisierungserleben dargestellt. Der zweite Vortrag beschäftigt sich mit der Stigmatisierung von Angehörigen von Suchtkranken, die eine doppelte Stigmatisierung erfahren: einerseits die der Suchtkranken, andererseits durch pathologisierende Konzepte wie die Co-Abhängigkeit. Weiterhin wird im Symposium Stigmatisierung von Suchterkrankungen bei Medizinstudierenden thematisiert: zwei Vorträge beschäftigen sich mit problematischen Einstellungen bei angehenden Ärzten und Ärztinnen sowie mit einer Intervention, die Stigmatisierung bei Studierenden reduziert - und damit eine Verbesserung in der Versorgung von suchtkranken Menschen anvisiert.

Beiträge

Der lange Schatten der Kindheit: Wie frühe Traumatisierung das Stigmatisierungserleben der Sucht beeinflusst (ID 2917)
Mathias Luderer, Franca Burger, Dorothea Stockreiter, Laura Müller, Andreas Reif
Vortragend: Mathias Luderer
Abstract
Wirksamkeit eines Curriculums zur Reduktion stigmatisierender Einstellungen in Bezug auf Alkoholkonsumstörungen bei Medizinstudierenden (ID 2852)
Gallus Bischof, Anja Bischof, Christian Sander, Sven Speerforck, Georg Schomerus, Hans-Jürgen Rumpf
Vortragend: Gallus Bischof
Abstract
Stigmatisierung von Angehörigen (ID 2847)
Anja Bischof, Gallus Bischof, Hans-Jürgen Rumpf
Vortragend: Anja Bischof
Abstract
Alkoholabhängigkeit: Stigmatisierungspotenzial und Behandlungsbereitschaft bei Medizinstudierenden an zwei deutschen Universitäten (ID 3060)
Sven Speerforck, Christian Sander, Anya Leonhard, Gallus Bischof, Anja Bischof, Hans-Jürgen Rumpf, Georg Schomerus
Vortragend: Sven Speerforck
Abstract
17:30–19:00Raum 4
S15 · Symposium

Konsum psychoaktiver Substanzen in Deutschland: Neue Ergebnisse des Epidemiologischen Suchtsurveys 2024

Vorsitz: Sally Olderbak

Public Health und Prävention
Details · 4 Beiträge
Montag, 21.09.202617:30–19:00Raum 4

Kurzbeschreibung

Das Symposium bündelt aktuelle Befunde zu Prävalenzen, Trends und sozialen Determinanten des Substanzgebrauchs in Deutschland. Auf Basis umfassender ESA-Daten zeigen die Beiträge, wie sich Konsummuster zwischen 2012 und 2024 verändert haben und welche alters- und geschlechtsspezifischen Dynamiken erkennbar sind. Analysiert werden zudem langfristige Alters-, Perioden- und Kohortentrends der 30-Tage-Alkoholabstinenz seit 2000, die auf einen strukturellen Wandel im Trinkverhalten hinweisen. Ein weiterer Fokus liegt auf dem funktionalen Substanzgebrauch: Der Vortrag zum Schlaf beleuchtet Unterschiede und Überschneidungen zwischen Cannabis- und Schlafmittelkonsum bei Erwachsenen. Ergänzend wird der Einfluss des familiären Umfelds auf den Gebrauch von Tranquilizern und Sedativa bei Jugendlichen untersucht. Insgesamt liefert das Symposium evidenzbasierte Impulse für Prävention, Versorgung und die Weiterentwicklung suchtpolitischer Strategien. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung kontinuierlicher Surveillance und differenzierter Analysen für zielgruppenspezifische Interventionen, Gesundheitskommunikation und evidenzinformierte Maßnahmen auf kommunaler und nationaler Ebene sowie für Praxis.

Beiträge

Einfluss des familiären Umfelds auf den Gebrauch von Tranquilizern und Sedativa bei Jugendlichen (ID 2886)
Anna-Maria Deibler, Kilian Olk, Regina Hollweck, Sally Olderbak
Vortragend: Anna-Maria Deibler
Abstract
Using Substances to Sleep: Comparing the Use of Cannabis and Sleeping Medication among German Adults (ID 2926)
Olderbak Sally, Emily Matos, Eva Hoch
Vortragend: Olderbak Sally
Abstract
Substanzkonsum in Deutschland im Wandel (2012 – 2024): Alters- und geschlechtsspezifische Prävalenzen und Trends aus dem Epidemiologischen Suchtsurvey (ID 2854)
Kilian Olk, Regina Hollweck, Eva Hoch, Sally Olderbak
Vortragend: Kilian Olk
Abstract
Abstinenz in Bewegung - Alters-, Perioden- und Kohortentrends der 30-Tage-Alkoholabstinenz im Epidemiologischen Suchtsurvey (ESA, 2000–2024) (ID 2849)
Regina Hollweck, Sally Olderbak, Larissa Schwarzkopf, Eva Hoch, Gabriele Koller
Vortragend: Regina Hollweck
Abstract
17:30–19:00Raum 5
S16 · Symposium

Mechanismen, Verhaltenssüchte und zielgruppenspezifische Interventionen

Vorsitz: Anne Beck, Patrick Trotzke

Grundlagen, Mechanismen und Methoden
Details · 5 Beiträge
Montag, 21.09.202617:30–19:00Raum 5

Kurzbeschreibung

Das Symposium verbindet Grundlagen, Risikoeinschätzung und konkrete therapeutische Ansätze für abhängig machende Verhaltensweisen sowie auch Substanzkonsumstörungen. Die fünf Beiträge verdeutlichen, wie Erkenntnisse zu unterschiedlichen Mechanismen, Konsumformen und Zielgruppen für Prävention, Beratung und Behandlung nutzbar gemacht werden können. Im ersten Beitrag von Arvid Pietsch werden automatische Reaktionsmuster und kognitive Kontrollprozesse bei Menschen mit Alkoholgebrauchsstörung und deren Bedeutung für das Rückfallrisiko untersucht. Im zweiten Beitrag befasst sich Tim Bastian Brosowski mit der Frage, ab welchen Intensitäten Glücksspiel mit einem erhöhten Risiko für problematische Verläufe verbunden ist und diskutiert empirisch abgeleitete Grenzwerte für risikoärmeres Spielen. Andreas Gantner präsentiert im dritten Beitrag mit FriDA einen familienorientierten Beratungsansatz für Jugendliche mit problematischem Substanzkonsum, der Eltern und weitere Bezugspersonen systematisch einbezieht. Im vierten Beitrag diskutiert Alina Bader mit dem Konzept der ultra processed food-addiction das Essverhalten nach bariatrischen Eingriffen und dessen Zusammenhang mit der Lebensqualität. Abschließend stellt Daniela Engleder-Öhler mit C.A.R.L.A. ein strukturiertes Gruppentherapieprogramm für Menschen mit Cannabisabhängigkeit vor und diskutiert Aspekte der Umsetzung.

Beiträge

Pawlowsche Kontrolle bei Alkoholgebrauchsstörung: Die Robot Factory als Go/No-Go-Paradigma (ID 2993)
Arvid Pietsch, Hao Chen, Willi Hieke, Johannes Petzold, Michael N. Smolka
Vortragend: Arvid Pietsch
Abstract
Ab wann wird Glücksspiel riskant? Evidenzbasierte Extraktion von Schwellenwerten risikoärmerer Glücksspielbeteiligung in der deutschen Bevölkerung - Ergebnisse einer Onlinebefragung (ID 2950)
Tim Bastian Brosowski, Tobias Hayer
Vortragend: Tim Bastian Brosowski
Abstract
FriDA: Frühintervention bei Drogenmissbrauch in der Adoleszenz. Ein Update (ID 2860)
Andreas Gantner
Vortragend: Andreas Gantner
Abstract
Der Zusammenhang zwischen Ultra-Processed Food Addiction und gewichtsbezogener Lebensqualität nach Adipositaschirurgie (ID 2789)
Alina Bader, Astrid Müller
Vortragend: Alina Bader
Abstract
Cannabisabhängigkeit im Gruppensetting behandeln – Ein neues Manual mit praxisbewährten Tools (ID 2759)
Daniela Engleder-Öhler
Vortragend: Daniela Engleder-Öhler
Abstract
17:30–19:00Raum 6
S17 · Symposium

Unter einem Dach: Frühintervention, transdiagnostische Angebote und Nachsorge in der Suchtmedizin

Vorsitz: Arne Lueg, Christine Stückemann

Versorgung und Versorgungsorganisation
Details · 3 Beiträge
Montag, 21.09.202617:30–19:00Raum 6

Kurzbeschreibung

Die drei Beiträge dieses Praxissymposiums zeigen neue Wege in der psychiatrischen und suchttherapeutischen Versorgung am Praxisbeispiel der LWL Klinik Dortmund. Im Mittelpunkt stehen niedrigschwellige, praxisnahe Angebote, die über einzelne Diagnosen hinausgehen. Das Frühinterventionsprogramm FrIntA richtet sich an Menschen mit riskantem Alkoholkonsum. Durch Aufklärung, Reflexion und praktische Strategien werden Konsumverhalten und psychische Belastungen frühzeitig verbessert. Das LOT-Gruppenangebot fördert alltagspraktische Fähigkeiten wie den Umgang mit Ängsten, Konflikten und Selbstwertproblemen. Es richtet sich an Patient:innen verschiedener Stationen und Diagnosen und ergänzt klassische Therapien sinnvoll. Peer-Support durch Genesungsbegleitende bietet zusätzliche Unterstützung auf Augenhöhe. Eigene Erfahrungen helfen, Vertrauen aufzubauen, Motivation zu stärken und Rückfälle zu vermeiden. Besonders wichtig ist die Nachsorge, z. B. durch Gruppen wie „Trockendock“. Insgesamt zeigen die Ansätze, dass flexible, niedrigschwellige und erfahrungsbasierte Angebote die Behandlung wirksam ergänzen und langfristige Stabilität fördern können.

Beiträge

Früh erkennen, effektiv unterstützen: FrIntA- Frühintervention Alkohol (ID 3027)
Christine Stückemann, Arne Lueg, Maike Erdmann, Leilah Beideck
Vortragend: Christine Stückemann
Abstract
Über die Diagnose hinaus – Transdiagnostische Ansätze in der Praxis (ID 3030)
Miriam Mertins
Vortragend: Miriam Mertins
Abstract
Stabilität nach der Krise: Nachsorge durch Peer-Begleitung (ID 3034)
Thomas Winkler
Vortragend: Thomas Winkler
Abstract
19:00–20:00
19:00–20:00
Rahmen

Get together

Dienstag, 22.09.2026

08:15–08:45
08:15–08:45Zelt
Rahmen

Morning Yoga

Details
Dienstag, 22.09.202608:15–08:45Zelt

Einladung zu einem vitalisierenden Einstieg in den zweiten Kongresstag. Come as you are. Lerne Yoga (neu) kennen. Mit YOGAHILFT.

08:45–09:00
08:45–09:00
Rahmen

Kaffee

09:00–10:307 parallele Angebote
09:00–10:30Raum 1
S18 · Symposium

Trauma und Substanzstörungen: Diagnostik und Behandlung in unterschiedlichen Belastungskontexten

Vorsitz: Ingo Schäfer, Annett Lotzin

Versorgung und Versorgungsorganisation
Details · 4 Beiträge
Dienstag, 22.09.202609:00–10:30Raum 1

Kurzbeschreibung

Traumatische Erfahrungen stellen einen zentralen Risikofaktor für die Entwicklung von Substanzgebrauchsstörungen dar. Gleichzeitig ergeben sich aus Traumafolgen, beispielsweise im Rahmen komorbider Posttraumatische Belastungsstörung, spezifische Anforderungen an die Behandlung Betroffener. Vor diesem Hintergrund adressiert das Symposium Fragen der Diagnostik und Therapie bei traumatisierten Personen mit Substanzgebrauchsstörungen sowie Besonderheiten unter anhaltenden Belastungsbedingungen wie Migration und aktuellen Konflikten. Im ersten Beitrag werden Befunde zum Einsatz des Adverse Childhood Experiences Questionnaire (ACE), eines international weit verbreiteten Instruments zur Erfassung früher Belastungen, bei Patientinnen mit Substanzgebrauchsstörungen aus vier deutschen Zentren vorgestellt. Es folgen die Ergebnisse einer Metaanalyse zu den Effekten traumafokussierter Behandlungen bei gleichzeitig bestehender Substanzgebrauchsstörung, einschließlich der Diskussion relevanter Moderatoren. Der dritte Beitrag untersucht den längsschnittlichen Zusammenhang von PTBS-Symptomen, Substanzkonsum und Studienmotivation bei Studierenden unter anhaltender Belastung in der Ukraine und liefert Einblicke in psychische Anpassungsprozesse. Abschließend wird mit STARC-SUD eine kultursensible Gruppenintervention für geflüchtete Menschen mit Substanzkonsum und Traumafolgen vorgestellt, die in einer multizentrischen randomisierten Studie hinsichtlich ihrer Wirksamkeit evaluiert wurde.

Beiträge

Die deutsche Version des Adverse-Childhood-Experiences-Fragebogens (ACE-D) bei Patientinnen mit Posttraumatischer Belastungsstörung und Substanzkonsumstörung (ID 2978)
Luise Frappier, Behrendt Malte, Julia Ditzer, Marc Giesmann, Tolou Maslahati, Carla Mourkojannis, Heide Glaesmer, Ingo Schäfer
Vortragend: Luise Frappier
Abstract
Wirksamkeit von PTBS-Behandlungen bei komorbider Substanzgebrauchsstörung: Eine Metaanalyse und Metaregression (ID 2928)
Annett Lotzin, Mai-Carmen Komuro, Julienne Haas, Ramona Meister, Thomas Ehring, Birgit Kleim, Ingo Schäfer
Vortragend: Annett Lotzin
Abstract
Evaluation einer kultursensiblen Gruppenintervention für Geflüchtete Menschen mit Substanzkonsum und Traumafolgen (STARC-SUD) (ID 2923)
Ingo Schäfer, Philipp Hiller, Sascha Milin, Heike Zurhold, Annett Lotzin
Vortragend: Ingo Schäfer
Abstract
Studieren im Schatten des Krieges: Eine längsschnittliche Analyse zu (komplexer) PTBS, Substanzkonsum und akademischer Motivation bei ukrainischen Studierenden (ID 2908)
Margarethe von der Lühe, Olga Morozova-Larina, Nazar Yatsenko , Liudmyla Krupelnytska , Antje Paetow, Annett Lotzin
Vortragend: Margarethe von der Lühe
Abstract
09:00–10:30Raum 2
S19 · Symposium

Zielgruppenspezifische standardisierte Präventionsansätze und Frühintervention bei gefährdendem und problematischem Internetnutzungsverhalten

Vorsitz: Kai Müller, Daniel Ott

Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
Details · 5 Beiträge
Dienstag, 22.09.202609:00–10:30Raum 2

Kurzbeschreibung

Die problematische bis suchtartige Nutzung von unterschiedlichen Internetangeboten, insbesondere Online-Computerspielen, Sozialen Netzwerken bzw. Social Media und Online-Pornographie stellt nicht erst seit der Aufnahme der Verhaltenssüchte in das ICD-11 ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem dar. Das dysfunktionale Nutzungsverhalten, welches sich durch Kontrollverlust, eine Vereinnahmung des Individuums und der gravierenden Beeinträchtigung seiner Lebensführung sowie durch massive negative Folgen diagnostisch kennzeichnet, erfordert in vielen Fällen eine externe Suchtberatung oder Psychotherapie. Um schwerwiegende Verläufe rechtzeitig zu verhindern sind zielgruppenspezifische und zeitgemäße störungsspezifische Präventions- und Frühinterventionsangebote unverzichtbar. Das Praxissymposium wird in diesem Zusammenhang vier unterschiedliche Ansätze und deren erste Evaluationsdaten vorstellen. Hierbei handelt es sich um eine eigens entwickelte App-basierte Präventionsmaßnahme für Jugendliche (Freii). ein standardisiertes Programm zur Aufklärung über psychische Risiken in der virtuellen Welt (Net Piloten), ein manualisiertes Programm zur Vorbeugung von Cybermobbing (Max & Min@) und ein Frühinterventionsprogramm für weibliche Betroffene mit einer problematischen Nutzung von Social Media (net_WORKOUT)

Beiträge

Prävention von exzessiver Mediennutzung und (Cyber-)Mobbing bei Schüler/-innen der Klassenstufen 4, 5 und 6 aller Schulformen: Evaluationsergebnisse, Umsetzung und Ausblick des Programms „Max & Min@“ (ID 2974)
Lena Butter
Vortragend: Lena Butter
Abstract
Psychoedukative und erlebnispädagogische Prävention exzessiver Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen - Das Programm Net-Piloten (ID 3014)
Manfred Patzer-Bönig, Mirja Piatkowski
Vortragend: Manfred Patzer-Bönig
Abstract
Wirksame Prävention von Internetnutzungsstörungen (INS) in Familien am Beispiel von freii: Evaluationsergebnisse, Praxiserfahrungen und Ausblick (ID 2958)
Daniel Ott
Vortragend: Daniel Ott
Abstract
Erst smart. Dann phone - Elternpakt für eine smartphonefreie Grundschulzeit (ID 2983)
Verena Holler
Vortragend: Verena Holler
Abstract
Frühintervention bei weiblichen Betroffenen mit einer beginnenden Soziale-Netzwerke-Nutzungsstörung - Das Programm net_WORKOUT (ID 3092)
Kai Müller
Vortragend: Kai Müller
Abstract
09:00–10:30Raum 3
S20 · Symposium

Applying Qualitative Methods in Addiction Research: Perspectives Across Countries

Vorsitz: Annette Binder, Adams Sibley

Grundlagen, Mechanismen und Methoden
Details · 5 Beiträge
Dienstag, 22.09.202609:00–10:30Raum 3

Kurzbeschreibung

Qualitative Forschung macht sichtbar, was Zahlen allein nicht zeigen können: Erfahrungen, Perspektiven und soziale Zusammenhänge. In diesem Symposium werden Projekte aus verschiedenen Ländern vorgestellt, die zeigen, wie qualitative Methoden in der Suchtforschung konkret angewendet werden. Im Fokus stehen internationale Perspektiven, der Umgang mit sensiblen Themen und die Frage, wie marginalisierte Stimmen stärker berücksichtigt werden können. Die Beiträge geben praxisnahe Einblicke in unterschiedliche methodische Ansätze und laden zur Diskussion über deren Möglichkeiten und Herausforderungen ein. Das Symposium findet auf Englisch statt.

Beiträge

Qualitative Methods as Participatory Infrastructure: Centering Lived Experience in U.S. Drug Supply Research (ID 2828)
Adams Sibley
Vortragend: Adams Sibley
Abstract
Ethical Analysis as a Methodological Tool to Mitigate Social Desirability Bias in Qualitative Research (ID 2949)
Sonja Mathes, Annette Binder
Vortragend: Sonja Mathes
Abstract
Gender-Specific Relational Risk and Protective Factors in Substance Use Disorders: A Qualitative Study (ID 2915)
Klara Greisiger
Vortragend: Klara Greisiger
Abstract
Bridging Languages and Contexts: Deductive Coding in Global Qualitative Research Across all WHO Regions (ID 2939)
Annette Binder, Parth Sharma
Vortragend: Annette Binder
Abstract
From Current to Prospective Service Users: Perceived Harm Reduction Impact of Vienna’s Multimodal Drug Checking Service (ID 3153)
Alexandra Karden, Tobias Fragner, Tiam Ghorab, Lea Marie Spohr, Igor Grabovac
Vortragend: Alexandra Karden
Abstract
09:00–10:30Raum 4
S21 · Symposium

Crack in Köln, Berlin, Zürich und Frankfurt am Main: Was sind die Probleme, was sind die Lösungen?

Vorsitz: Mathias Luderer, Daniel Deimel

Substanzen
Details · 4 Beiträge
Dienstag, 22.09.202609:00–10:30Raum 4

Kurzbeschreibung

Europa erlebt eine „beispiellose Verfügbarkeit von Kokain“ mit historischen Höchstwerten bei Mengen und Reinheit (EUDA). Besonders der zunehmende Crack-Konsum fordert Suchthilfe, Gesundheitsversorgung und Stadtgesellschaften massiv heraus. Die Betroffenen stehen dabei im Spannungsfeld aus Multimorbidität, sozialer Exklusion, medialer Berichterstattung und Versorgungsdefiziten. Das Symposium bündelt komplementäre Forschungsperspektiven aktueller Brennpunkte: Daniel Deimel analysiert die Narrative der Medienberichterstattung zur Kölner Drogenszene und Crack-Konsumierenden. Tim Hirschfeld präsentiert die Berliner Mixed-Methods-Studie zu Konsummustern und Versorgungsbedarfen dieser hochbelasteten Population. Florian Meyer stellt ein innovatives Zürcher Echtzeit-Monitoring in Drogenkonsumräumen vor, das mit monatlich rund 30.000 pseudonymisierten Erfassungen einzigartige Daten zu Konsumtrends liefert. Abschließend berichtet Mathias Luderer aus Frankfurt am Main über das Design der bundesweit ersten Studie zur „Substitution“ bei Crack-Abhängigkeit.

Beiträge

Analyse der Medienberichterstattung zur offenen Drogenszene / Crack -Konsument*innen in Köln (ID 2295)
Daniel Deimel
Vortragend: Daniel Deimel
Abstract
Die Berliner Crack-Studie: Konsummuster, Lebenslagen und Versorgungsstrukturen (ID 2899)
Tim Hirschfeld, Jennifer Martens, Rime Abd Al Majeed, Heino Stöver, Christian Ghanem, Daniel Deimel, Bernd Werse, Inge Maria Mick
Vortragend: Tim Hirschfeld
Abstract
Die bundesweit erste Studie zur „Substitution“ bei Crack-Abhängigkeit. (ID 2916)
Mathias Luderer, Reif Andreas
Vortragend: Mathias Luderer
Abstract
Crack-Konsum in der Stadt Zürich: Neue Erkenntnisse zum Konsumverhalten dank systematischem Monitoring. (ID 2802)
Florian Meyer
Vortragend: Florian Meyer
Abstract
09:00–10:30Raum 5
S22 · Symposium

Symposium der dg sps – Lost in Translation: Suchtforschung und Praxisrelevanz

Vorsitz: Jeanette Röhrig, Lorenz Sutter

Versorgung und Versorgungsorganisation
Details · 4 Beiträge
Dienstag, 22.09.202609:00–10:30Raum 5

Kurzbeschreibung

Das Symposium widmet sich der Frage, warum evidenzbasierte Erkenntnisse der Suchtforschung häufig nur verzögert oder unvollständig in der Versorgungspraxis ankommen. Im Mittelpunkt stehen Prozesse der Implementierung sowie Barrieren, die einer nachhaltigen Umsetzung im Versorgungsalltag entgegenstehen. Diskutiert werden strukturelle Hindernisse, institutionelle Rahmenbedingungen, sektorale Schnittstellenprobleme sowie unterschiedliche Logiken von Forschung, Versorgung und Gesundheitspolitik. Ebenso werden praxisbezogene Herausforderungen an Forschung und Versorgung thematisiert, etwa Akzeptanzprobleme, unzureichende Anpassung an Zielgruppenbedarfe und mangelnde Beteiligung verbundener Akteure. Das Symposium beleuchtet zugleich Bedingungen gelingender Implementierung, darunter partizipative Entwicklungsprozesse, praxisnahe Forschungsansätze, interdisziplinäre Kooperationen und die systematische Evaluation von Umsetzungsprozessen. Ziel ist es, die Lücke zwischen wissenschaftlicher Evidenz und Versorgungspraxis besser zu verstehen und Ansätze für einen wirksameren Wissenstransfer in der Suchthilfe aufzuzeigen.

Beiträge

Versorgen, forschen, implementieren? Eine kritische Bestandsaufnahme von Versorgungsforschung und -Umsetzung mit Bezug zu (Substanz-)Konsumstörungen in Deutschland (ID 2997)
Christina Lindemann, Ingo Schäfer, Bernd Schulte, Martin Härter, Angela Buchholz
Vortragend: Christina Lindemann
Abstract
Was bleibt? Umsetzung von Leitlinienempfehlungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen und Nutzen für die Versorgungspraxis (ID 3066)
Nina Krec-Hautmann
Vortragend: Nina Krec-Hautmann
Abstract
Methodische Standards für eine gute und versorgungsrelevante Forschung (ID 3067)
Holger Schulz
Vortragend: Holger Schulz
Abstract
Lost in Implementation? Fallstricke praxisnaher Forschungsprojekte am Beispiel von „ASSIST“ (ID 3000)
Lorenz Sutter, Jeanette Röhrig, Lena Rademacher, Maurice Cabanis
Vortragend: Lorenz Sutter
Abstract
09:00–10:30Raum 6
Poster-Spotlight-Session PoS2

Prävention, Public Health, Risikokompetenz und Policy

Vorsitz: Lorenz Sutter, Annette Binder

Public Health und Prävention
Details · 12 Beiträge
Dienstag, 22.09.202609:00–10:30Raum 6

Beiträge

Suchtprävention: Teilhabe heißt auch Verstehen lernen (ID 2831)
Fabian Weihrauch
Vortragend: Fabian Weihrauch
Abstract
Pausen gestalten – Rauchfreiheit fördern. Eine Querschnittsanalyse zu Pausensituation und Rauchverhalten von Pflegeauszubildenden (ID 3064)
Anneke Bühler, Anna Westbrock, Rustler Christa
Vortragend: Anneke Bühler
Abstract
Vergleich der Nutzenden eines Glücksspiel-Selbsttests: Standardversion vs. Version in einfacher Sprache (ID 3019)
Raphael Gutsfeld
Vortragend: Raphael Gutsfeld
Abstract
Determinanten von Engagement und Retention bei dezentralen Präventionsstudien in der Jugendhilfe: Eine explorative Analyse im Projekt CANjuStop (ID 2947)
Lucie Gebhardt, Christiane Baldus, Sabrina Kunze, Anna-Lena Schulz, Rainer Thomasius, Kerstin Paschke, Nicolas Arnaud
Vortragend: Lucie Gebhardt
Abstract
Gemeinsam rauchfrei! Wirksamkeit einer gemeinschaftsbasierten, sprachsensiblen Gruppenintervention zur Tabakprävention für benachteiligte Migrationspopulationen in der Schweiz (ID 2880)
Nikolai Kiselev, Zumbrunn Andrea, Lucy Bayer-Oglesby, Corina Salis Gross
Vortragend: Nikolai Kiselev
Abstract
Unbehandelte Ausstiegsprozesse bei einer Crystal-Meth-Abhängigkeit (ID 2818)
Katrin Naumann, Barbara Wedler
Vortragend: Katrin Naumann
Abstract
Digitale Prävention von Suchtrisiken bei psychisch erkrankten Kindern: ein App-basiertes Familienprogramm - EnTree (ID 2935)
Eunkyeong Oh, Lisa Klamert, Jan-Ole Cloes, Kerstin Paschke, Sarah Hohmann
Vortragend: Eunkyeong Oh
Abstract
Über Sucht red(dit)en: Früherkennung von Risiken der Glücksspielsucht in Reddit-Posts mit kleinen und großen Sprachmodellen (ID 2889)
Jakob Prange, Jan Pfister, Andreas Hotho, Kerstin Paschke
Vortragend: Jakob Prange
Abstract
Kölner Kioske: wichtige Akteure im Suchtmittelverkauf und der Einfluss des Lachgasverbots (ID 2820)
Nina Fiona Dentler, Jan Knapp, Delal Kolanc, Anna Nijmeijer, Paulina Schüler, Tabea Stein, Ulrich Frischknecht
Vortragend: Ulrich Frischknecht
Abstract
Wirksamkeit eines universitären Präventionsprogramms zur Stärkung der substanzbezogenen Risikokompetenz bei Studierenden (ID 2819)
Marlene Muehlmann, Samuel Tomczyk
Vortragend: Marlene Muehlmann
Abstract
Regionale Deprivation und Alkoholkonsum – Eine querschnittliche Beobachtungsstudie mit NAKO-Daten (ID 2790)
Ida Butovetsky, Lars Schwettmann
Vortragend: Ida Butovetsky
Abstract
Die Suchtprävention im digitalen Wandel (ID 2748)
Karsten Andreas Artz
Vortragend: Karsten Andreas Artz
Abstract
09:00–10:30Raum 7
S23 · Symposium

Soziales Yoga in der Eingliederungshilfe

Vorsitz: Cornelia Brammen

Menschen, Gesellschaft und Teilhabe
Details · 3 Beiträge
Dienstag, 22.09.202609:00–10:30Raum 7

Kurzbeschreibung

Mit dem Programm YOGAHILFT schafft der gemeinnützige Verein Yoga für alle e.V. seit 2014 gemeinsam mit Fachträgern Strukturen im Sozialen Sektor und in der Bildung, innerhalb derer Menschen, die zu einer vulnerablen Gruppe gehören (Strafgefangene, Suchtpatient*innen, Psychisch Erkrankte, Menschen mit Behinderung, Menschen mit Obdachlosigkeits- und Präkariatserfahrungen) regelmäßigen und kostenlosen Zugang zu Teilhabe und Prävention durch Soziales Yoga erhalten. Das Praxissymposium vermittelt die Grundlagen der Wirkweise des Programms YOGAHILFT, macht das Programm für die Teilnehmenden spürbar und führt in den Austausch.

Beiträge

Kleine Yoga-Praxis und im Anschluss Austausch zu Erfahrungen mit körperbasierten Programmen in der Suchthilfe (ID 3086)
Cornelia Brammen, Anke Mohnert
Vortragend: Cornelia Brammen
Abstract
Zwischen Distanz und Nähe - Yoga als Teil eines multimodalen Konzeptes in der Suchthilfe (ID 3082)
Cornelia Brammen, Anke Mohnert
Vortragend: Cornelia Brammen
Abstract
Yoga in der Eingliederungshilfe am Beispiel Palette e.V. und YOGAHILFT (ID 3032)
Cornelia Brammen, Anke Mohnert
Vortragend: Cornelia Brammen
Abstract
10:30–11:00
10:30–11:00
Rahmen

Kaffeepause

11:00–12:006 parallele Angebote
11:00–12:00Raum 1
S24 · Symposium

E-Zigarettenkonsum im Jugend- und Erwachsenenalter: Epidemiologie und Herausforderungen für die Prävention

Vorsitz: Stephanie Eckhardt, Reiner Hanewinkel

Public Health und Prävention
Details · 4 Beiträge
Dienstag, 22.09.202611:00–12:00Raum 1

Kurzbeschreibung

Der Konsum elektronischer Zigaretten (E-Zigaretten) hat sich fest im Verhaltensrepertoire von Jugendlichen und Erwachsenen etabliert. Das Symposium beleuchtet die epidemiologischen Trends der vergangenen Jahre und setzt diese in Bezug zu aktuellen Konsummustern sowie auftretenden Abhängigkeitssymptomen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der kritischen Aufarbeitung präventiver Herausforderungen: Insbesondere die Rolle der sozialen Medien als Katalysator für den Einstieg in den Konsum wird detailliert herausgearbeitet. Abschließend werden evidenzbasierte Präventionsangebote und Interventionsstrategien vorgestellt, die den veränderten (medialen) Realitäten der Zielgruppen Rechnung tragen.

Beiträge

Der Konsum von E-Zigaretten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Zahlen zur Verbreitung und zu Trends (ID 2936)
Anika Nitzsche, Boris Orth
Vortragend: Anika Nitzsche
Abstract
E-Zigarettenkonsum Erwachsener: Eine Befragung zu Konsummustern, genutzten Produkten und Abhängigkeitssymptomen (ID 3026)
Barbara Isensee, Katharina Liegmann, Friederike Barthels, Reiner Hanewinkel
Vortragend: Barbara Isensee
Abstract
Exposition gegenüber E-Zigarettenkonsum in Influencer-Videos und dessen Assoziation mit dem Nutzungsverhalten Jugendlicher (ID 2973)
Reiner Hanewinkel, Julia Hansen
Vortragend: Reiner Hanewinkel
Abstract
Herausforderung E-Zigaretten: Politische Weichenstellung, Strategien und Präventionsangebote des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (ID 2887)
Stephanie Eckhardt
Vortragend: Stephanie Eckhardt
Abstract
11:00–12:00Raum 2
S25 · Symposium

Kauf-Shopping Störung: Pathologie und Diagnostik

Vorsitz: Patrick Trotzke, Nora Laskowski

Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
Details · 3 Beiträge
Dienstag, 22.09.202611:00–12:00Raum 2

Kurzbeschreibung

Die Kauf‑Shopping‑Störung (Buying‑Shopping Disorder, BSD) ist eine psychische Erkrankung, von der viele Menschen betroffen sind. Sie kann zu großen persönlichen Problemen führen, zum Beispiel zu finanziellen Schwierigkeiten oder Konflikten in Beziehungen, und hat auch gesellschaftliche Folgen. Trotzdem wird die Störung bisher oft nicht erkannt oder diagnostiziert. Zwar gibt es immer mehr wissenschaftliche Studien dazu, doch in den gängigen Diagnose‑Systemen wird BSD nur am Rande erwähnt. Deshalb bleibt sie in der klinischen Praxis häufig unbeachtet. Ziel dieses Symposiums ist es, aktuelle Forschungsergebnisse zur Entstehung, zu den Ursachen und zur Diagnostik der Kauf‑Shopping‑Störung zusammenzuführen. Die einzelnen Beiträge betrachten dabei verschiedene, sich ergänzende Aspekte der Störung, insbesondere wie sie entsteht und wie sie künftig besser erkannt und diagnostiziert werden kann.

Beiträge

Einflussfaktoren auf kriminelles Verhalten im Kontext von problematischen Kauf- und Shoppingverhalten (ID 3006)
Nora M. Laskowski, Astrid Mülller, Beate Muschalla, Georgios Paslakis, Ekaterini Georgiadou
Vortragend: Nora M. Laskowski
Abstract
Von der Phänomenologie zur klinischen Praxis: Diagnostische Ansätze zur Kauf Shopping Störung (ID 2951)
Patrick Trotzke, Tina Braun, Astrid Müller
Vortragend: Patrick Trotzke
Abstract
Dynamische visuelle Aufmerksamkeitssteuerung und Entscheidungsverhalten im Kontext der Compulsive Buying–Shopping Disorder: Eine Untersuchung mittels Visual Foraging Task (ID 2872)
Kimberly König, Jan Tünnermann, Patrick Trotzke
Vortragend: Kimberly König
Abstract
11:00–12:00Raum 3
S26 · Symposium

Fetale Alkoholspektrumerkrankungen (FASD) bei Erwachsenen: Screening, Diagnostik und Behandlung

Vorsitz: Bernd Lenz, Henrike Schecke

Versorgung und Versorgungsorganisation
Details · 4 Beiträge
Dienstag, 22.09.202611:00–12:00Raum 3

Kurzbeschreibung

Fetale Alkoholspektrumerkrankungen (FASD) zählen mit einer Prävalenz von ca. 1–2% zu den häufigsten angeborenen Entwicklungsstörungen in Deutschland. Im Erwachsenenalter bleiben sie häufig unerkannt, obwohl frühzeitige Diagnose und zielgerichtete Behandlung den Verlauf wesentlich beeinflussen können. Das Symposium beleuchtet FASD bei Erwachsenen entlang einer klinischen Versorgungskette. Lina Schwerg (Stralsund) stellt aktuelle Screening-Methoden und Befunde zur Erkennung von FASD im Erwachsenenalter vor. Dr. Janina Schwabl (Hamburg) beschreibt den diagnostischen Weg – von der ersten Vorstellung bis zur gesicherten Diagnose – inklusive differenzialdiagnostischer Herausforderungen. Charlotte Rehnquist (Mannheim) diskutiert, welche psychotherapeutischen Ansätze bei Erwachsenen mit FASD einsetzbar sind und wo strukturelle Grenzen liegen. Dr. Martin Abel (Mannheim) gibt einen evidenzbasierten Überblick über medikamentöse und multimodale Behandlungsansätze und benennt bestehende Versorgungslücken.

Beiträge

FASD erkennen im Erwachsenenalter: Methoden und Ergebnisse zum Screening (ID 2832)
Lina Schwerg, Michael Widder-König
Vortragend: Lina Schwerg
Abstract
Von der Vorstellung bis zur Diagnose: Diagnostik bei Erwachsenen mit FASD (ID 2835)
Janina Schwabl
Vortragend: Janina Schwabl
Abstract
Psychotherapeutische Möglichkeiten und Grenzen bei Erwachsenen mit FASD (ID 2879)
Charlotte Rehnquist, Martin Abel, Matthias Reichl, Falk Kiefer, Bernd Lenz
Vortragend: Charlotte Rehnquist
Abstract
Was wirkt? Medikamentöse und multimodale Behandlungsansätze bei FASD im Erwachsenenalter (ID 2830)
Martin Abel, Charlotte Rehnquist, Matthias Reichl, Falk Kiefer, Bernd Lenz
Vortragend: Martin Abel
Abstract
11:00–12:00Raum 4
S27 · Symposium

Sucht-Selbsthilfe fördert Teilhabe

Vorsitz: Peter Raiser

Menschen, Gesellschaft und Teilhabe
Details · 3 Beiträge
Dienstag, 22.09.202611:00–12:00Raum 4

Kurzbeschreibung

Die Sucht-Selbsthilfe ist ein zentraler Baustein der Suchthilfe. Mit Akzeptanz, Solidarität und gegenseitiger Unterstützung begleitet sie Betroffene und Angehörige bei der Bewältigung der Erkrankung und stärkt ihre gesellschaftliche Teilhabe. In Selbsthilfegruppen oder bei Selbsthilfeaktivitäten entstehen Räume für Austausch, Stabilisierung und neue Perspektiven im Alltag. Viele dieser Gruppen sind in Verbänden organisiert, die aktuell vor der Herausforderung stehen, neue Mitglieder zu gewinnen und bislang wenig erreichte Zielgruppen frühzeitig anzusprechen. Fachkräfte in den Selbsthilfeverbänden bauen deshalb Kooperationen mit Hochschulen aus. Ziel ist es, die besondere Bedeutung der Selbsthilfe sichtbarer zu machen und Vorurteile abzubauen. Durch Begleitung von Experten in eigener Sache (Peers) sollen mehr Betroffene und Angehörige erreicht und motiviert werden positive Schritte zu gehen. Der Abstinenzanspruch vermag eine Hürde für die Teilhabe an Suchthilfe- und Behandlungsangeboten darstellen. Mit einem Angebot von zieloffener Selbsthilfe kann die Motivation diese Gruppe von Betroffenen angesprochen werden.

Beiträge

Die Sucht-Selbsthilfe in der Fachhochschule (ID 2883)
Frederike Fernández Álvarez
Vortragend: Frederike Fernández Álvarez
Abstract
Zieloffene Suchtselbsthilfe im Anschluss an niedrigschwellige selbsthilfeorientierte Konsumkompetenztrainings (ID 2938)
Claudia Huhmann
Vortragend: Claudia Huhmann
Abstract
Sucht-Selbsthilfe neu gedacht: Ehrenamtliche SoberGuides als digitale Peer-Begleitung zwischen Versorgung und Alltag (ID 2873)
Thorsten Schuler
Vortragend: Thorsten Schuler
Abstract
11:00–12:00Raum 5
S28 · Symposium

Von der Verhaltensanalyse zu neurobiologischen Grundlagen und Interventionen bei Alkoholabhängigkeit

Vorsitz: Patrick Halli, Mathieu Pinger

Grundlagen, Mechanismen und Methoden
Details · 4 Beiträge
Dienstag, 22.09.202611:00–12:00Raum 5

Kurzbeschreibung

Dieses Symposium beleuchtet die Behandlung der Alkoholabhängigkeit aus einer integrativen Perspektive, die Verhaltensanalyse, neurobiologische Modelle und innovative Interventionen miteinander verbindet. Ausgangspunkt ist eine funktionale Verhaltensanalyse, die individuelle Auslöser, aufrechterhaltende Bedingungen und Konsequenzen des Konsumverhaltens identifiziert. Darauf aufbauend werden zentrale neurobiologische Mechanismen der Abhängigkeit, insbesondere im Zusammenspiel von Belohnungsverarbeitung, Cue-Reaktivität und exekutiver Kontrolle, eingeordnet. Es werden moderne, mechanistisch ausgerichtete Behandlungsansätze vorgestellt. Dazu zählen Virtual-Reality-basierte Verfahren, mit denen suchtrelevante Situationen realitätsnah simuliert und Exposition, Craving-Regulation sowie neue Bewältigungsstrategien trainiert werden können. Neurofeedback kann die Möglichkeit bieten, dysfunktionale neuronale Aktivitätsmuster gezielt zu modulieren und Selbstregulationsfähigkeiten zu stärken. Darüber hinaus werden neuromodulatorische Verfahren wie die kontinuierliche Theta-Burst-Stimulation (cTBS) über dem frontopolaren Kortex diskutiert, die das Verlangen nach Alkohol reduzieren sollen. Durch die Kombination solcher Ansätze mit physiologischen Messungen und MRT-Daten könnten zudem potentiell individuelle neurobiologische Prädiktoren des Therapieerfolgs identifiziert werden.

Beiträge

Die Verhaltensanalyse als Integrationsmodell: Brücke zwischen Psychotherapie, Neurobiologie und moderner Suchtbehandlung (ID 2911)
Mathieu Pinger, Patrick Halli, Sarah Gerhardt, Peter Kirsch
Vortragend: Mathieu Pinger
Abstract
Echtzeit-fMRT-Neurofeedback zur Beeinflussung der Cue-Reaktivität bei Alkoholabhängigkeit: Herausforderungen und Erkenntnisse aus einer randomisiert-kontrollierten Studie (ID 2867)
Patrick Halli, Franziska Weiss, Sarah Gerhardt, Jingying Zhang, Wolfgang H. Sommer, Falk Kiefer, Peter Kirsch, Martin Fungisai Gerchen
Vortragend: Patrick Halli
Abstract
Virtuelle Expositionstherapie bei Alkoholabhängigkeit: Subjektive und physiologische Indikatoren sowie Moderatoren des Cravings (ID 2848)
Anne Beck, Nikolaos Tsamitros, Alva Lütt, Nadja Kristin Ruckser, Stefan Gutwinski
Vortragend: Anne Beck
Abstract
Beeinflussung von Alkoholverlangen mittels virtueller Realität und transkranieller Magnetstimulation: Eine Studie zu neurophysiologischen Markern und Hirnkonnektivität (ID 2985)
Franka Timm, Marius Gruber, Henry Staub, Paula Rehm, Lea Krätzig, Maren Schmidt-Kassow, Andreas Reif, Mathias Luderer, Jonathan Repple
Vortragend: Franka Timm
Abstract
11:00–12:00Raum 6
S29 · Symposium

Cannabisprävention auf Höhe der Zeit: wissenschaftsorientiert, zielgruppenspezifisch, teilhabesensibel und gefahrenbewusst

Vorsitz: Veronika Möller

Public Health und Prävention
Details · 4 Beiträge
Dienstag, 22.09.202611:00–12:00Raum 6

Kurzbeschreibung

Cannabisprävention steht im Spannungsfeld gesellschaftlicher Normalisierung und der Frage, wie Botschaften bei Zielgruppen tatsächlich ankommen. Das Symposium bündelt Forschung und Praxis zu evidenzbasierter Kommunikation, Netzwerkpflege und zur partizipativen Einbindung jugendlicher Perspektiven. Im ersten Beitrag werden Ergebnisse des Projekts „Cannabisrisiken und -mythen“ vorgestellt. Verbreitete Auffassungen zu Cannabis wurden nach einer Bestandsaufnahme anhand wissenschaftlicher Evidenz geprüft und über mehrere Befragungen hinsichtlich Verbreitung, korrekter/falscher Einschätzungen und Bedeutung für den eigenen Umgang zielgruppenspezifisch bestimmt. Daraus lässt sich eine Präventionsrelevanz ableiten und diskutieren. Der zweite Beitrag adressiert Erfolgsbedingungen nachhaltiger Netzwerkpflege für ein bundesweites Präventionsprogramm. Am Beispiel von „Cannabis – quo vadis?“ werden Programmstruktur, Historie und Verfahren der Netzwerkpflege skizziert; ergänzt durch Rückmeldungen und Erfolgskriterien aus partizipativer Zusammenarbeit. Der dritte Vortrag richtet den Fokus auf Jugendliche: Ergebnisse aus Fokusgruppen zeigen deren Erfahrungen mit Cannabisprävention sowie wahrgenommene Kommunikationsformen, Wünsche und Erwartungen an zukünftige Präventionsarbeit. Im Zusammenspiel zeigen die Beiträge, wie evidenzbasierte Inhalte, dialogorientierte Kommunikation und tragfähige Netzwerkstrukturen zusammenwirken können, um Prävention zielgruppennäher und wirksamer zu gestalten.

Beiträge

Cannabis – Risiken und Mythen, Ergebnisse eines empirischen Forschungsprojektes (ID 2904)
Christian Schütze
Vortragend: Christian Schütze
Abstract
Übertragbare Erfolgskriterien für die Netzwerkpflege eines bundesweiten Präventionsprogramms am Beispiel von „Cannabis – quo vadis?“ (ID 2894)
Kim Feldheim
Vortragend: Kim Feldheim
Abstract
Cannabisprävention aus Jugendsicht: Was Jugendliche wirklich wollen (ID 2861)
Veronika Möller, Nell Hillie
Vortragend: Veronika Möller
Abstract
Die CaP-Ambulanz in Augsburg: Ein spezialisiertes integriertes Versorgungsmodell für junge Menschen mit Cannabiskonsum und psychotischen Erfahrungen (ID 2834)
Stefan Wenger, Sophie-Kathrin Greiner, Ayla Fickler, Verena Schmauss, Lisa Leichtle, Samer Kasouha, Melissa Pope, Alkomiet Hasan, Karin Wiggenhauser
Vortragend: Sophie-Kathrin Greiner
Abstract
12:00–12:15
12:00–12:15
Rahmen

Raumwechsel

12:15–13:00
12:15–13:00Raum 1
Keynote 3

Trauma und Sucht: Zusammenhänge verstehen und wirksam behandeln

Annett Lotzin

Details / Abstract
Dienstag, 22.09.202612:15–13:00Raum 1

Abstract

Zwischen traumatischen Erfahrungen und Suchterkrankungen bestehen vielfältige Beziehungen. Erwachsene, die in ihrer Kindheit sexualisierte Gewalt oder körperliche Misshandlung erlebt haben, weisen ein deutlich erhöhtes Risiko auf, eine Abhängigkeit von Alkohol, anderen Substanzen oder Medikamenten zu entwickeln, verglichen mit Personen ohne solche potenziell traumatischen Erfahrungen. Für Betroffene kann Substanzkonsum einen Versuch darstellen, besser mit den Folgen dieser belastenden Erfahrungen umzugehen. Entwickelt sich daraus eine Abhängigkeit, steigt zugleich das Risiko für weitere traumatische Erlebnisse. Diese oftmals komplexen wechselseitigen Zusammenhänge zwischen traumatischen Erfahrungen und Suchterkrankungen sind empirisch gut belegt, finden jedoch in der Behandlung von Suchterkrankungen bislang noch nicht ausreichend Berücksichtigung. Sind Menschen mit Suchterkrankungen zusätzlich von einer posttraumatischen Belastungsstörung betroffen, wird diese Störung oftmals aufgrund der Suchterkrankung nicht leitliniengerecht behandelt. Der Vortrag beleuchtet die vielfältigen Zusammenhänge zwischen traumatischen Erfahrungen und Suchterkrankungen, gibt einen Überblick über psychotherapeutische Behandlungsansätze und deren Wirksamkeit und zeigt damit neue Perspektiven für die Behandlung von Menschen mit dieser komplexen Symptomatik auf.

Mehr Infos
13:00–13:15
13:00–13:15Raum 1
Teilhabe

Teilhabe-Forum: Vorstellung

13:15–14:15
13:15–14:15
Rahmen

Lunch

13:15–14:15Zelt
Teilhabe

Teilhabe-Forum: Austausch

14:15–15:457 parallele Angebote
14:15–15:45Raum 1
S30 · Symposium

Cannabiskonsum bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Aktuelle Befunde zu Prävalenzen, Konsummustern, Konsummotiven und Zusammenhängen mit psychischer Gesundheit

Vorsitz: Lutz Wartberg, Eva Hoch

Substanzen
Details · 4 Beiträge
Dienstag, 22.09.202614:15–15:45Raum 1

Kurzbeschreibung

Der Konsum von Cannabis ist bereits bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland verbreitet. Durch das Cannabisgesetz (CanG) erfolgte 2024 in Deutschland eine Teillegalisierung der Substanz für Erwachsene. Mögliche Auswirkungen der Teillegalisierung werden allerdings nicht nur für Erwachsene, sondern auch bereits für Kinder und Jugendliche erforscht. In diesem Symposium werden Prävalenzen und Trends des Cannabiskonsums bei Schülerinnen und Schülern in Europa (basierend auf den Daten der ESPAD Studie 2024) dargestellt. Weiterhin werden Befunde hinsichtlich möglicher Veränderungen der Konsumfrequenz und des problematischen Konsums von Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach der Teillegalisierung in Deutschland berichtet. Außerdem werden empirische Zusammenhänge eines problematischen Cannabiskonsums mit psychischer Gesundheit und soziodemografischen Merkmalen in einer großen Stichprobe von Kindern und Jugendlichen vorgestellt. Zusätzlich werden Cannabiskonsummotive junger Erwachsener in Deutschland, Kanada und dem Vereinigten Königreich (Ergebnisse der International Cannabis Policy Study 2024) präsentiert.

Beiträge

Cannabiskonsum bei Jugendlichen 2024: Wo steht Deutschland im Europäischen Vergleich? (ID 3022)
Eva Hoch, Kilian Olk, Eva Krowartz, Sally Olderbak
Vortragend: Eva Hoch
Abstract
Mehr als nur Rauch? Veränderungen von Konsumfrequenz und problematischem Cannabiskonsum bei 18- bis 25-Jährigen nach der Teillegalisierung in Deutschland: Ergebnisse der International Cannabis Policy Study (ICPS) (ID 2999)
Eva-Maria Krowartz, Eva Hoch, Anne Maiwald, Sally Olderbak, David Hammond
Vortragend: Eva-Maria Krowartz
Abstract
Problematischer Cannabiskonsum im Kindes- und Jugendalter: Empirische Zusammenhänge zu psychischer Gesundheit und soziodemografischen Merkmalen (ID 3075)
Lutz Wartberg, Rainer Thomasius, Nicolas Arnaud
Vortragend: Lutz Wartberg
Abstract
Cannabiskonsummotive junger Erwachsener in Deutschland, Kanada und dem Vereinigten Königreich: Ergebnisse der International Cannabis Policy Study 2024 (ID 2885)
Anne Maiwald, Elena Gomes de Matos, Sally Olderbak, Eva-Maria Krowartz, Eva Hoch, David Hammond
Vortragend: Anne Maiwald
Abstract
14:15–15:45Raum 2
S31 · Symposium

S3-Leitlinie Alkoholbezogene Störungen: Update und neue Entwicklungen

Vorsitz: Falk Kiefer, Sabine Hoffmann

Substanzen
Details · 4 Beiträge
Dienstag, 22.09.202614:15–15:45Raum 2

Kurzbeschreibung

Das Update der S3-Leitlinie Alkoholbezogene Störungen steht kurz bevor. In diesem Symposium werden neue Empfehlungen dargestellt, der Fokus auf verschiedene Gruppen von Betroffenen gelegt und neue Entwicklungen aufgezeigt. Die Aktualisierung der S3-Leitlinie alkoholbezogener Störungen greift die Bedeutung von Geschlecht und Diversität stärker als bisher auf. Bestehende Empfehlungen zu geschlechtsspezifischen Unterschieden sowie zu Schwangerschaft und Stillzeit wurden weiterentwickelt und präzisiert. Ergänzend wurde erstmals ein eigenes Kapitel zur sexuellen und geschlechtlichen Diversität erarbeitet. Angehörige werden in ihrer Doppelfunktion in den Fokus genommen, so dass sie einerseits eine eigenständige Behandlungsnotwendigkeit darstellen und andererseits einen bedeutsamen prognostischen Faktor für den Verlauf der Störung der betroffenen Person bilden. Daher ist es wichtig, die internationale Evidenz sorgfältig aufzuarbeiten und daraus konkrete Ableitungen für die Behandlungspraxis zu entwickeln. Die Patient*innenleitlinie zu alkoholbezogenen Erkrankungen wird aktuell entwickelt, um Betroffenen sowie allen Interessierten verständliche, verlässliche und wissenschaftlich fundierte Informationen bereitzustellen. Ziel ist es, die Gesundheitskompetenz zu stärken und informierte Entscheidungen im Umgang mit Alkoholproblemen zu ermöglichen. Die Leitlinie bietet Orientierung in allen Phasen – von der ersten Problemerkennung bis hin zur langfristigen Stabilisierung.

Beiträge

Behandlung von Alkoholbezogenen Störungen: (Evidenzbasierte) neue Empfehlungen (ID 2850)
Sabine Hoffmann, Falk Kiefer
Vortragend: Sabine Hoffmann
Abstract
Geschlechter- und diversitätssensible Empfehlungen in der S3-Leitlinie alkoholbezogener Störungen (ID 2895)
Inka Hiß, Annette Binder , Anja Bischof, Gallus Bischof, Eva Friedel, Ute Lange , Anne Schmitt, Irmgard Vogt, Falk Kiefer, Sabine Hoffmann, Bernd Lenz
Vortragend: Inka Hiß
Abstract
Behandlungsempfehlungen zu Angehörigen in den S-3 Leitlinien alkoholbezogene Störungen (ID 2853)
Gallus Bischof, Anne Koopmann, Janina Dyba, Diana Moesgen, Bernd Lenz, Anja Bischof
Vortragend: Gallus Bischof
Abstract
Die Patient*innenleitlinie Alkoholbezogene Erkrankungen – „Wir möchten Sie ermutigen, die für Sie richtigen Schritte zu gehen“ (ID 2882)
Stephanie Schmid, Sabine Hoffmann, Inka Camilla Hiß, Bernd Lenz, Amina Soufi, Falk Kiefer
Vortragend: Stephanie Schmid
Abstract
14:15–15:45Raum 3
S32 · Symposium

Herausforderungen der Suchthilfe – neue Kompetenzen, Kooperationen, Nachwuchs – und wer hilft den Profis? – Gemeinsames Symposium des Dachverbands der Suchtfachgesellschaften: DG-Sucht, dg sps und DG Suchtmedizin

Vorsitz: Mathias Luderer, Ulrich Frischknecht

Versorgung und Versorgungsorganisation
Details · 4 Beiträge
Dienstag, 22.09.202614:15–15:45Raum 3

Kurzbeschreibung

Die Sucht-Hilfe in Deutschland steht vor großen Veränderungen. Es gibt viele Herausforderungen. Oft wissen die Helferinnen und Helfer noch nicht genau, wie sie mit all dem am besten umgehen sollen. Es geht um diese vier Bereiche: 1. Bessere Schulungen für Fachkräfte (Ulrich Frischknecht) Eine Untersuchung zeigt: Viele Mitarbeiter in der Sucht-Hilfe brauchen mehr Weiterbildung. Sie müssen zum Beispiel noch besser lernen, wie man Menschen zu Cannabis berät oder wie man KI bei der Arbeit nutzt. 2. Schnelles Handeln bei neuen Drogen (Mathias Luderer) Am Beispiel von Lachgas in Frankfurt wird gezeigt, wie man gut reagiert. Das Wichtigste ist: Alle müssen zusammenarbeiten. Das sind zum Beispiel Ärzte, das Ordnungsamt, Schulen, das Gesundheitsamt und sogar die Müllabfuhr. 3. Wenn Ärzte selbst süchtig sind (Deborah Scholz-Hehn) Auch Ärztinnen und Ärzte können suchtkrank werden. Das Thema wird oft verschwiegen. Es geht darum, wie man betroffenen Ärzten helfen kann, ohne dass sie verurteilt werden. Gleichzeitig müssen die Patienten immer sicher bleiben. 4. Die Arbeit für neue Mitarbeiter verbessern (Halli) Eine Gruppe von jungen Fachkräften berichtet von ihren Projekten. Sie haben zum Beispiel neue Info-Zettel zu Cannabis gemacht. Sie sprechen auch darüber, wie die Arbeit in der Sucht-Hilfe für neue Leute attraktiv bleibt und wie man Vorurteile abbaut.

Beiträge

Ausbildungsstand von Fachkräften - Befunde und Desiderata zu diesem Strukturqualitätsmerkmal der deutschen Suchthilfe (ID 3065)
Ulrich Frischknecht
Vortragend: Ulrich Frischknecht
Abstract
Eine Blaupause für gelungene intersektorale Zusammenarbeit: Lachgas in Frankfurt vs. Hamburg (ID 2972)
Mathias Luderer
Vortragend: Mathias Luderer
Abstract
Wenn Ärzt:innen selbst betroffen sind – das Interventionsprogramm der Landesärztekammer Hessen als Erfolgsmodell? (ID 3015)
Deborah Scholz-Hehn
Vortragend: Deborah Scholz-Hehn
Abstract
Nachwuchs für Suchtforschung- und -therapie – Ergebnisse der Nachwuchsgruppe der DG-Sucht zu Fortbildungsbedarf, Stigma und Attraktivität des Feldes (ID 2981)
Patrick Halli, Lukas Basedow, Annette Binder, Sina Vetter
Vortragend: Patrick Halli
Abstract
14:15–15:45Raum 4
S33 · Symposium

Von Isolation zur Teilhabe: Die Anonymen Alkoholiker als Motor sozialer Integration bei Suchterkrankungen

Vorsitz: Dominique

Menschen, Gesellschaft und Teilhabe
Details · 3 Beiträge
Dienstag, 22.09.202614:15–15:45Raum 4

Kurzbeschreibung

Suchterkrankungen gehen oft mit sozialem Rückzug, instabilen Beziehungen und eingeschränkter gesellschaftlicher Teilhabe einher. Genesung bedeutet daher mehr als Abstinenz: Sie umfasst die Rückgewinnung von Verantwortung, Zugehörigkeit und Mitwirkung am sozialen Leben. Das Symposium stellt die Anonymen Alkoholiker (AA) in den Mittelpunkt und zeigt, wie ihr Programm suchtkranke Menschen auf dem Weg zurück in die Gesellschaft unterstützt. Genesung wird dabei als Prozess verstanden, der eng mit dem Aufbau von Beziehungen, der Übernahme von Verantwortung und dem Engagement im eigenen Umfeld verbunden ist. Ein Beitrag analysiert Struktur und Wirkweise des AA-Programms, insbesondere die Bedeutung von Gemeinschaft, gegenseitiger Unterstützung und persönlicher Entwicklung. Die niedrigschwellige Ausrichtung ohne Kosten oder Zugangsvoraussetzungen ermöglicht auch Menschen in schwierigen Lebenslagen einen einfachen Einstieg. Zwei weitere Beiträge geben Einblicke in persönliche Genesungswege. Sie verdeutlichen, wie Meetings, die Arbeit mit den Schritten, der Austausch mit anderen und die Übernahme von Verantwortung helfen, wieder Anschluss an das Leben zu finden – etwa durch Rückkehr in Arbeit, Stabilisierung von Beziehungen und aktive gesellschaftliche Teilhabe. Ziel ist es, AA als praxisnahen Ansatz sichtbar zu machen, der über Abstinenz hinausgeht und nachhaltige Integration fördert.

Beiträge

Schritt für Schritt zu einem zuverlässigen Familienmitglied - mit Hilfe der Anonymen Alkoholiker (ID 3081)
Dominique, Daniel
Vortragend: Daniel Anonym
Abstract
Von toxischen Mustern zu tragfähigen Beziehungen – mein Weg mit AA im Alltag und im Beruf (ID 3090)
Dominique, Johanna
Vortragend: Johanna Anonym
Abstract
Teilhabe als Ziel- wie das Programm der Anonymen Alkoholiker Menschen zurück ins Leben führt (ID 3062)
Dominique, Johanna, Daniel
Vortragend: Dominique Anonym
Abstract
14:15–15:45Raum 5
Poster-Spotlight-Session PoS3

Versorgung, Behandlungspraxis, Nachsorge und Recovery

Vorsitz: Ulrich Frischknecht, Anja Bischof

Versorgung und Versorgungsorganisation
Details · 10 Beiträge
Dienstag, 22.09.202614:15–15:45Raum 5

Beiträge

Peer-Empfehlungen am Ende einer stationären Alkoholtherapie: Was raten ehemalige Patient:innen unentschlossenen Betroffenen? (ID 3050)
Vreni Sen, Frank Wieber, Marisa Delannay, Thomas Maier, Susanne Rösner
Vortragend: Vreni Sen
Abstract
E-Health-gestützte versus standardisierte Disulfiram-Therapie bei Alkoholabhängigkeit: Design einer randomisierten Nicht-Unterlegenheits-Studie (ID 3025)
Yvonne Krisam, Linnea Hölterhoff, Charlotte Piel, Anne Koopmann, Sabine Hoffmann, Falk Kiefer, Patrick Bach
Vortragend: Yvonne Krisam
Abstract
Erlebte Mitsprache und Behandlungszufriedenheit in der stationären Alkoholtherapie (ID 3012)
Vreni Sen, Frank Wieber, Marisa Delannay, Thomas Maier, Susanne Rösner
Vortragend: Vreni Sen
Abstract
Jugendsuchthilfe-Reha in Namibia - und dann? Nachhaltige Nachsorge bei suchtkranken Jugendlichen nach einer Langzeittherapie in Namibia (ID 2965)
Manuela Scherz
Vortragend: Manuela Scherz
Abstract
Beschreibung einer Forschungsmethodik für die Früherkennung der Risikofaktoren von Sucht und Ko-Abhängigkeit (ID 2969)
Aidos Ibragim
Vortragend: Aidos Ibragim
Abstract
Versorgungspassung in der Rehabilitation bei chronischen Schmerzen und opioidassoziierten Störungen: Eine kombinierte Routinedaten- und ICF-basierte Dokumentenanalyse (ID 2920)
Maike Kothe, Natalie Schüz, Elena Brushinski, Anna Levke Brütt
Vortragend: Maike Kothe
Abstract
Ernährungstherapie als Querschnittsthema der interprofessionellen Behandlung von Alkoholabhängigkeit in der medizinischen Rehabilitation (ID 2910)
Anne Schumacher, Angelina Heumüller, Stefanie Biehl, Sigrid Hahn
Vortragend: Anne Schumacher
Abstract
Evaluation der kombinierten Nachsorge mit „coobi care": Eine multizentrische Zwei-Gruppen-Prä-Post-Studie (ID 2952)
Rebecca Dederichs, Thorsten Meyer-Feil, Julian Kruse, Aleksandra Popovic
Vortragend: Aleksandra Popovic
Abstract
Analyse der individuellen Therapieziele in der Abstinenzbehandlung bei Alkoholabhängigkeit: Geschlechts- und generationelle Unterschiede (ID 2933)
Falk Kiefer, Anna Gherman, Sebastian Beck, Nicole Kümmel, Michael Musalek, Ruta Nürnberger
Vortragend: Anna Gherman
Abstract
Opioidsubstituierte Patienten zwischen den Türen - was die unterschiedliche Professionen über die Behandlung wissen sollten (ID 2865)
Christina Jaeger, Hamida Mohibullah
Vortragend: Christina Jaeger
Abstract
14:15–15:45Raum 6
S34 · Symposium

Alkohol schützt das Herz – wer behauptet das, und was sagt die Evidenz?

Vorsitz: Carolin Killian, Jakob Manthey

Public Health und Prävention
Details · 4 Beiträge
Dienstag, 22.09.202614:15–15:45Raum 6

Kurzbeschreibung

Die Frage, ob geringer Alkoholkonsum einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben kann, wird inzwischen nicht mehr nur in der wissenschaftlichen Community diskutiert. Auch in der breiten Öffentlichkeit wird diese Frage diskutiert. Mögliche protektive Effekte des Alkoholkonsums werden als Argument gegen eine Verschärfung alkoholkontrollpolitischer Maßnahmen ins Feld geführt. In diesem Symposium wollen wir nach drei kurzen Vorträgen ins Gespräch kommen. In einer Diskussion mit Jürgen Rehm (CAMH, Toronto), Maria Neufeld (WHO, Kopenhagen) und Hans-Jürgen Rumpf (UKSH, Lübeck) soll ergründet werden, wie wissenschaftliche Erkenntnisse interpretiert werden und ihren Weg in die öffentliche Kommunikation finden.

Beiträge

Können Mendel’sche Randomisierungs- und Kohortenstudien kausale Effekte von Alkoholkonsum schätzen? (ID 2924)
Sinclair Carr, Jürgen Rehm
Vortragend: Sinclair Carr
Abstract
Wie wirkt Alkoholkonsum auf gesundheitliche Probleme? Ergebnisse einer aktuellen Übersichtsarbeit (ID 2874)
Jürgen Rehm, Sinclair Carr
Vortragend: Jürgen Rehm
Abstract
Wer sagt eigentlich, dass ein Glas Wein pro Tag gut fürs Herz ist? (ID 2842)
Bernd Schulte, Nell Hillie, Moritz Rosenkranz
Vortragend: Bernd Schulte
Abstract
Wie werden wissenschaftliche Erkenntnisse interpretiert und wie finden diese ihren Weg in die öffentliche Kommunikation.
Jürgen Rehm, Maria Neufeld, Hans-Jürgen Rumpf
Vortragend: Jürgen Rehm, Maria Neufeld, Hans-Jürgen Rumpf
14:15–15:45Raum 7
S35 · Symposium

Fortführung suchtartiger Verhaltensweisen trotz negativer Konsequenzen: Methodik & Empirie

Vorsitz: Stephanie Antons, Silke M. Müller

Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
Details · 5 Beiträge
Dienstag, 22.09.202614:15–15:45Raum 7

Kurzbeschreibung

Die Fortführung eines Verhaltens trotz negativer Konsequenzen ist ein zentrales Merkmal suchtartiger Verhaltensweisen. Ziel dieses Symposiums ist es, dieses Merkmal aus verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen zu beleuchten. Zunächst wird seine Bedeutung als Diagnosekriterium im Rahmen der Validierung und Normierung des ACSID-11-Fragebogens zur Erfassung der Symptomschwere von Internetnutzungsstörungen dargestellt. Anschließend wird mit dem P/N-CABS ein weiterer Fragebogen vorgestellt, der positive und negative Konsequenzen suchtartiger Verhaltensweisen differenziert erfasst. Ein möglicher Mechanismus für das Fortbestehen problematischen Verhaltens ist eine verminderte Sensitivität gegenüber Bestrafung, zu der empirische Befunde im Kontext von Internetnutzungsstörungen präsentiert werden. Ergänzend wird die Erfassung habitualisierten Verhaltens in natürlichen Umgebungen als weiterer relevanter Mechanismus diskutiert. Abschließend werden situative Prozesse verminderter Kontrolle im Alltag mithilfe ökologischer Momentaufnahmen untersucht. Das Symposium integriert methodische Innovationen und empirische Befunde zu einem zentralen Merkmal von Verhaltenssüchten.

Beiträge

Der ACSID-11 als effizientes Screeninginstrument für internetbezogene Verhaltenssüchte: Validierung und Cut-Offs (ID 2975)
Silke M. Müller, Niklas Meurer, Hans-Jürgen Rumpf, Matthias Brand
Vortragend: Silke M. Müller
Abstract
Entwicklung und Validierung des P/N-CABS Fragebogens zur Erfassung positiver und negativer Konsequenzen von suchtartigen Verhaltensweisen (ID 2956)
Melanie Richter, Aron Lichte, Dzheylyan Kyuchukova, Sabine Steins-Löber, Astrid Müller, Matthias Brand, Rudolf Stark, Elisa Wegmann, Stephanie Antons
Vortragend: Melanie Richter
Abstract
Bestrafungsinsensitivität bei Verhaltenssüchten: Ergebnisse der Planets & Pirates Aufgabe (ID 3004)
Niklas Meurer, Silke M. Müller, Matthias Brand, Stephanie Antons
Vortragend: Niklas Meurer
Abstract
Habits in natürlicher Umgebung: Messmethoden im systematischen Überblick. (ID 2934)
Alexander Busch, Stephan Nebe, Anja Kräplin, Stephanie Antons
Vortragend: Alexander Busch
Abstract
Momente der verringerten Kontrolle in der natürlichen Umgebung: Affektive und kognitive Mechanismen (ID 2827)
Stephanie Antons, Anna Knorr
Vortragend: Stephanie Antons
Abstract
15:45–16:20
15:45–16:20
Rahmen

Kaffeepause

16:20–17:05
16:20–17:05Raum 1
Keynote 4

Syndemische Produktion in offenen Drogenszenen: Zwischen Repression und einer teilhabeorientierten Suchthilfe

Daniel Deimel

Details / Abstract
Dienstag, 22.09.202616:20–17:05Raum 1

Abstract

In vielen deutschen Großstädten hat sich die Situation von Menschen in offenen Drogenszenen nachhaltig verändert: Crack ist zu der leitenden Substanz geworden, Obdachlosigkeit und Infektionserkrankungen bereiten sich aus und die Verelendung von Menschen in offenen Drogenszenen ist deutlich sichtbar. Diese Situation kann als eine syndemischen Produktion (Singer et al. 2017) verstanden werden, welche „eine Konzentration und schädliche Interaktion von zwei oder mehr Krankheiten oder anderen Gesundheitsfaktoren in einer Bevölkerung, vor allem als Folge der sozialen Ungleichheit und die ungerechte Machtausübung“ darstellt (Singer 2009, 226). Parallel hierzu nimmt die Debatte um Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum zu. Drogenszenen werden als Angsträume markiert und als Belastung für die Allgemeinbevölkerung wahrgenommen. Die Sinnhaftigkeit von etablierten Konzepten der niedrigschwelligen Suchthilfe, wie Drogenkonsumräume und Suchthilfezentren, wird öffentlich hinterfragt. Parallel hierzu müssen, angesichts der veränderten Bedarfe, die Konzepte der Suchthilfe weiterentwickelt werden. Im Rahmen des Vortrages wird, auf der Grundlage von aktuellen Studien, eine Analyse der Situation in offenen Drogenszenen vollzogen und anhand dieser Daten Überlegungen angestellt, wie eine teilhabeorientierte Suchthilfe für Menschen in offenen Drogenszenen aussehen und den Konflikten im öffentlichen Raum begegnet werden kann.

Mehr Infos
17:05–17:15
17:05–17:15
Rahmen

Raumwechsel

17:15–18:456 parallele Angebote
17:15–18:45Raum 1
S36 · Symposium

Evaluation des Konsumcannabisgesetzes (EKOCAN)

Vorsitz: Jakob Manthey, Peter Raiser

Public Health und Prävention
Details · 4 Beiträge
Dienstag, 22.09.202617:15–18:45Raum 1

Kurzbeschreibung

Am 1. April 2026 wurde aus dem Forschungsprojekt 'Evaluation des Konsumcannabisgesetzes' (EKOCAN) der zweite Zwischenbericht anlässlich des zweiten Jahrestages der Teillegalisierung von Cannabis veröffentlicht. In diesem Symposium präsentieren wir vertiefte Analysen aus EKOCAN, die durch Erkenntnisse aus dem Dresdner Projekt 'Abwasserbasiertes Begleit-Monitoring im Rahmen der Einführung des Cannabisgesetzes in Deutschland' (AMoCan) ergänzt werden.

Beiträge

Ergebnisse des Abwasserbasierten Begleitmonitorings im Rahmen der Einführung des Cannabisgesetzes in Deutschland. (ID 3036)
Björn Helm, Reinhard Oertel, Bertold Renner
Vortragend: Björn Helm
Abstract
Auswirkungen der Teillegalisierung von Cannabis auf Konsum und Fahrverhalten: Ergebnisse der CannaStreet-Befragung im zweiten Jahr nach Inkrafttreten (ID 3017)
Anna Schranz, Moritz Rosenkranz, Uwe Verthein, Jakob Manthey
Vortragend: Anna Schranz
Abstract
Auswirkungen der Teillegalisierung von Cannabis auf den Alkoholkonsum: Evidenz aus wiederholten Bevölkerungsbefragungen und Längsschnittanalysen (ID 2944)
Senadin Radas, Jakob Manthey, Anna Schranz
Vortragend: Senadin Radas
Abstract
Auswirkungen der Teillegalisierung von Cannabis auf konsumbezogene Gesundheitsprobleme (ID 2943)
Jakob Manthey, Senadin Radas, Ludwig Kraus
Vortragend: Jakob Manthey
Abstract
17:15–18:45Raum 2
S37 · Symposium

Aktuelle Herausforderungen und Innovationen in der Suchtmedizin: Neue Entwicklungen zu Crack, Alkohol- und Opioidabhängigkeit

Vorsitz: Ulrich Preuss

Substanzen
Details · 4 Beiträge
Dienstag, 22.09.202617:15–18:45Raum 2

Kurzbeschreibung

Substanzbezogene Störungen gehören weiterhin zu den drängendsten Herausforderungen der Psychiatrie, Psychotherapie und Suchtmedizin. Das Symposium der Bundesdirektorenkonferenz (BDK), Sucht, bündelt aktuelle klinische, wissenschaftliche und versorgungsbezogene Entwicklungen in zentralen Bereichen: Crack-Konsum, Alkoholabhängigkeit, Opioidabhängigkeit und technische Innovationen im therapiestützenden Monitoring. Im ersten Beitrag „Let’s Talk about Crack“ beleuchtet N. Bekier (Frankfurt) die wachsende klinische und versorgungspolitische Bedeutung des Crack-Konsums. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen in Frankfurt a. M. Im zweiten Beitrag „Opioid-Agonisten-Therapie (OAT) bei Opioidabhängigen: Was gibt es Neues?“ stellt N. Wodarz (Regensburg) aktuelle Entwicklungen in der Behandlung opioidabhängiger Patientinnen und Patienten mit Opioid-Agonisten vor. Der dritte Beitrag von U. Zimmermann (Haar) mit dem Titel „Integration häuslicher Atemalkoholselbstkontrolle durch Patienten in die ambulante Therapie“ richtet den Blick auf eine technikgestützte Innovation im Bereich des Behandlungsmonitorings. Der vierte Beitrag von U. W. Preuss (Wildenfels) mit dem Titel „Neue Behandlungsmöglichkeiten der Alkoholabhängigkeit: Ergebnisse meta-analytischer Auswertungen“ widmet sich aktuellen Entwicklungen in der Therapie der Alkoholabhängigkeit.

Beiträge

Let´s talk about Crack (ID 2786)
Nina Kim Bekier
Vortragend: Nina Kim Bekier
Abstract
Opioid-Agonisten-Therapie (OAT) bei Opioidabhängigen: Was gibt es Neues? (ID 3091)
Norbert Wodarz
Vortragend: Norbert Wodarz
Abstract
Integration häuslicher Atemalkoholselbstkontrolle durch Patienten in die ambulante Therapie (ID 2799)
Ulrich Zimmermann
Vortragend: Ulrich Zimmermann
Abstract
Innovative Therapieansätze bei Alkoholkonsumstörungen (AUD) (ID 2796)
Ulrich Preuss
Vortragend: Ulrich Preuss
Abstract
17:15–18:45Raum 3
S38 · Symposium

Neuere epidemiologische Daten zum Glücksspielverhalten der Bevölkerung

Vorsitz: Jens Kalke, Sven Buth

Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
Details · 4 Beiträge
Dienstag, 22.09.202617:15–18:45Raum 3

Kurzbeschreibung

In dem Symposium werden epidemiologische Daten zum Glücksspielverhalten der deutschsprachigen Bevölkerung vorgestellt. Zum einen wird erstmalig in dieser Symposium-Reihe (seit 2022) die Situation in der Schweiz beleuchtet. Zum anderen werden die Ergebnisse von zwei Spezialanalysen aus dem deutschen Glücksspiel-Survey 2025 präsentiert: Es geht dabei um kognitive Verzerrungen unter Glücksspielenden sowie die Charakteristika von Personen mit einer Glücksspielstörung. Beide Aspekte sind für die Weiterentwicklung der Suchtprävention/-hilfe von Bedeutung. Ferner wird in einem Praxisbericht die Steuerung und Ausgestaltung von glücksspielbezogener Prävention und Hilfe am Beispiel Niedersachsens dargestellt.

Beiträge

Glücksspiel und Spielerschutz in der Schweiz (ID 2929)
Manuela Eder, Hannah Wettstein
Vortragend: Manuela Eder
Abstract
Kognitive Verzerrungen bei Glücksspielenden – Ergebnisse aus dem Glücksspielsurvey 2025 (ID 2870)
Sven Buth, Moritz Rosenkranz, Gerhard Meyer, Jens Kalke
Vortragend: Sven Buth
Abstract
Charakteristika von Personen mit einer Glücksspielstörung – Ergebnisse des Glücksspiel-Surveys 2025 (ID 2884)
Jens Kalke, Sven Buth, Moritz Rosenkranz, Gerhard Meyer
Vortragend: Jens Kalke
Abstract
Glücksspielsuchthilfe und -prävention am Beispiel des Bundeslandes Niedersachsen (ID 2990)
Lea-Marie Gehrlein
Vortragend: Lea-Marie Gehrlein
Abstract
17:15–18:45Raum 4
S39 · Symposium

Von Leitlinie zu Praxis: Versorgung von Tabakabhängigkeit bei Menschen mit psychischen Erkrankungen

Vorsitz: Nikolai Kiselev

Versorgung und Versorgungsorganisation
Details · 3 Beiträge
Dienstag, 22.09.202617:15–18:45Raum 4

Kurzbeschreibung

Dieses praxisorientierte Symposium widmet sich der Verbesserung der Rauchstoppversorgung für Menschen mit psychischen Erkrankungen – einer Zielgruppe mit besonders hoher Rauchprävalenz und bislang unzureichender Versorgung. Trotz klarer Empfehlungen in Leitlinien gelingt die Umsetzung entsprechender Massnahmen im Versorgungsalltag häufig nur begrenzt. Die Beiträge beleuchten komplementäre Perspektiven auf verschiedenen Ebenen der Versorgung: Zunächst werden strukturelle und implementierungsbezogene Ansätze auf Basis der S3-Leitlinien vorgestellt, ergänzt durch konkrete Instrumente und Praxisbeispiele aus Gesundheitseinrichtungen. Darüber hinaus werden niedrigschwellige Unterstützungsangebote thematisiert, insbesondere telefonbasierte Rauchstoppberatung für Personen mit komorbiden psychischen Erkrankungen. Ein weiterer Beitrag gibt Einblicke in das psychiatrische Versorgungssystem und stellt das Projekt PSY-Rauchstopp vor, das auf die Entwicklung und Implementierung zielgruppenspezifischer Interventionen in der stationären Psychiatrie abzielt. Das Symposium zeigt praxisnahe Ansätze zur Verbesserung von Zugang, Umsetzung und Wirksamkeit von Rauchstoppangeboten und diskutiert Implikationen für die Weiterentwicklung der Versorgung.

Beiträge

S3-Empfehlungen zu Versorgungsstrukturen: Verhältnisorientierte Maßnahmen, Instrumente und Praxisbeispiele zur Tabak- und Nikotinentwöhnung. (ID 2350)
Christa Rustler, Faten Amawi, Judith Krauleidies
Vortragend: Christa Rustler
Abstract
Rauchstopp in der stationären Psychiatrie: Entwicklung und Startimplementierung eines setting-spezifischen Interventionsprogramms (PSY-Rauchstopp) in Aargau (Schweiz) (ID 2961)
Nikolai Kiselev, Eva-Maria Pichler, Marc Walter, Michael Schaub
Vortragend: Nikolai Kiselev
Abstract
Telefonberatung bei Rauchenden mit komorbiden psychischen Erkrankungen (ID 2881)
Peter Lindinger, Diana Cinkil, Roswitha Panienka
Vortragend: Peter Lindinger
Abstract
17:15–18:45Raum 5
S40 · Symposium

Digitale und hybride Versorgung: Rückfallprävention, Nachsorge und Teilhabe

Vorsitz: Gallus Bischof, Alfred Uhl

Versorgung und Versorgungsorganisation
Details · 5 Beiträge
Dienstag, 22.09.202617:15–18:45Raum 5

Kurzbeschreibung

Das Symposium widmet sich der Frage, wie Rückfallprävention, Nachsorge und Teilhabe durch persönliche, digitale und hybride Angebote verbessert werden können. In ersten Beitrag stellt Nina Schwarz ein partnerschaftlich ausgerichtetes Rückfallpräventionsprogramm vor, das Angehörige systematisch in die Behandlung von Menschen mit Alkoholproblemen einbezieht. Luca Daumenlang präsentiert im zweiten Beitrag, wie eine App in Kombination mit psychologischen Gesprächen per Telefon oder Video die Nachsorge nach stationärer Behandlung ergänzen und Versorgungslücken reduzieren kann. In der von Nathalie Stüben vorgestellten Studie wurde geprüft, ob starkes Alkoholverlangen mithilfe von Wearables und Machine Learning frühzeitig erkannt werden kann, um Interventionen situationsnah im Alltag zu ermöglichen. Der dritte Beitrag von Klaus Becker enthält Evaluationsdaten zum Recovery Walk 2025. Die Auswertung beinhaltet die Bedeutung des Reovery Walks für Hoffnung, soziale Vernetzung und Entstigmatisierung. Laura Fischer analysiert im fünften Beitrag die Nutzung der DigiSucht-Plattform in städtischen und ländlichen Regionen und damit die Reichweite digitaler Beratungsangebote. Das Symposium zeigt, wie digitale Technologien, soziale Unterstützung und niedrigschwellige Zugänge zusammenspielen können, um die Versorgung flexibler, alltagsnäher und besser erreichbar zu gestalten und Übergänge zwischen stationärer Behandlung und Alltag zu unterstützen. Dabei werden sowohl individuelle als auch strukturelle Aspekte der Nachsorge berücksichtigt.

Beiträge

Wissenschaftliche Evaluation des partnerschaftlichen Rückfallpräventionsprogrammes Rückhalt (ID 2922)
Nina Schwarz, Henrike Schecke
Vortragend: Nina Schwarz
Abstract
Hybride Nachsorge bei Alkoholerkrankungen: Einblick in die Versorgungspraxis mit mentalis Appstinence (ID 2903)
Luca Daumenlang
Vortragend: Luca Daumenlang
Abstract
Echtzeit-Erkennung und Intervention bei Alkoholcravings: Nutzung von Wearable-Technologie und Machine Learning zur Rückfallprävention bei Personen mit problematischem Alkoholkonsum (ID 2869)
Nathalie Stüben, Rosa Muscheidt, Sebastian Bayerl, Michael Soyka
Vortragend: Rosa Muscheidt
Abstract
Der Recovery Walk 2025: Ergebnisse der begleitenden Evaluation (ID 2829)
Klaus Becker, Inga Korte, Eva Baumann, Mika Doering, Malina Lüdecke, Ulrich Zimmermann, Georg Schomerus
Vortragend: Klaus Becker
Abstract
Digitale Suchtberatung im Stadt-Land-Vergleich: Ergebnisse einer regionalen Analyse von Nutzungsdaten der DigiSucht-Plattform (ID 2843)
Laura Fischer, Iris Scheuberth, Nina Becker, Larissa Schwarzkopf, Ulla Verdugo-Raab, Caroline Jung-Sievers
Vortragend: Laura Fischer
Abstract
17:15–18:45Raum 6
S41 · Symposium

Niedrigschwellige Glücksspielhilfe: Wege in die Versorgung erleichtern

Vorsitz: Larissa Schwarzkopf, Anne Maiwald

Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
Details · 4 Beiträge
Dienstag, 22.09.202617:15–18:45Raum 6

Kurzbeschreibung

Um Menschen mit Glücksspielproblemen möglichst gut versorgen zu können, ist eine niedrigschwellige Gestaltung von Hilfsangeboten wichtig. Das bedeutet insbesondere, strukturelle, soziale und individuelle Hürden zu erkennen und abzubauen, um besonders vulnerablen oder marginalisierten Gruppen den Zugang zu Hilfsangeboten zu erleichtern. Das Symposium umfasst Vorträge von verschiedenen Beteiligten der Landestelle für Glücksspielsucht in Bayern (LSG), in denen unterschiedliche Aspekte der niedrigschwelligen Gestaltung von Hilfsangeboten vorgestellt werden. Dabei werden die folgenden Themen beleuchtet: Die Identifikation von Faktoren, die den Zugang zu Hilfsangeboten für verschiedene Personengruppen erschweren oder erleichtern, das Vernetzungspotential von Selbsthilfe und professioneller Suchthilfe sowie App-basierte Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen, die ihr Spielverhalten verändern möchten. Nach jedem Vortrag wird Raum für Diskussion und fachlichen Austausch geboten.

Beiträge

Barrieren senken, Glücksspielverhalten reflektieren – Ergebnisse einer Online-Befragung von Fachkräften der Sucht- und Eingliederungshilfe (ID 2897)
Andrey Manrique, Markus Pacher, Sabine Härtl, Sarah Frühauf
Vortragend: Markus Pacher
Abstract
Die App PlayOff – niedrigschwellige Hilfe bei Glücksspielproblemen (ID 2932)
Konrad Landgraf, Andreas Bickl, Lilith Flagner, Eva Hoch, Larissa Schwarzkopf
Vortragend: Konrad Landgraf
Abstract
Glücksspielbezogene Beratung: Barrieren und Entwicklungsperspektiven aus Sicht der Nutzenden (ID 2984)
Bianca Pitzschel, Nikolas Menzel, Lilith Flagner, Larissa Schwarzkopf
Vortragend: Bianca Pitzschel
Abstract
Gemeinsam mehr erreichen: Vernetzung von glücksspielbezogener Selbsthilfe und professioneller Suchthilfe (ID 2833)
Anne Maiwald, Larissa Schwarzkopf, Pauline Walz
Vortragend: Anne Maiwald
Abstract
20:00–23:00
20:00–23:00
Rahmen

Kongressfest

Details

Mittwoch, 23.09.2026

09:00–09:45
09:00–09:45Raum 1
Keynote 5

Problematic Use of the Internet (PUI) as a Global Health Challenge – New Approaches to Diagnosis, Treatment and Networked Research

Naomi Fineberg

Details / Abstract
Mittwoch, 23.09.202609:00–09:45Raum 1

Abstract

In response to growing global concern about problematic usage of the internet (PUI) and its public mental health and societal costs, including harmful effects on young people, this lecture provides an update on advances made in the field of PUI, in terms of nosology, biopsychosocial mechanisms, interventions, services and policy initiatives. A key advance has been achieving consensus on the clinical definition of various forms of PUI, providing a platform for networked research at global scale. The preliminary results of Bootstrap - a multinational longitudinal cohort study of >1,800 12-16y schoolchildren, co-designed with public stakeholders, whose online activity and developmental, health and wellbeing indices are continually monitored via their smartphones, suggests around 40% (majority female) show evidence of risk for PUI, with associated negative impact on mental health and wellbeing. Social media use difficulties are prevalent. Mechanistic modelling suggests PUI derives from an interaction between the person, their cognitive and affective status and the environment. Longitudinal data suggest PUI and mental il-health interact over time, following a ‘cascade’ model. This explains in part why young people, whose cognitive-affective functioning is still maturing, are so susceptible to the negative effects of PUI and provides a rational basis for the development of tailored interventions.

Mehr Infos
09:45–10:00
09:45–10:00
Rahmen

Raumwechsel

10:00–11:005 parallele Angebote
10:00–11:00Raum 1
Podiumsdiskussion

Kongress-Highlights aus Erfahrungsperspektive: Podiumsdiskussion der Botschafter:innen für Teilhabe

10:00–11:00Raum 2
S42 · Symposium

A danger forseen is half avoided: Frühwarnsysteme im Bereich illegaler Substanzen in Deutschland

Vorsitz: Heiko Bergmann, Anna Mühlen

Substanzen
Details · 4 Beiträge
Mittwoch, 23.09.202610:00–11:00Raum 2

Kurzbeschreibung

Das Symposium beleuchtet aktuelle Entwicklungen im Bereich illegaler Substanzen und Möglichkeiten, vor ihnen zu warnen. Einführend wird das „National Early Warning System“ (NEWS) vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt auf aktuellen Erkenntnissen zu synthetischen Opioiden, einer jungen Konsumierendengruppe mit gering ausgeprägtem Risikobewusstsein sowie auf der Interaktion dieser Gruppe mit Entwicklungen auf dem Schwarzmarkt. Ein weiterer Beitrag widmet sich aktuellen Trends im Substanzkonsum mit besonderem Augenmerk auf die wachsende Bedeutung von Ketamin. Zudem werden Möglichkeiten für die Verbesserung von Frühwarnstrukturen diskutiert, die eine schnellere Identifikation und Reaktion auf neue Entwicklungen ermöglichen sollen. Abschließend werden erste Ergebnisse des Projekts „Synthetic Opioids – Prepare and Response“ (SO-PAR) präsentiert, das kommunale Strategien zur verbesserten Vorbereitung und Reaktion auf neue Risiken im Zusammenhang mit synthetischen Opioiden entwickelt. Ziel des Symposiums ist es, aktuelle Erkenntnisse zu bündeln und Ansätze für eine effektivere Früherkennung und Intervention aufzuzeigen.

Beiträge

Zwischen Einzelfall und Trend: Synthetische Opioide und neue Risiko-kontexte in Deutschland (ID 2801)
Franziska Schneider, Heiko Bergmann, Anna-Mavie Beil, Magdalena Janz, Esther Neumeier
Vortragend: Franziska Schneider
Abstract
Ketamin: Steigende Nachweise, versteckte Gefahren – Was die Daten verraten (ID 3058)
Heiko Bergmann
Vortragend: Heiko Bergmann
Abstract
Kommunale Lagebilder zu synthetischen Opioiden und ihre Bedeutung für das Krisenmanagement. Erste Ergebnisse aus dem Projekt "so-par" (ID 2912)
Anna Mühlen, Maria Kuban, Anna Rau, Dirk Schäffer
Vortragend: Anna Mühlen
Abstract
Vom Konzept zur Praxis: Aufbau und Nutzung kommunaler Monitoringstrukturen in Berlin. (ID 2909)
Insa Holl, Heide Mutter
Vortragend: Insa Holl
Abstract
10:00–11:00Raum 3
S43 · Symposium

Internetnutzungsstörungen: Epidemiologische Daten, Elternperspektiven und Versorgungsaspekte

Vorsitz: Hans-Jürgen Rumpf, Kerstin Paschke

Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
Details · 3 Beiträge
Mittwoch, 23.09.202610:00–11:00Raum 3

Kurzbeschreibung

In diesem Beitrag werden aktuelle Zahlen zur Häufigkeit von Problemen im Zusammenhang mit der Nutzung von digitalen Medien vorgestellt. Die Befunde der OTTER-Studie zeigen Trends bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland auf und beleuchten digitale Nutzungstrends, darunter der Umgang mit KI-Chatbots sowie das Online- bzw. Social Shopping-Verhalten. Darüber hinaus prüft ein zweiter Beitrag in welcher Weise Menschen mit problematischer Internetnutzung derzeit vom Suchthilfesystem erreicht werden und welche Versorgungslücken und -möglichkeiten bestehen. Traditionelle Angebote der Suchtkrankenhilfe werden sehr selten genutzt. Ein gestufter Versorgungsansatz könnte nach einer kürzlich abgeschlossenen Studie (SCAVIS) erfolgreich sein. Der dritte Beitrag befasst sich mit der Bedeutung von Mikrotransaktionen und Lootboxen als Risikofaktor für familiäre Konflikte im Zusammenhang mit Computerspielen der Kinder. Unsicherheiten der Eltern sowie identifizierte Hochrisikoprofile unterstreichen den Bedarf an zielgruppenspezifischer Aufklärung und Präventionsmaßnahmen.

Beiträge

Problematische Mediennutzung und neue Trends im Kindes- und Jugendalter: Ergebnisse der repräsentativen OTTER-Studie (ID 3051)
Kerstin Paschke, Nele Schlichter, Katharina Busch, Hanna Wiedemann
Vortragend: Kerstin Paschke
Abstract
Lootboxen und Mikrotransaktionen im Kindesalter: Elterliche Perspektiven und Risikoprofile aus der LooMiC-Elternbefragung (ID 3029)
Martina Obst, Gallus Bischof , Anja Bischof, Matthias Brand, Elisa Wegmann, Hans-Jürgen Rumpf
Vortragend: Martina Obst
Abstract
Die Versorgung von Internetnutzungsstörungen in Deutschland (ID 3020)
Hans-Jürgen Rumpf
Vortragend: Hans-Jürgen Rumpf
Abstract
10:00–11:00Raum 4
S44 · Symposium

Künstliche Intelligenz in der Suchthilfe: Implementierung, Evaluation und Qualitätssicherung

Vorsitz: Fabian Leuschner, Robert Lehmann

Versorgung und Versorgungsorganisation
Details · 3 Beiträge
Mittwoch, 23.09.202610:00–11:00Raum 4

Kurzbeschreibung

Generative künstliche Intelligenz (KI) eröffnet der Suchthilfe neue Möglichkeiten für die Umsetzung niedrigschwelliger und flexibler Informations- und Unterstützungsangebote für Ratsuchende sowie für die Entwicklung von Tools für die Unterstützung von Fachkräften. Ein verantwortungsvoller Einsatz von generativer KI erfordert dabei belastbare Strategien für die Konzeption, Implementierung, Evaluation und Qualitätssicherung entsprechender Anwendungen und Tools. Das Symposium widmet sich deshalb der Frage, wie KI-Anwendungen in der Suchthilfe partizipativ entwickelt, systematisch evaluiert und qualitätsgesichert eingesetzt werden können. Fokussiert werden praktische Erfahrungen mit und Herausforderungen bei der Entwicklung und Evaluation von KI-Applikationen. Erste Ergebnisse aus Praxisprojekten werden vorgestellt. Ziel des Symposiums ist es, die vorgestellten Ansätze und Ergebnisse zu diskutieren, Herausforderungen zu reflektieren und Impulse für weitergehende Forschungsvorhaben zu setzen. Damit leistet das Symposium einen Beitrag zur Diskussion über den verantwortungsvollen Einsatz von KI-Applikationen in Prävention, Beratung und Versorgung.

Beiträge

Partizipative Softwareentwicklung als Grundlage der Qualitätssicherung bei KI-Anwendungen in der Suchthilfe (ID 2871)
Jennifer Burghardt, Mara Stieler, Philipp Steigerwald, Jens Albrecht, Robert Lehmann
Vortragend: Robert Lehmann
Abstract
Partizipative Evaluation des KI-basierten Chatbots SuchtGPT: Qualitätsmanagement, Inanspruchnahme und Akzeptanz (ID 2844)
Nina Becker, Hanna Schulte-Werning, Oliver Rieger, Fabian Leuschner
Vortragend: Nina Becker
Abstract
Qualitätssicherung bei generativen KI-Applikationen: Analyse von Chatverläufen eines KI-basierten Chatbots der Suchthilfe (ID 2864)
Hanna Schulte-Werning, Nina Becker, Fabian Leuschner
Vortragend: Hanna Schulte-Werning
Abstract
10:00–11:00Raum 5
S45 · Symposium

Zwischen Stigmatisierung und Evidenzbasierter Medizin: eine kritische Sicht auf die Forderung einer 6monatigen Alkoholabstinenz vor Aufnahme in die Lebertransplantationswarteliste

Vorsitz: Angela Buchholz, Martina Sterneck

Versorgung und Versorgungsorganisation
Details · 4 Beiträge
Mittwoch, 23.09.202610:00–11:00Raum 5

Kurzbeschreibung

In Deutschland müssen Patient:innen mit einer alkohol-assoziieten Lebererkrankung in der Regel mindestens 6 Monate alkoholabstinent sein, bevor sie auf die Warteliste für eine Lebertransplantation aufgenommen werden können. Seit 2015 dürfen Transplantationszentren in begründeten Ausnahmen von dieser Regel abweichen. Seit Bestehen wird die sog. 6-Monats-Regel aus verschiedenen Perspektiven kritisch diskutiert. Neuere internationale Befunde und Modellprojekte geben Anlass, dieses Vorgehen erneut zu hinterfragen. Gleichermaßen fehlen weitere zuverlässige Methoden, um im Vorfeld das Rückfallrisiko nach erfolgter Lebertransplantation beurteilen zu können. In dem Praxissymposium wird die aktuelle wissenschaftliche Evidenz zusammenfassend vorgestellt und kritisch diskutiert.

Beiträge

Die medizinische Evidenz (ID 3070)
Martina Sterneck
Vortragend: Martina Sterneck
Abstract
Evidenz aus Sicht eines Mental Health Professionals (ID 3002)
Daniela Eser-Valeri
Vortragend: Daniela Eser-Valeri
Abstract
Psychometrische Validierung von Risikoscores zur Vorhersage von Alkoholrückfällen nach Lebertransplantation bei alkoholassoziierter Lebererkrankung (ID 2976)
Isabelle Laskowsky, Daniel Lazuk, Martin Härter, Martina Sterneck, Angela Buchholz
Vortragend: Isabelle Laskowsky
Abstract
From Tools to Concepts: A Systematic Conceptual Review to Develop an Integrated Framework for Psychosocial Assessment in Transplantation (ID 3068)
Alberto Olivero, Marla Issaka, Angela Buchholz
Vortragend: Alberto Olivero
Abstract
11:00–11:30
11:00–11:30
Rahmen

Kaffeepause

11:30–13:007 parallele Angebote
11:30–13:00Raum 1
S46 · Symposium

Stefan Bleich – Gedenksymposium – State of the Art Suchttherapie: Was wir heute wissen – und anwenden sollten

Vorsitz: Eva Hoch, Falk Kiefer

Versorgung und Versorgungsorganisation
Details · 4 Beiträge
Mittwoch, 23.09.202611:30–13:00Raum 1

Kurzbeschreibung

Dieses Symposium stellt die wichtigsten Interventionen evidenzbasierte Suchttherapie vor. Grundlage sind aktuelle S3-Leitlinien für Alkohol-, Tabak-, Cannabis- und Opioidabhängigkeit. Ziel ist es, wirksame Behandlungen frühzeitig einzusetzen und individuell anzupassen. Bei Alkoholabhängigkeit sind eine frühe Diagnose, motivierende Gespräche und die Kombination aus Medikamenten und Psychotherapie wichtig. In der Behandlung von Opioidabhängigkeit gilt die Substitution als Standard, ergänzt durch psychosoziale Unterstützung. Für die Tabakentwöhnung zeigt sich, dass Verhaltenstherapie zusammen mit Medikamenten am besten wirkt. Bei Cannabiskonsumstörungen spielen spezielle psychotherapeutische Verfahren, vor allem kognitive Verhaltenstherapie und Motivationsförderung, eine zentrale Rolle. Insgesamt betonen alle Leitlinien eine langfristige, patientenzentrierte Betreuung. Wichtig sind ein leichter Zugang zur Hilfe, kontinuierliche Behandlung und die Berücksichtigung weiterer psychischer Erkrankungen. Das Symposium gibt konkrete Empfehlungen für die praktische Versorgung von Menschen mit substanzbezogenen Störungen.

Beiträge

Die neue S3-Leitlinie zu Opioidbezogenen Störungen (ID 2992)
Ingo Schäfer, Markus Backmund, Anil Batra, Maurice Cabanis, Wilma Funke, Ursula Havemann-Reinecke, Britta Jacobsen, Falk Kiefer, Nikolaus Lange, Kirsten Lehmann, Ulrich W. Preuss, Stephan Walcher
Vortragend: Ingo Schäfer
Abstract
Die S3-Leitlinie Cannabisabhängigkeit (ID 2905)
Eva Hoch, Rainer Thomasius
Vortragend: Eva Hoch
Abstract
S3-Leitlinie Tabak (ID 3072)
Stephan Mühlig
Vortragend: Stephan Mühlig
Abstract
S3-Leitlinie Alkoholbezogene Störungen (ID 2890)
Falk Kiefer, Anil Batra, Kay-Uwe Petersen, Sabine Hoffmann
Vortragend: Falk Kiefer
Abstract
11:30–13:00Raum 2
S47 · Symposium

Neue Risiken, neue Routinen? Substanzbezogene Dynamiken, Konsummotive und Versorgungsperspektiven im interdisziplinären Fokus

Vorsitz: Antonia Bendau, Norbert Wodarz

Substanzen
Details · 4 Beiträge
Mittwoch, 23.09.202611:30–13:00Raum 2

Kurzbeschreibung

Der Umgang mit psychoaktiven Substanzen verändert sich dynamisch. Neue Substanzen treten auf, Konsummuster bekannter Substanzen wandeln sich, Verbreitungswege ändern sich, Risiken verschärfen sich teilweise und passende Versorgungsangebote fehlen vielerorts. Das Symposium befasst sich mit diesen Entwicklungen anhand aktueller Substanztrends. Im Fokus stehen synthetische Cathinone wie „Mephedron“ und „Monkey Dust“, synthetische Opioide wie Tilidin, Tramadol, Fentanyl und Nitazene sowie GHB/GBL. Die Beiträge verbinden wissenschaftliche Daten zu Wirkungen, Konsummustern, Risken und weiteren Aspekten mit Fragen der praktischen Versorgung und Gesetzgebung. Ergänzend werden Ergebnisse einer qualitativen Interviewstudie mit Fachpersonen aus Suchthilfe, Drug Checking, Awareness-Arbeit, Politik und weiteren relevanten Disziplinen vorgestellt. Der zentrale Mehrwert des Symposiums liegt in der Verbindung von aktuellen Substanzentwicklungen, klinischer Relevanz und interdisziplinären Perspektiven. So entsteht ein praxisnaher wissenschaftlicher Überblick, der hilft, aktuelle Risiken einzuordnen, Versorgungslücken sichtbar zu machen und konkrete Ansatzpunkte für Prävention, Harm Reduction und Behandlung abzuleiten.

Beiträge

Synthetische Cathinone auf dem Radar: Mephedron, Monkey Dust & Co. als interdisziplinäre Herausforderung (ID 2967)
Antonia Bendau, Twyla Michnevich
Vortragend: Antonia Bendau
Abstract
Tilidin, Fentanyl, Nitazene und andere synthetische Opioide: gibt es ein Problem? (ID 3018)
Norbert Wodarz
Vortragend: Norbert Wodarz
Abstract
Grenzen der Kontrolle? Ein empirischer Blick auf GHB/GBL in Prävention, Harm Reduction und Behandlung (ID 2968)
Lukas Roediger
Vortragend: Lukas Roediger
Abstract
Zwischen Politik und Praxis: Eine qualitative Analyse interdisziplinärer Perspektiven auf Substanzgebrauch und Harm Reduction in Deutschland (ID 2966)
Samantha Santamaria
Vortragend: Samantha Santamaria
Abstract
11:30–13:00Raum 3
S48 · Symposium

Ermöglichte Teilhabe? Deutungswissen, Partizipation und strukturelle Begrenzungen im Feld suchtbezogener Hilfen (DGSAS-Symposium)

Vorsitz: Birgit Müller

Menschen, Gesellschaft und Teilhabe
Details · 3 Beiträge
Mittwoch, 23.09.202611:30–13:00Raum 3

Kurzbeschreibung

Suchtbezogene Hilfen sind ein wichtiges Thema, da diese für Adressat:innen Unterstützung und Partizipation realisieren. Fachkräfte verfügen über ein spezifisches Wissen über Sucht resp. Abhängigkeit, das deren professionelles Handeln gestaltet und an Adressat:innen vermittelt wird. Das Symposium zeigt auf, welches Deutungswissen und welche strukturellen Rahmenbedingungen existieren, die Teilhabe ermöglichen, aber auch begrenzen. Es werden Ergebnisse aus drei qualitativen Sozialforschungsprojekten aus Interviews mit Berater:innen (Sucht- und Drogenberatung), mit jungen konsumierenden Erwachsenen und Nutzer:innen eines arbeitsmarktbezogenen Projekts vorgestellt. Fachlichkeit und Partizipation hängen davon ab, wie Probleme und Zielgruppen gedeutet und welche strukturellen Rahmenbedingungen vorgehalten werden. Die Ergebnisse helfen, die Gestaltung suchtbezogener Hilfen kritisch zu reflektieren und die Realisierung von Teilhabe differenzierter zu gestalten.

Beiträge

Deutungen von Abhängigkeit in der Sucht- und Drogenberatung – empirische Annäherungen an Deutungswissen und Handlungsorientierungen von Berater:innen (ID 2803)
Birgit Müller
Vortragend: Birgit Müller
Abstract
Partizipationsvorstellungen konsumierender junger Erwachsener im System suchtbezogener Hilfen: Implikationen für die Suchtprävention (ID 2806)
Isabella Heilig
Vortragend: Isabella Heilig
Abstract
Ermöglichungsbedingungen arbeitsmarktbezogener Teilhabe: Eine qualitativ-ethnographische Studie im Kontext eines Rehapro-Projektes (ID 2815)
Natalie Richter
Vortragend: Natalie Richter
Abstract
11:30–13:00Raum 4
S49 · Symposium

Cannabisprävention mit jungen Menschen – Ansätze der Prävention in verschiedenen Kontexten

Vorsitz: Christiane Baldus, Kerstin Paschke

Public Health und Prävention
Details · 4 Beiträge
Mittwoch, 23.09.202611:30–13:00Raum 4

Kurzbeschreibung

Das Symposium befasst sich mit Ansätzen der Cannabisprävention unter Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Im EKOCAN-Projekt wurden die Ziele und Auswirkungen der Gesetzesänderungen zur Handhabung von Cannabiskonsum wieder-holt bewertet. Inzwischen liegen zwei Berichte hierzu vor (uke.de/ekocan). In dem Vortrag werden ausgewählte Ergebnisse zum Jugendschutz präsentiert (Vortrag: Jens Kalke). Das Forschungsprojekt „Übertragbarkeit von Strukturen, Konzepten und Qualitätsmerkmalen des HaLT-Programms auf die Cannabis-Prävention in der Kommune“ (Can-K) erprobt und evaluiert die Ausweitung der Ansätze der kommunalen, Lebenswelt-bezogenen Prävention und der indizierten Prävention des Alkoholprä-ventionsprogramms HaLT - Hart am Limit auf Cannabisprävention (Vortrag: Silke Diestelkamp, Lena Wehrle und Heidi Kuttler). Cannabiskonsum ist weiterhin besonders stark unter jungen Menschen in der stationären Jugendhilfe verbreitet: mit dem Projekt CAN Ju Stop wurde eine selektive Cannabispräventionsintervention durch betreuende Fachkräfte in Wohngruppen umgesetzt. Daten zur Wirkung der Maßnahme (Vortrag: Nicolas Arnaud) liegen ebenso vor wie Erkenntnisse zu Risiko- und Resilienzfaktoren unter den jungen Teilnehmenden (Vortrag: Christiane Baldus).

Beiträge

Teillegalisierung von Cannabis und Jugendschutz – erste Ergebnisse der Evaluation (ID 2841)
Jens Kalke, Jakob Manthey
Vortragend: Jens Kalke
Abstract
Cannabis-Prävention in der Kommune: Erprobung der Übertragbarkeit von Strukturen und Konzepten des HaLT-Programms auf die Cannabis-Prävention im Projekt Can-K (ID 2942)
Silke Diestelkamp, Christiane Baldus-Firnhaber, Heidi Kuttler, Lena Wehrle, Kerstin Paschke, Lutz Wartberg
Vortragend: Silke Diestelkamp
Abstract
Cannabisprävention in der stationären Jugendhilfe: Ergebnisse des Gruppenprogramms CANJuStop (ID 2953)
Nicolas Arnaud, Christiane Baldus, Sabrina Kunze, Anna-Lena Schulz, Lucie Gebhardt, Julian Harbs, Anne Daubmann, Rainer Thomasius, Kerstin Paschke
Vortragend: Nicolas Arnaud
Abstract
Risiko- und Resilienzfaktoren von Ex- und Nie-Usern im Kontrast zu aktuell Konsumierenden in der stationären Jugendhilfe (ID 2906)
Christiane Baldus-Firnhaber, Harbs Julian, Sabrina Kunze, Nicolas Arnaud, Anna-Lena Schulz, Kerstin Paschke
Vortragend: Christiane Baldus-Firnhaber
Abstract
11:30–13:00Raum 5
S50 · Symposium

Symposium der DG-Sucht Nachwuchsgruppe

Vorsitz: Patrick Halli, Annette Binder

Details · 4 Beiträge
Mittwoch, 23.09.202611:30–13:00Raum 5

Kurzbeschreibung

Im Symposium der Nachwuchsgruppe der DG-Sucht präsentieren vier Nachwuchswissenschaftler:innen aktuelle Ergebnisse aus dem Bereich der Suchtforschung. Die Vortragenden wurden im Rahmen von Teilnahmestipendien ausgewählt, die mit Unterstützung der DG-Sucht und der Deutschen Suchtstiftung vergeben wurden. Inhaltlich beschäftigen sich die Beiträge mit der Situation von Frauen in der offenen Drogenszene (Tamara Wild), dem Verlangen nach Heroin in einem virtuellen Expositionssetting (Jessica Schäfer), Risikofaktoren für sexuelles Kindesmissbrauchsverhalten in einer Darknet-Stichprobe (Saida Städtler) sowie dem Umgang mit Substanzkonsum bei bestehendem Abstinenzgebot in der stationären Jugendsuchthilfe (Jonas Kahlert). Das Symposium verdeutlicht damit die thematische und methodische Vielfalt aktueller Forschung des wissenschaftlichen Nachwuchses und bietet Raum für Diskussion, Austausch und Vernetzung.

Beiträge

Die Ordnung vor dem Übergriff: Weibliche Verfügbarkeit in der offenen Drogenszene (ID 3155)
Tamara Wild
Vortragend: Tamara Wild
Abstract
Das Verlangen nach Heroin: Eine Expositionsstudie in einem virtuellen Realitätssetting (ID 3157)
Jessica Schäfer
Vortragend: Jessica Schäfer
Abstract
Risikofaktoren sexuellen Kindesmissbrauchsverhaltens in einer Darknet-Stichprobe: Eine Analyse von Hands-off- und Hands-on-Delikten (ID 3156)
Saida Städtler
Vortragend: Saida Städtler
Abstract
Qualitative Analyse zum Umgang mit auftretendem Substanzkonsum bei bestehendem Abstinenzgebot durch Mitarbeitende der stationären Jugendsuchthilfe (ID 3154)
Jonas Kahlert, Annette Binder, Yulia Golub, Sören Kuitunen-Paul
Vortragend: Jonas Kahlert
Abstract
11:30–13:00Raum 6
Poster-Spotlight-Session PoS4

Teilhabe, soziale Kontexte, Harm Reduction und digitale Versorgung

Vorsitz: Sabine Hoffmann, Angela Buchholz

Menschen, Gesellschaft und Teilhabe
Details · 9 Beiträge
Mittwoch, 23.09.202611:30–13:00Raum 6

Beiträge

Beyond the Substance: A Relational and Community-Based Perspective in the Treatment of Problematic Substance Use (ID 3056)
Adriana Lamboglia, Klaus Baumann
Vortragend: Adriana Lamboglia
Abstract
Geschlechtsinformierte Psychopharmakotherapie bei Alkoholgebrauchsstörung: Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse (ID 2940)
Inka Hiß, Amina Soufi, Sabine Hoffmann, Iris Reinhard, Eva-Maria Siegmann, Patrick Bach, Falk Kiefer, Ronald Fischer, Kerstin Jäger, Pauline Olivier, Bernd Lenz
Vortragend: Pauline Olivier
Abstract
Selbstorganisation im Überlebensmodus: Eine qualitative Analyse fördernder und hemmender Faktoren für die Teilhabe von Drogenkonsumierenden in Zentralasien (ID 2866)
Pape Ulla, Katarzyna Kowalczyk, Meryem Grabski
Vortragend: Katarzyna Kowalczyk
Abstract
Die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Reduzierung drogenbedingter Schäden in Zentralasien und China. Lernen von Deutschland? (ID 2817)
Ingo Ilja Michels, Ulla Pape
Vortragend: Ingo Ilja Michels
Abstract
Blended Counseling in der niedrigschwelligen Suchthilfe zwischen Potenzialen und Barrieren: Ergebnisse einer qualitativen Befragung von Klient*innen. (ID 2868)
Lisa Kopke, Birgitta Sträter, Angelika Schels-Bernards
Vortragend: Lisa Kopke
Abstract
Selbsthilfe und Selbstorganisation von Drogenkonsumenten als wichtige Quellen zur Lösung drogen- und drogenpolitischer Probleme (ID 2800)
Dr. Ingo Ilja Michels
Vortragend: Ingo Ilja Michels
Abstract
Soziale-Netzwerke-Nutzungsstörung bei Jugendlichen: Herausforderungen und geschlechterspezifische Anforderungen an ein Behandlungskonzept (ID 2761)
Sophia Schreiber
Vortragend: Sophia Schreiber
Abstract
Die Perspektive von Fachkräften auf Künstliche Intelligenz in der Suchthilfe: Eine Online-Umfrage zur Nutzung, Einsatzmöglichkeiten und Risiken Hintergrund & Fragestellung (ID 2825)
Sarah Kühn, Karolin Kappler, Ulrich Frischknecht
Vortragend: Sarah Kühn
Abstract
Selbstkontrolle durch tägliche Atemalkoholmessung für Besserung von Inhibition und Therapieadhärenz bei alkoholabhängigen Patient*innen – Lübeck (STABI-L) (ID 2785)
Sophie Magritz, Katharina Barnofski, Dr. Julia Reutermann-Kämmerer, Prof. Dr. Klaus Junghanns, Dr. Gallus Bischof, Dr. Andreas Sprenger, Prof. Dr. Hans-Jürgen Rumpf
Vortragend: Sophie Magritz
Abstract
11:30–13:00Raum 7
S51 · Symposium

Integrative Suchtbehandlung im Wandel: Realitäten, Hemmschwellen und Bruchstellen zwischen Peer Assistance, Intensive Case Management und KI-Innovationen

Vorsitz: Carolin Schürmann, Christian Lorenz

Versorgung und Versorgungsorganisation
Details · 4 Beiträge
Mittwoch, 23.09.202611:30–13:00Raum 7

Kurzbeschreibung

Die Versorgung von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Während klassische, stark segmentierte Behandlungsmodelle lange Zeit die Versorgung geprägt haben, rücken zunehmend integrative, patientenzentrierte und multiprofessionelle Ansätze in den Vordergrund. Diese Entwicklung trägt der hohen Komplexität von Suchterkrankungen Rechnung, die regelhaft mit psychischen, somatischen und sozialen Problemlagen verknüpft sind. Viele Betroffene und Angehörige bleiben lange kompensierend, Probleme werden spät sichtbar und oft unklar angesprochen. Dies erzeugt Therapieabbrüche, Versorgungslücken und hohe organisatorische Kosten. Das Symposium verknüpft praxisnahe Entwicklungen und Evaluationen aus Peer Assistance (Abstract 1), integrativer Suchttherapie (Abstract 2), Intensive Case Management (Abstract 3) und KI gestützten Reflexionsräumen (Abstract 4), um Handlungsbedarfe und Bruchstellen in der Versorgung von Menschen mit alkoholbezogenen Störungen zu identifizieren.

Beiträge

Empathie und Empowerment bei Alkoholabhängigkeit. Ein Peer Assistance Programm (PAP) hilft, Stigmatisierung im Umgang mit Betroffenen abzubauen. (ID 3040)
Carolin Schürmann
Vortragend: Carolin Schürmann
Abstract
Integrative Suchttherapie in der Praxis – Kontinuität, Beziehung und vernetzte Behandlung als Leitprinzipien (ID 3041)
Christian Lorenz , Carolin Schürmann
Vortragend: Christian Lorenz
Abstract
Behandlungslücken in komplexen Substanzkonsumstörungen: Evaluation des Intensive Case Management für Patienten begrenztem Behandlungserfolg. (ID 3043)
Johannes Senesi
Vortragend: Johannes Senesi
Abstract
KI-gestützter Reflexionsraum für Fachkräfte: Unterstützung schwieriger Gespräche im Suchtkontext (ID 3045)
Dolf Schäffel , Carolin Schürmann
Vortragend: Dolf Schäffel
Abstract
13:00–13:45
13:00–13:45
Rahmen

Lunch

13:45–15:156 parallele Angebote
13:45–15:15Raum 1
S52 · Symposium

Heinrich-Küfner-Gedenksymposium – Im Spannungsfeld zwischen guter Absicht und erzielter Wirkung

Vorsitz: Alfred Uhl, Martin Wallroth

Public Health und Prävention
Details · 4 Beiträge
Mittwoch, 23.09.202613:45–15:15Raum 1

Kurzbeschreibung

Prävention, Gesundheitsförderung und Suchthilfe verfolgen legitime und wichtige Ziele. Dennoch können gut gemeinte Maßnahmen auf problematischen Begründungen beruhen oder unbeabsichtigte Nebenwirkungen entfalten. Das Symposium beleuchtet dieses Spannungsfeld aus vier Perspektiven. Am Beispiel Stillen und Alkohol wird gezeigt, dass richtige Präventionsziele teils mit empirisch unzureichenden oder überzogenen Argumenten vertreten werden. Anschließend wird der Begriff der Teilhabe im Suchtbereich kritisch hinterfragt und gefragt, wie Unterstützung ohne Paternalismus gelingen kann. Ein weiterer Beitrag analysiert den Rückgang des Alkoholkonsums junger Menschen in Österreich und diskutiert, ob darin eine gesellschaftliche De-Normalisierung oder eher ein vielschichtiger Wandel ohne klare politische Steuerung zu sehen ist. Abschließend wird am Beispiel der Empfehlung zum Alkoholverzicht in der Schwangerschaft dargestellt, wie sinnvolle Botschaften zugleich Verunsicherung, Schuldgefühle oder Stigmatisierung auslösen können. Das Symposium lädt dazu ein, Prävention und Suchthilfe nicht nur nach ihren Zielen, sondern auch nach Evidenz, Verhältnismäßigkeit und unbeabsichtigten Folgen zu beurteilen.

Beiträge

Am Beispiel Stillen und Alkohol: falsche Argumente, um richtige Thesen zu stützen (ID 2822)
Alfred Uhl
Vortragend: Alfred Uhl
Abstract
Sucht als Herausforderung (auch) für den Begriff der Teilhabe (ID 2826)
Martin Wallroth
Vortragend: Martin Wallroth
Abstract
Symptom einer De-Normalisierung oder Zufallsprodukt: Alkoholabstinenz, Motive für Abstinenz und alkoholpolitische Einstellungen im Zeitverlauf in Österreich (ID 2845)
Julian Strizek
Vortragend: Julian Strizek
Abstract
Unbeabsichtigte Nebenwirkungen sinnvoller präventiver Botschaften: Forderung von Alkoholverzicht bei schwangeren Frauen (ID 2858)
Alexandra Puhm
Vortragend: Alexandra Puhm
Abstract
13:45–15:15Raum 2
S53 · Symposium

Problematische Nutzung sozialer Netzwerke und Online-Shopping: Mechanismen, Motivation und Interventionsansätze

Vorsitz: Annica Kessling

Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
Details · 5 Beiträge
Mittwoch, 23.09.202613:45–15:15Raum 2

Kurzbeschreibung

Das Symposium widmet sich zentralen Themenfeldern rund um problematische Onlineverhaltensweisen, insbesondere der Nutzung sozialer Netzwerke, des Online-Shoppings und der Computerspielstörung. Im Fokus stehen grundlegende psychologische Prozesse, die solche Verhaltensweisen begünstigen und aufrechterhalten können. Dazu zählen emotionale, kognitive und motivationale Faktoren ebenso wie übergreifende Mechanismen wie Impulsivität und Kompulsivität. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf theoretischen Modellen, die helfen, diese Prozesse zu verstehen und einzuordnen. Darauf aufbauend werden aktuelle Ansätze zur Prävention und Intervention diskutiert, die auf eine Veränderung problematischer Nutzungsmuster abzielen. Auch Fragen der Behandlungsmotivation sowie kognitive Trainingsansätze, etwa im Bereich des Arbeitsgedächtnisses, werden berücksichtigt. Insgesamt bietet das Symposium einen breit gefassten und verständlichen Überblick über zentrale Themen der Forschung zu problematischem Onlineverhalten und verbindet theoretische Perspektiven mit möglichen praktischen Anwendungen.

Beiträge

Kompulsive Mechanismen bei der problematischen Nutzung sozialer Netzwerke und der Kauf-Shoppingstörung (ID 2957)
Jana Theisejans, Lena Klein, Annica Kessling, Tobias A. Thomas, Sabine Steins-Loeber, Astrid Müller, Elisa Wegmann, Matthias Brand
Vortragend: Jana Theisejans
Abstract
Psychologische Faktoren problematischer SNS-Nutzung: Die Rolle von Depressivität, Metakognitionen und Nutzungserwartungen (ID 2931)
Patrick Dasberg, Annika Brandtner, Matthias Brand, Patrick Trotzke
Vortragend: Patrick Dasberg
Abstract
Online-Shoppingstörung: Von Störungsmechanismen zu möglichen Interventionen – Ansätze für die Praxis (ID 2859)
Patricia Schaar, Charlotte Arend, Anna M. Schmid, Sabine Steins-Loeber, Astrid Müller
Vortragend: Patricia Schaar
Abstract
Behandlungsmotivation bei problematischer Nutzung sozialer Netzwerke: Einflussfaktoren und Zusammenhänge (ID 2900)
Annica Kessling, Matthias Brand, Elisa Wegmann
Vortragend: Annica Kessling
Abstract
Trainingseffekte einer Arbeitsgedächtnisaufgabe bei Personen mit problematischer Nutzung sozialer Netzwerke und Computerspielstörung (ID 2892)
Lena Klein, Benjamin Boll, Lasse David Schmidt, Hans-Jürgen Rumpf, Matthias Brand, Elisa Wegmann
Vortragend: Lena Klein
Abstract
13:45–15:15Raum 3
S54 · Symposium

Das Münsterlinger Modell der Suchtbehandlung – Neue Wege in der Abhängigkeitsbehandlung

Vorsitz: Andrea Dobrin-Schippers, Stefan Zahs

Versorgung und Versorgungsorganisation
Details · 3 Beiträge
Mittwoch, 23.09.202613:45–15:15Raum 3

Kurzbeschreibung

Eine zeitgemässe Behandlung von Suchterkrankungen erfordert innovative und evidenzbasierte Ansätze, die über traditionelle Abstinenzparadigmen hinausgehen. Das Münsterlinger Modell der Suchtbehandlung (MM-S) stellt einen solchen Ansatz dar: Es basiert auf Recovery-Orientierung, Restriktionsfreiheit, Zieloffenheit sowie der integrativen Behandlung komorbider psychischer Störungen im stationären Setting. Auf kontrollierende Massnahmen wie geschlossene Türen, Urinkontrollen oder Sanktionen bei Substanzkonsum wird bewusst verzichtet. Stattdessen stehen eine vertrauensvolle, partizipative Zusammenarbeit und die individuelle Zieldefinition im Zentrum. Neben Abstinenz können auch Konsumreduktion, Schadensminderung oder kontrollierter Konsum therapeutische Ziele sein. Symptome der Suchterkrankung werden dabei nicht sanktioniert, sondern als Teil des Veränderungsprozesses verstanden. Das Symposium stellt das Münsterlinger Modell der Suchtbehandlung in drei Beiträgen vor: Zunächst werden die konzeptionellen Grundlagen einer modernen, zieloffenen Suchtbehandlung erläutert. Anschliessend erfolgt eine vertiefte Darstellung des Modells inklusive erster Ergebnisse einer Evaluation. Abschliessend veranschaulichen Fallbeispiele die praktische Umsetzung anhand konkreter Therapieverläufe, ergänzt durch Videobeiträge von Patientinnen und Patienten, die ihre Erfahrungen mit diesem Behandlungsansatz schildern.

Beiträge

Das Münsterlinger Modell im Klinikalltag - Erfahrungen und Evidenz aus dem therapeutischen Setting (ID 3083)
Agnieszka Goryczka, Susanne Stahmann
Vortragend: Susanne Stahmann
Abstract
Zwischen Verzicht und Verantwortung – Praxisgeschichten der Zieloffenen Suchtbehandlung (ID 3084)
Bea Heger
Vortragend: Bea Heger
Abstract
Das Münsterlinger Modell der Suchtbehandlung - Moderne, restriktionsfreie und zieloffene Arbeit in der Abhängigkeitsbehandlung (ID 2821)
Stefan Zahs, Andrea Dobrin-Schippers
Vortragend: Stefan Zahs
Abstract
13:45–15:15Raum 4
S55 · Symposium

Fetale Alkoholspektrumerkrankungen (FASD) bei Erwachsenen: Betroffenenperspektiven, Langzeitverläufe und Delinquenz

Vorsitz: Bernd Lenz, Lina Schwerg

Menschen, Gesellschaft und Teilhabe
Details · 4 Beiträge
Mittwoch, 23.09.202613:45–15:15Raum 4

Kurzbeschreibung

Fetale Alkoholspektrumerkrankungen (FASD) sind im Erwachsenenalter häufig mit komplexen Lebensverläufen verknüpft: Suchterkrankungen, Intelligenzminderungen und Delinquenz stellen erhebliche Versorgungsherausforderungen dar. Spezialisierte Langzeitdaten und Betroffenenstimmen fehlen im deutschen Fachdiskurs bislang weitgehend. Das Symposium vereint vier komplementäre Perspektiven. Gisela Michalowski und Dr. Gisela Bolbecher schildern als Vertreterinnen von FASD Deutschland und dem FASD Netzwerk Nordbayern, wie sich FASD im Alltag anfühlt und was wirksame Unterstützung wirklich bedeutet. Jessica Wagner (Berlin) berichtet anhand von Fallverläufen aus einer FASD-Ambulanz, wie sich Patient:innen mit komorbider Suchterkrankung über mehrere Jahre entwickeln und wie Stabilisierung gelingen kann. Dr. Björn Kruse (Berlin) beleuchtet Langzeitverläufe bei Personen mit FASD und Intelligenzminderung und zeigt die spezifischen diagnostischen und therapeutischen Herausforderungen dieser Gruppe auf. Dr. Henrike Schecke (Essen) präsentiert abschließend epidemiologische Befunde zum Zusammenhang zwischen FASD und Delinquenz sowie deren Implikationen für Forensik und Psychiatrie.

Beiträge

Mit FASD erwachsen werden – Erfahrungen, Herausforderungen und Wünsche aus Betroffenensicht (ID 3008)
Gisela Bolbecher, Gisela Michalowski
Vortragend: Gisela Bolbecher
Abstract
Wenn FASD auf Sucht trifft: Langzeitverläufe und Begleitung zur Stabilisierung (ID 2964)
Jessica Wagner
Vortragend: Jessica Wagner
Abstract
FASD und Intelligenzminderung: Langzeitverläufe und Versorgungsherausforderungen (ID 3033)
Björn Kruse
Vortragend: Björn Kruse
Abstract
Epidemiologie und Delinquenz bei FASD – Daten und Implikationen für die Versorgung (ID 2979)
Henrike Schecke, Agi jabby
Vortragend: Henrike Schecke
Abstract
13:45–15:15Raum 5
S56 · Symposium

Substanztrends, Drug Checking und Harm Reduction

Vorsitz: Maurice Cabanis, Jens Reimer

Substanzen
Details · 5 Beiträge
Mittwoch, 23.09.202613:45–15:15Raum 5

Kurzbeschreibung

Das Symposium beleuchtet aktuelle Entwicklungen im Drogenkonsum und Ansätze der Schadensminderung aus klinischer, epidemiologischer und versorgungsbezogener Perspektive. Miriam Mertins untersucht im ersten Beitrag Faktoren, die mit einem vorzeitigen Abbruch stationärer Entzugsbehandlungen verbunden sind und leitet daraus Ansatzpunkte für eine gezieltere Unterstützung in frühen Behandlungsphasen ab. Tim Hirschfeld befasst sich im zweiten Vortrag mit Drug Checking und Veränderungen auf dem illegalen Drogenmarkt. Die Ergebnisse aus Modellprojekten in Thüringen und Berlin zeigen, wie häufig analysierte Substanzen von den Erwartungen der Konsumierenden abweichen und in welchem Maß Drug-Checking-Befunde das Konsumverhalten beeinflussen können. Maurice Cabanis stellt im dritten Beitrag eine bundesweite Erhebung vor, in der der Konsum synthetischer Opioide wie Fentanyl und Nitazene sowie die damit verbundenen Überdosierungsrisiken erfragt wurden. Deniz Akaturna präsentiert im vierte Beitrag Daten zu polyvalentem Konsum in Österreich: Sie untersucht typische Muster des multiplen Substanzkonsums bei Menschen mit Kokainkonsum und deren Veränderungen. Im letzten Vortrag wurd durch Ayleen Berg das Kölner Hepatitis-C-Testprojekt vorgestellt, das schwer erreichbare Gruppen adressiert. Insgesamt verbindet das Symposium Monitoring, klinische Versorgung und Harm Reduction. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie neue Risiken früh erkannt und evidenzbasierte Angebote für besonders vulnerable Gruppen weiterentwickelt werden können.

Beiträge

Determinanten und Risikofaktoren vorzeitiger Behandlungsabbrüche im qualifizierten niedrigschwelligen stationären Drogenentzug (ID 2797)
Miriam Mertins
Vortragend: Miriam Mertins
Abstract
Drug-Checking-Modellprojekte in Thüringen und Berlin: Vergleichende Evaluation und Perspektiven für ein Frühwarn- und Monitoringsystem (ID 2945)
Tim Hirschfeld, Stefan Gutwinski, Heino Stöver, Felix Betzler, Tomislav Majić
Vortragend: Tim Hirschfeld
Abstract
Opioidkrise in Deutschland? Erkenntnisse aus einer bundesweiten Querschnittsbefragung in der deutschen Drogenszene. (ID 2959)
Jeanette Röhrig, Lorenz Sutter, Nicolas Witsch, Lena Rademacher, Maurice Cabanis
Vortragend: Maurice Cabanis
Abstract
Polyvalenter Kokainkonsum in Österreich: Bisher ungenutztes Datenpotenzial (ID 2946)
Deniz Akartuna, Martin Busch
Vortragend: Deniz Akartuna
Abstract
Das Hepatitis-C Testprojekt der Aidshilfe Köln e.V. (ID 2856)
Ayleen Berg
Vortragend: Ayleen Berg
Abstract
13:45–15:15Raum 6
S57 · Symposium

Multimodal MRI Insights into Functional, Structural, and Neurochemical Altera-tions in Substance Use Disorders

Vorsitz: Wolfgang Sommer, Justin Böhmer

Grundlagen, Mechanismen und Methoden
Details · 4 Beiträge
Mittwoch, 23.09.202613:45–15:15Raum 6

Kurzbeschreibung

Substance use disorders (SUDs) are a major preventable global health burden, yet the balance between shared and substance-specific neurobiological mechanisms remains unclear. This symposium integrates multimodal MRI findings across cannabis, opioid, nicotine, and alcohol dependence. Dr. Böhmer (Charité Berlin) presents resting-state fMRI and connectome-based predictive modeling identifying transdiagnostic connectivity networks predicting craving, replicated across datasets. Dr. N’krumah (ZI Mannheim) examines shared and substance-specific white matter microstructural alterations using advanced diffusion MRI, relating these to delay discounting and use severity. Prof. Ende (ZI Mannheim) investigates excitatory and inhibitory neurotransmitter dysregulation via magnetic resonance spectroscopy, focusing on altered E/I balance in reward circuits. Dr. Denier ( Uni Bern) presents diffusion tensor imaging and functional complexity metrics to characterize microstructural connectivity and neural dynamics in alcohol use disorder. Together, these contributions provide convergent, multilevel insights into common and distinct neural mechanisms underlying SUDs, informing biomarker development and precision psychiatry.

Beiträge

Connectome-based Prediction of Craving Across Substance Use Disorders: A Transdiagnostic Approach (ID 2851)
Justin Böhmer, Luisa-Felicitas Esch, Katharina Eidenmueller, Richard O. Nkrumah, Lea Wetzel, Pablo Reinhardt, Norman Zacharias, Georg Winterer, Patrick Bach, Rainer Spanagel, Gabriele Ende, Wolfgang H. Sommer, Henrik Walter
Vortragend: Justin Böhmer
Abstract
Shared and substance specific white matter alterations across opioid, cannabis, and nicotine dependence and their association with impulsive decision making (ID 2891)
Richard Nkrumah, Lea Wetzel, Justin Böhmer, Katharina Eidenmueller, Patrick Bach, Silvia De Santis, Henrik Walter , Wolfgang Sommer, Gabriele Ende
Vortragend: Richard Nkrumah
Abstract
Untersuchungen zur exzitatorisch/inhibitorischen Neurotransmitterbalance mittels Magnetresonanzspektroskopie in Personen mit Substanzgebrauchsstörungen (ID 3016)
Gabi Ende, Markus Sack, Benno Urban, Justin Böhmer, Katharina Eidenmüller, Richard Nkrumah, Lea Wetzel, Patrick Bach, Rainer Spanagel, Wolfgang Sommer, Wolfgang Sommer, Henrik Walter
Vortragend: Gabi Ende
Abstract
Komplexität neuronaler Signale im Nucleus accumbens – Multimodale Analyse von Dynamik, Mikrostruktur und Perfusion bei Alkoholabhängigkeit (ID 3042)
Niklaus Denier, Tobias Bracht, Leila Maria Soravia, Maria Stein, Franz Moggi, Andrea Federspiel, Roland Wiest, Matthias Grieder
Vortragend: Niklaus Denier
Abstract
15:15–15:20
15:15–15:20
Rahmen

Raumwechsel

15:20–15:30
15:20–15:30Raum 1
Rahmen

Kongress-Abschluss und Verabschiedung mit Verleihung der Posterpreise der DG-Sucht Nachwuchsgruppe

Meetings und Gremientermine

09:00–09:45
09:00–09:45
Meeting

Sitzung des Leitungsrates

11:00–12:00
11:00–12:00
Meeting

Pressekonferenz

12:15–13:30
12:15–13:30
Meeting

EUFAS General Assembly

15:30–16:30
15:30–16:30
Meeting

Mitgliederversammlung der DG-Sucht

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