Hamburg, 21. - 23. September 2026
Deutscher Suchtkongress 2026
Versorgen - Forschen - Teilhaben
Fortbildungspunkte
Die Veranstaltung wurde gemäß Fortbildungsordnung der PTK Hamburg mit 18 Fortbildungspunkten akkreditiert.
Bildungsurlaub
Der DSK 26 ist in Hamburg als Veranstaltung der beruflichen Weiterbildung anerkannt.
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Grußwort des Tagungspräsidiums
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kongressteilnehmende und Interessierte,
wir freuen uns sehr, Sie zum 18. Deutschen Suchtkongress in Hamburg begrüßen zu dürfen. Uns erwartet ein spannendes und vielseitiges Programm, zu dem viele von Ihnen beitragen werden!
Der Umgang mit Substanzkonsum, abhängigen Verhaltensweisen sowie deren Folgen zählen zu den großen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Neue Substanzen und Konsummuster entstehen, digitale Medien verändern sowohl unser Konsumverhalten als auch die Möglichkeiten von Prävention und Versorgung. Zugleich geben die ersten Evaluationsergebnisse zur Teillegalisierung von Cannabis Anlass zu einer intensiven fachlichen und gesellschaftlichen Diskussion. Die weiterhin alarmierend hohen Zahlen der Drogentoten führen uns vor Augen, dass wir für viele seit Langem bekannten Herausforderungen noch keine ausreichenden Antworten gefunden haben.
Mit dem diesjährigen Schwerpunkt "Versorgen – Forschen – Teilhaben" greift der Kongress diese Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven auf. Dabei verstehen wir Teilhabe nicht allein als ein Ziel der Versorgung, sondern auch als gesellschaftliche Aufgabe: Lebenskontexte und soziale Rahmenbedingungen sollten so gestaltet sein, dass Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen die Möglichkeit haben, sich als Teil dieser Gesellschaft zu erleben und erleben zu wollen.
Damit verbunden ist auch ein Perspektivwechsel in Forschung und Versorgung. Neben Risiken, Belastungen und Defiziten gilt es stärker auf Ressourcen, Selbstwirksamkeit, soziale Beziehungen und Recovery zu schauen. Es geht darum nachzufragen, was Menschen dabei unterstützt, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Dies beinhaltet ebenfalls die Offenheit, die Vielschichtigkeit von Behandlungszielen in der Versorgung zu akzeptieren und Räume dafür zu schaffen. Zugleich wissen wir, dass (Substanz-)Konsumstörungen nicht isoliert betrachtet werden können. Psychische und körperliche Folge- oder Begleiterkrankungen, soziale Lebensbedingungen und Fragen der Teilhabe sind eng miteinander verbunden. Dies erfordert eine ganzheitliche Versorgung, sich an die individuellen, aber auch an die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen anpasst – gerade in Zeiten knapper Ressourcen ist dies eine unerlässliche Aufgabe.
Eine solche Weiterentwicklung kann nur gemeinsam gelingen: Forschung braucht die Erfahrungen der Praxis und der Menschen mit eigener Suchterfahrung. Versorgung braucht wissenschaftliche Erkenntnisse und zugleich das Wissen um die individuellen Lebenswelten der Menschen, die unsere Angebote nutzen. Und auch politische Entscheidungen profitieren davon, wenn unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch kommen.
Deshalb legen wir in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt auf den Austausch auf Augenhöhe. Verschiedene Formate des Kongresses laden dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen – über die gehörten Beiträge, aktuelle und relevante politische Themen oder über Fragen, die Menschen mit Suchterfahrung, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie in Versorgung und Politik tätige Personen bewegen.
Wir freuen uns auf einen lebendigen Kongress mit vielen intensiven Begegnungen, neuen Perspektiven und anregenden Diskussionen – und wünschen Ihnen eine gute und bereichernde Zeit in Hamburg!
PD Dr. Angela Buchholz
Kongresspräsidentin
Vizepräsidentin dg sps
Dr. Gallus Bischof
Präsident dg sps
Prof. Dr. Eva Hoch
Präsidentin DG Sucht
Prof. Dr. Thomas Hillemacher
Präsident der DG Sucht