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Vorläufiges Programm

  1. Programm
  2. Programmübersicht
10:00 - 11:00
10:00 - 11:00
Kongressauftakt und Grußworte
11:00 - 11:45
11:00 - 11:45
Keynote 1
11:45 - 12:00
11:45 - 12:00
Raumwechsel
12:00 - 13:00
12:00 - 13:00
Podiumsdiskussion
12:00 - 13:00
12:00 - 13:00S28
Sucht bei Jugendlichen – Befunde aus GKV-Daten, aus der Behandlung und aus der Jugendhilfe
Vorsitz: Yulia Golub, Sören Kuitunen-Paul
Menschen, Gesellschaft und Teilhabe
S28
Mantelabstract
Dieses Symposium rückt Jugendliche mit Substanzkonsumstörungen (SUD) in den Mittelpunkt und beleuchtet deren besondere Entwicklungsphase aus vier Perspektiven. Zunächst werden auf Grundlage von Daten deutscher Krankenversicherungen Entwicklungen in der Häufigkeit verschiedener SUD-Diagnosen bei Jugendlichen im Zeitraum von 2013 bis 2024 dargestellt. Im zweiten Vortrag wird die Evaluation eines Therapieprogramm speziell für Jugendliche mit SUD (DELTA) vorgestellt. Ein weiterer Beitrag untersucht Zusammenhänge zwischen psychischer Belastung und Substanzkonsum bei Jugendlichen in stationärer Jugendhilfe und vergleicht geschlechtsspezifische Unterschiede im CANJuStop-Programm. Abschließend werden epigenetische Spuren des Cannabiskonsums im Jugendalter dargestellt. Damit vereint das Symposium epidemiologische, psychosoziale und biologische Perspektiven auf SUD im Jugendalter und liefert wichtige Impulse für eine altersgerechte Prävention und Intervention.
3001
3001
Trends in der diagnostischen Prävalenz von Substanzkonsumstörungen bei Jugendlichen: Analyse deutscher Krankenversicherungsdaten von 2013–2024
Lisa Dandolo, Evgenii Shvedovskii, Christian Bachmann, Jakob Holstiege, Falk Hoffmann, Yulia Golub
3054
3054
Evaluation der Dresdner Multimodalen Therapie für Jugendliche mit chronischem Suchtmittelkonsum (DELTA)
Sören Kuitunen-Paul, Lukas A. Basedow, Lisa Dandolo, Yulia Golub
2925
2925
Der Zusammenhang zwischen psychischer Belastung und Substanzkonsum von Jugendlichen in stationärer Jugendhilfe – Ein Vergleich zwischen weiblichen und männlichen Teilnehmenden des CANJuStop Programms
Sabrina Kunze, Krüger Leandra, Johanna, Harbs Julian, Schulz Anna-Lena, Paschke Kerstin, Thomasius Rainer, Arnaud Nicolas, Baldus Christiane
3011
3011
Epigenetische Spuren des Cannabiskonsums im Jugendalter: Biologische Konsequenzen und klinische Komorbiditäten
Tobias Grothe, Meret Asara Paululat, Yulia Golub
12:00 - 13:00
12:00 - 13:00S33
Cannabis und Verkehrssicherheit nach der Teillegalisierung – Experimentelle, translationale und epidemiologisch-toxikologische Perspektiven
Vorsitz: Maik Spreer, Michael N. Smolka
Substanzen
S33
Mantelabstract
Mit der Teillegalisierung von Cannabis und der Einführung des THC-Grenzwerts von 3,5 ng/ml im Jahr 2024 stellen sich neue Fragen: Wie wirkt Cannabiskonsum auf das Fahrverhalten – und was bedeutet die Gesetzesänderung für die Verkehrssicherheit? Das Symposium beleuchtet diese Fragen aus vier Perspektiven: Eröffnet wird mit ersten Ergebnissen der THCdriver-Studie, in der Fahrtüchtigkeit nach experimenteller Cannabis-Gabe in Realfahrt, Fahrsimulator und Kognitionstests untersucht wurde. Nachfolgend wird mithilfe toxikologischer Daten aus Verkehrskontrollen verschiedener Bundesländer der Frage nachgegangen, ob die Gesetzesänderung mit einer Zunahme der Verkehrsteilnehmenden von über 3,5 ng THC/ml Blutserum einherging. Ein weiterer Beitrag fokussiert die Diskrepanz zwischen subjektiver und objektiv gemessener Fahrtüchtigkeit unter THC und prüft, inwieweit Konsumierende ihre eigene Leistungsfähigkeit systematisch fehleinschätzen. Abschließend wird mit der Robot Factory, einem Go/No-Go-Paradigma aus der translationalen Suchtforschung, untersucht, inwiefern akute Cannabisintoxikation die Balance zwischen Pawlowscher Handlungsaktivierung und zielgerichteter Kontrolle verschiebt – ein poten…
3048
3048
Experimentelle Cannabis-Gabe in Realfahrt, Simulator und Kognitionstest: Erste Ergebnisse der THCdriver-Studie
Maik Spreer, Karl-Felix Schulz, Arvid Pietsch, Martina Gaiba, Michael N. Smolka
3151
3151
Auswirkung der Teillegalisierung von Cannabis auf die THC-Konzentration unter verdächtigen Verkehrsteilnehmenden
Jakob Manthey
3037
3037
Begrenzte Übereinstimmung zwischen subjektiver Fahrtüchtigkeit und objektiver Leistungsfähigkeit unter THC
Karl-Felix Schulz, Martina Gaiba, Peter Prager, Arvid Pietsch, Willi Hieke, Maik Spreer, Michael Smolka
2991
2991
Akute Cannabisintoxikation und Pawlowscher Kontrolle: Die Robot Factory als Verhaltensparadigma im THC Driver Projekt
Arvid Pietsch, Michael N. Smolka, Hao Chen, Willi Hieke, Karl Schulz, Martina Gaiba, Maik Spreer
12:00 - 13:00
12:00 - 13:00S44
Aktuelle Befunde zu Computerspielstörung, Soziale-Netzwerke-Nutzungsstörung, Pornografie-Nutzungsstörung und Compulsive Sexual Behavior Disorder bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Vorsitz: Lutz Wartberg, Klaus Wölfling
Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
S44
Mantelabstract
Verhaltenssüchte wurden erstmalig als eigenständige Diagnosen in die ICD-11 aufgenommen. Neben der ICD-11-Diagnose Computerspielstörung werden in der aktuellen Leitlinie „Diagnostik und Therapie von Internetnutzungsstörungen“ weitere problematische Verhaltensweisen wie Soziale-Netzwerke-Nutzungsstörung und Pornografie-Nutzungsstörung beschrieben. Nach vorliegenden empirischen Befunden sind diese Störungsbilder bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland weit verbreitet. In diesem Symposium werden längsschnittliche Zusammenhänge zwischen den Persönlichkeitsdimensionen der Big Five sowie Computerspielstörung und Soziale-Netzwerke-Nutzungsstörung vorgestellt. Weiterhin werden Befunde einer Validierung eines klinisch adaptiv-strukturierten Interviews zur Diagnostik der Sozialen-Netzwerke-Nutzungsstörung bei weiblichen Adoleszenten und jungen Frauen präsentiert. Außerdem werden empirische Zusammenhänge zwischen Sozialer-Netzwerke-Nutzungsstörung und parasozialen Beziehungen dargestellt. Zusätzlich werden klinische Charakteristika, Komorbidität und entwicklungsbezogene Aspekte von Pornografie-Nutzungsstörung und Compulsive Sexual Behavior Disorder im jungen Erwachsenenalter b…
3076
3076
Problematische Nutzung von Computerspielen und sozialen Medien: Längsschnittliche Zusammenhänge zu den Persönlichkeitsdimensionen der Big Five
Lutz Wartberg
3055
3055
Pilotvalidierung einer klinisch adaptiv-strukturierten Interview-Diagnostik der Sozialen-Netzwerke-Nutzungsstörung bei weiblichen Adoleszenten und jungen Frauen - AICA-SKI:IBS.net
Kai Müller
2995
2995
Compulsive Sexual Behavior Disorder und Pornografienutzungsstörung: Klinische Charakteristika, Komorbidität und entwicklungsbezogene Aspekte im jungen Erwachsenenalter
Klaus Wölfling
2877
2877
Problematische Social Media-Nutzung und parasoziale Beziehungen: Beziehungsfunktionen und Implikationen für die Suchtprävention
Diana Pistoll, Johanna Degen, Sonja Bröning
12:00 - 13:00
12:00 - 13:00S51
Substi-Monday live: Opiatsubstitution - Ein Einblick in die Versorgungspraxis
Vorsitz: Nina Krec-Hautmann, Elisabeth Müller
Versorgung und Versorgungsorganisation
S51
Mantelabstract
Die Versorgungssituation in Bezug auf die Opiatsubstitution in Deutschland ist angespannt. Immer mehr substituierende Ärzte*innen gehen in den Ruhestand, doch der Nachwuchs fehlt. Mit diesem Praxissymposium möchten wir Einblicke in den Praxisalltag der Opiatsubstitution bieten, Unsicherheiten abbauen, Fragen beantworten und Lust aufs Substituieren wecken. Im Substitutionsalltag läuft nicht immer alles reibungslos. Daher stehen im Mittelpunkt dieser interaktiven Veranstaltung auch Ihre eigenen Erfahrungen aus der Praxis. Sie als Teilnehmende sind eingeladen, komplexe Behandlungsverläufe, herausfordernde Entscheidungen, unerwartete Ereignisse aber auch strukturelle oder rechtliche Fragestellungen, die Sie im Substitutionsalltag beschäftigen, einzubringen. Ziel ist es, aus herausfordernden Situationen gemeinsam zu lernen und konkrete Impulse für die eigene Praxis mitzunehmen. Es erwartet Sie ein offener, kollegialer Austausch, bei dem Ihre Anliegen und Erfahrungen den Ausgangspunkt bilden.
3044
3044
Opiatsubstitution in der Praxis - Eine Falldiskussion
Elisabeth Müller
3049
3049
Opiatsubstitution – Versorgungslage in Deutschland
Elisabeth Müller
3052
3052
Begleitende Psychotherapie in der Opiatsubstitution
Nina Krec-Hautmann
12:00 - 13:00
12:00 - 13:00S53
Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol: Ein Paradigmenwechsel zwischen Theorie und Praxis
Vorsitz: Peter Raiser
Public Health und Prävention
S53
Mantelabstract
Die empirische Evidenz stellt klassische Trinkmengenempfehlungen auf Basis von Grenzwerten für Risikoklassen grundlegend in Frage und fordern eine Neubewertung präventiver Ansätze. Dieses Symposium beleuchtet den damit verbundenen Paradigmenwechsel aus vier Perspektiven. Den Ausgangspunkt bildet die wissenschaftliche Evidenz, auf deren Grundlage präventive Maßnahmen diskutiert werden – einschließlich der kritischen Frage, was Grenzwerte im Licht aktueller Forschung noch leisten können. Darauf aufbauend wird beleuchtet, wie zivilgesellschaftliche Akteure und NGOs den Diskurs mitgestalten und Suchtpolitik beeinflussen. Abschließend werden kommunikative Strategien vorgestellt, die dem Risiko der Reaktanz begegnen: Positiv rahmende Botschaften können helfen, den Paradigmenwechsel verständlich und alltagsnah zu vermitteln. Das Symposium verbindet so empirische Grundlagen mit politischen und praktischen Handlungsfeldern.
3087
3087
Wie viel ist zu viel? Möglichkeiten und Grenzen evidenzbasierter Konsumempfehlungen
Florian Rehbein, Hans-Jürgen Rumpf, Ulrich John, Helmut Seitz, Norbert Scherbaum, Ursula Havemann-Reinecke, Tobias Hayer
3021
3021
Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol: Empirische Evidenz und praktische Konsequenzen
Hans-Jürgen Rumpf
2989
2989
Einfluss von Zivilgesellschaft und Bündnissen auf die aktuelle Alkoholpolitik
Christina Rummel
2988
2988
Vom Risiko zum Mehrwert: Positive Rahmung als Strategie der Wissenschaftskommunikation zu Alkohol
Christine Kreider
13:00 - 14:00
13:00 - 14:00
Lunch
14:00 - 15:30
14:00 - 15:30PoS1
Poster-Spotlight-Session: Grundlagen, Mechanismen, Craving und Diagnostik
PoS1
3046
3046
Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse der Wirkungen und unerwünschten Ereignisse von Cannabidiol beim Menschen
Friedrich-Dimitar Krepiev, Ulrich Preuss, Gabriele Koller, Eva Hoch
3003
3003
Interaktion von Gewohnheiten, zielgerichteter Kontrolle und Inhibition in Patienten mit Alkoholgebrauchsstörung
Johannes Steffen, Ben J. Wagner, Stefan Kiebel, Michael N. Smolka
3057
3057
Faktorenstruktur des Beck Depression Inventory II (BDI-II) bei Jugendlichen mit Substanzkonsumstörungen
Sören Kuitunen-Paul, Elisabeth Hennig, Yulia Golub, Katja Schöneich, Veit Roessner
3010
3010
DNA-Methylierungsanalysen zur Aufdeckung geteilter molekularer Pfade von Substanzkonsum und psychischen Komorbiditäten bei Jugendlichen
Tobias Grothe, Yulia Golub
3009
3009
Untersuchung des Potentials des dualen Orexin-Rezeptor-Antagonisten Daridorexant zur Behandlung alkoholbezogener Störungen. Studienprotokoll zur randomisierten, placebokontrollierten, klinischen Bildgebungsstudie IDREAM
Marlen Pfisterer
2987
2987
Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Symptomschwere und physiologischer Stressreaktion in Betroffenen mit einer Glücksspielabhängigkeit
Joris Bleich, Luis Weyhausen, Sophie Köhne, Svenja Helms, Sandra Egbers, Alexander Glahn, Phileas Proskynitopoulos
2986
2986
Craving nach Stress: Entwicklung und Validierung des Stress Seeking Questionnaire und des Stress Addiction Inventory
Julia Kähler, Marcus Roth, Gabriel Olaru, Inken Höller
2927
2927
Untersuchung komplexer Geschlechtsunterschiede in Verstärkungsprozessen internetbezogener Verhaltenssüchte
Faye Béatrice Véronique Oueslati, Silke M. Müller, Verena Vogel, Sabine Steins-Loeber, Elisa Wegmann, Nicole Krämer
2893
2893
Emotionsregulation, Inhibitionskontrolle und emotionale Arbeitsgedächtnisleistung als Prädiktoren für problematische Soziale-Netzwerke-Nutzung
Raphael Mergehenn, Lena Klein, Elisa Wegmann, Matthias Brand
2914
2914
VR-CRAVE: Experimentelle Induktion und Modulation cannabisbezogenen Cravings in virtueller Realität
Mathias Luderer, Lilly Peters, Andreas Reif
2798
2798
Partydrug-related Affectivity – Die PRAY Studie
Dr. Lukas Andreas Basedow
2804
2804
Adaption und Validierung eines Fragebogens zur Risikokompetenz (RIKO) für die Zielgruppe Studierender
Marlene Muehlmann, Samuel Tomczyk
14:00 - 15:30
14:00 - 15:30S07
Substanz- und Verhaltenssucht im Dialog: Fortschritte in Mechanismen und Interventionen
Vorsitz: Tobias A. Thomas, Annika Rosenthal
Grundlagen, Mechanismen und Methoden
S07
Mantelabstract
Anders als bei substanzgebundenen Störungen, die traditionell fest in Klassifikationssystemen verankert und vergleichsweise gut untersucht sind, bestehen insbesondere bei Verhaltenssüchten noch Forschungslücken in Bezug auf zugrundeliegende Mechanismen und Therapieansätze. Bisherige vergleichende Forschung weist auf Ähnlichkeiten in den zugrundeliegenden Mechanismen zwischen substanzgebundenen Störungen und Verhaltenssüchten hin. Die Forschung beschreibt u. a. ähnliche Involvierung neuronaler Strukturen bei Suchtentstehung und -aufrechterhaltung. Passend dazu beleuchtet A. Lichte veränderte kortiko-striatale Konnektivität auf Gamingreize bei der Computerspielstörung. T. Thomas untersucht Aufmerksamkeitsverzerrungen auf konditionierte Stimuli im Kontext problematischen Computerspiel- und Shoppingverhaltens. Auf Mechanismenebene wird auf Seiten der substanzbezogenen Störungen durch S. Krasniqi die Rolle chronischen Stresses und des Pavlovian-to-instrumental Transfer Effekts bei der Alkoholkonsumstörung vorgestellt. In der Behandlung von Verhaltens- und substanzgebundenen Süchten werden innovative achtsamkeitsbasierte und Neuromodulationsinterventionen vorgestellt. A. Rosenthal betra…
2888
2888
Veränderte kortiko-striatale Konnektivität auf Gaming-Reize bei riskantem und pathologischem Computerspielverhalten
Aron Lichte, Kjell Büsche, Lukas Mallon, Martin Diers, Oliver T. Wolf, Matthias Brand, Stephanie Antons
2807
2807
Aufmerksamkeitsbias auf konditionierte Stimuli bei riskantem Shopping- und Gamingverhalten? Eine Eyetracking-Untersuchung
Tobias A. Thomas, Anna M. Schmid, Matthias Brand, Sabine Steins-Löber, Astrid Müller
2980
2980
Chronischer Stress und der Pawlowsch-Instrumentelle Transfereffekt in Alkoholkonsumstörung
Samanda Krasniqi, Maren Born, Louis Thill, Hao Chen, Maria Garbusow, Andreas Heinz, Michael N. Smolka, Eva Friedel
2982
2982
Achtsamkeit und Neuromodulation in der Behandlung von Alkoholkonsumstörung
Annika Rosenthal, Björn Apfel, Surjo Soekadar, Nina Romanczuk-Seiferth, Anne Beck
2839
2839
Achtsamkeit in der Behandlung der Soziale-Netzwerke-Nutzungsstörung: Ergebnisse einer randomisiert-kontrollierten Machbarkeitsstudie
Sarah Ly Brinkmann, Annabelle Christ, Franziska Langrebe, Johannes Caspar Fendel
14:00 - 15:30
14:00 - 15:30S11
Alkoholkonsum und Prävention: Empirische Perspektiven auf Konsumtrends, Wissen in der Bevölkerung sowie Fortbildung von Fachkräften
Vorsitz: Tobias Schwarz
Public Health und Prävention
S11
Mantelabstract
Das Symposium verbindet epidemiologische Daten zum Alkoholkonsum in Deutschland mit Fragen der gesellschaftlichen Wahrnehmung und der praktischen Prävention. Die Daten stammen aus Projekten, die aktuell durch das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) gefördert werden bzw. wurden sowie aus der BIÖG-Drogenaffinitätsstudie. Zunächst werden aktuelle Trends und Veränderungen im Konsumverhalten junger Menschen erläutert. Darauf aufbauend werden empirische Befunde zu verbreiteten Mythen und Fehlvorstellungen in der Bevölkerung dargestellt. Abschließend wird am Beispiel der Beratung Schwangerer untersucht, wie ein digitales Fortbildungsformat Fachkräfte effektiv qualifizieren kann.
2954
2954
Verbreitung und Veränderung des Alkoholkonsums unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland: Ergebnisse der Drogenaffinitätsstudie
Boris Orth, Anika Nitzsche
2837
2837
Mythen über Alkohol. Erste Ergebnisse einer empirischen Erhebung von alkoholbezogenen (Falsch)Auffassungen in der Bevölkerung.
Moritz Rosenkranz, Bernd Schulte, Nell Hillie, Christian Schütze
2878
2878
Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ansprechen: Chancen und Grenzen digitaler Fortbildungen für Fachkräfte
Annette Binder, Matthias Burke, Theresa Kimmel, Isabel Brandhorst, Anil Batra
14:00 - 15:30
14:00 - 15:30S22
Innovative Methoden in der suchtmedizinischen Akut -Versorgung
Vorsitz: Bertram Schneeweiß, Andreas Hamel
Versorgung und Versorgungsorganisation
S22
Mantelabstract
Das Symposium stellt sich der Aufgabe, wie innovative wissenschaftliche Erkenntnisse in der Versorgung auf Dauer den Patienten zu Gute kommen können. Ziel des Praxissymposiums ist es die Organisation, Durchführung und Versorgungspraxis anhand einer offen geführten Station zur stationären und teilstationären qualifizierten suchtmedizinischen Entzugsbehandlung darzustellen. Im Fokus ist der Transfer in die Standardpraxis einer regionalen Versorgungsklinik. Thema 1: Struktur der stationären und teilstationären qualifizierten Entzugsbehandlung auf einer durchgehend offenen Station. Vorstellung des Stationskonzeptes einer offen geführten Station zur qualifizierten Entzugsbehandlung. (u.a. Niederschwelligkeit, tagklinische Versorgung, Nahtlosverfahren, Selbsthilfegruppen, Schulung in Motivational- Interviewing, manualorientierte psychotherapeutisch geleitete Suchtgruppen) Thema 2: Medizinische und pharmakotherapeutische Versorgung: Hamburger Alkoholentzugs-Skala (HAES) und des Krampfschutzes unter Levetiracetam während der stationären und teilstationären qualifizierten Entzugsbehandlung Thema 3: Die Implementierung und Einbindung in die multiprofessionelle Therapie einer standardisierte…
3080
3080
Struktur einer offen geführten Station der stationären und teilstationären qualifizierten Entzugsbehandlung
Michaela Mergler, Dominika Andryszczak-Bury, Fatma Aydin-Isitan, Bertram Schneeweiß
3071
3071
Medizinische und pharmakotherapeutische Versorgung: Überwachung mittels der Hamburger Alkoholentzugs-Skala (HAES) und Gabe von Levetiracetam als Schutz vor einem Alkoholentzugsanfall während der stationären qualifizierten Alkohol-Entzugsbehandlung
Michaela Mergler, Andreas Hamel
3069
3069
Implementierung und Anwendung einer psychotherapeutischen Rückfallanalyse als Standard im multiprofessionellen Team während stationärer/ teilstationärer qualifizierten Entgiftungsbehandlung (SQE)
Michaela Mergler
3035
3035
ADHS-Diagnostik während der Entzugsbehandlung
Dr. Bertram Schneeweiss, Dr. rer. nat. Michaela Mergler
14:00 - 15:30
14:00 - 15:30S26
EUFAS-Symposium:
Cocaine and cannabis: Europe’s New “Big Cs”
Vorsitz: Benjamin Rolland, Eva Hoch
Substanzen
S26
Mantelabstract
Patterns of substance use in Europe are changing, with cannabis and cocaine emerging as most frequently used controlled/ illegal substances . Increasing cannabis use is driven by changing legal frameworks, higher potency products, and shifting perceptions that may underestimate harms. Cocaine and crack cocaine use continue to pose severe psychiatric, medical, and social consequences. Together, these substances represent Europe’s new “big Cs.” This symposium provides an integrated overview of recent developments in cannabis and cocaine use and their implications for mental health and addiction care. It examines epidemiological trends and associations with psychosis, mood disorders, cognitive impairment, and increased service demand. Neuroscientific perspectives on compulsive cocaine use highlight brain mechanisms underlying persistent consumption despite negative consequences. Current treatment approaches in the EU are reviewed for cannabis use disorder, alongside unmet clinical needs. Finally, the controversial question of cannabis as a potential treatment for addiction is critically assessed. The symposium aims to support evidence-based clinical practice.
3073
3073
The development of cannabis and cocaine use in Europe, implications for mental health
Jörgen G. Bramness
3047
3047
Neuroscientific Insights into Maladaptive Behaviour to Improve Treatment for Cocaine and Crack-Cocaine Addiction
Karen Ersche
3061
3061
Treatment of Cannabis Use Disorder and Treatment Responses in the EU
Eva Hoch, Monika Murawski, Marica Ferri, Daniel Feingold
3085
3085
Are cannabis-based medications effective for treating addictions?
Benjamin Rolland
14:00 - 15:30
14:00 - 15:30S34
Neue digitale Nutzungstrends, neue Risiken? – Problematische Mediennutzung bei jungen Menschen verstehen und behandeln
Vorsitz: Kerstin Paschke, Klaus Wölfling
Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
S34
Mantelabstract
Die digitale Lebenswelt von jungen Menschen ist hochdynamisch. Neue Nutzungstrends gehen mit vermehrten Risiken für die psychische Gesundheit einher. Dies muss Berücksichtigung in der Versorgung finden. Fünf Vorträge beschäftigen sich mit dem Verstehen und der Behandlung problematischer Mediennutzungsmuster. Der erste Vortrag (Nele Schlichter, M.Sc.) stellt die Ergebnisse einer repräsentativen Studie zur Erfassung emotionaler Bindungsmuster zu KI-Chatbots und deren Assoziationen mit psychischen Gesundheitsparametern bei Kindern und Jugendlichen dar. Prävalenzen und Inzidenzen der Computerspielstörung bei Adoleszenten werden über einen Zeitraum von sechs Jahren auf Basis repräsentativer Daten im zweiten Vortrag berichtet (Katharina Busch, M.Sc.). Der dritte Vortrag (Jan-Ole Cloes, M.Sc.) setzt sich mit dem Zusammenhang von Depression und problematischem Online-Video-Streaming auseinander. Transdiagnostische sowie störungsspezifische Unterschiede in Suchtschwere und psychischen Korrelaten bei Jungerwachsenen mit verhaltensbezogenen vs. stoffgebundenen Süchten stehen im Fokus des vierten Vortrags im Rahmen einer versorgungsforschungsbasierten Vergleichsstudie (Dr. Klaus Wölfling). De…
2902
2902
Inzidenz und Persistenz der Computerspielstörung bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Ergebnisse einer repräsentativen längsschnittlichen Befragung über sechs Jahre
Katharina Busch, Hanna Wiedemann, Kerstin Paschke, Lisa Klamert
2996
2996
Transdiagnostische und störungsspezifische Merkmale bei substanzgebundenen und verhaltensbezogenen Abhängigkeiten - Eine klinische Vergleichsstudie bei jungen Erwachsenen
Klaus Wölfling
3024
3024
Adoleszente mit problematischem Medienkonsum und ihre Eltern im digitalen und analogen Raum stärken: Machbarkeit und erste Wirksamkeit von Res@t
Kerstin Paschke, Nicolas Arnaud, Antonia Zapf, Susanne Lezius, Katharina Busch, Jan-Ole Cloes, Olaf Reis, Alexander Prehn-Kristensen, Rainer Thomasius
2876
2876
Generative KI-Chatbots: Nutzungsmuster, emotionale Bindungen und Assoziationen mit psychischer Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen
Nele Schlichter, Hanna Wiedemann, Kerstin Paschke
2840
2840
Zusammenhang von problematischem Video-Streaming und depressiven Symptomen im Kindes- und Jugendalter
Jan-Ole Cloes, Lisa Klamert, Kerstin Paschke
14:00 - 15:30
14:00 - 15:30S47
Der Deutsche Kerndatensatz (KDS): Entwicklungen, Neuerungen und Chancen
Vorsitz: Peter Raiser, Larissa Schwarzkopf
Versorgung und Versorgungsorganisation
S47
Mantelabstract
Der Deutsche Kerndatensatz (KDS) stellt den zentralen Standard für die bundesweit einheitliche Dokumentation in ambulanten und stationären Suchthilfeeinrichtungen dar. Er ermöglicht die systematische Erfassung von Versorgungsstrukturen, Merkmalen der betreuten bzw. behandelten Klientel und erbrachten Leistungen in der Suchthilfe. Die mit dem KDS erhobenen Daten fließen jährlich in die Deutsche Suchthilfestatistik (DSHS), eine der umfangreichsten Statistiken im Gesundheits- und Sozialwesen, ein. Nach zehnjähriger Laufzeit wurde der aktuell gültige KDS 3.0 in einem mehrjährigen partizipativen Prozess überarbeitet und an aktuelle Entwicklungen angepasst. Das Symposium nimmt dies zum Anlass, die Bedeutung des KDS für Forschung und Praxis zu beleuchten. Im Fokus stehen zum einen zentrale Entwicklungen in der Suchthilfe seit Einführung des KDS 3.0 und zum anderen zentrale Anwendungs- und Nutzungsmöglichkeiten des KDS. Abschließend werden die Neuerungen des KDS 4.0 vorgestellt sowie Perspektiven und Potenziale der zukünftigen Dokumentation und Datennutzung aufgezeigt.
2918
2918
10 Jahre KDS 3.0: Entwicklungen in der ambulanten und stationären Suchthilfe
Hanna Dauber, Carlotta Riemerschmid, Eva Hoch, Larissa Schwarzkopf
3031
3031
Crack vs. (Pulver) Kokain in der ambulanten Suchthilfe. Ein praktisches Anwendungsbeispiel zu den Möglichkeiten des KDS
Carlotta Riemerschmid, Hanna Dauber, Eva Hoch, Larissa Schwarzkopf
2963
2963
Anwendung des KDS in stationären Einrichtungen für Abhängigkeitserkrankte – Umgang mit Basisdokumentation und Katamnese in Mitgliedseinrichtungen des FVS+
Rudolf Bachmeier
2998
2998
Der KDS 4.0: Neuerungen, Perspektiven und Chancen der Dokumentation in der Suchthilfe
Iris Otto
15:30 - 16:15
15:30 - 16:15
Kaffeepause
16:15 - 17:00
16:15 - 17:00
Keynote 2
17:00 - 17:15
17:00 - 17:15
Raumwechsel
17:15 - 18:45
17:15 - 18:45S56
Mechanismen, Verhaltenssüchte und zielgruppenspezifische Interventionen
Vorsitz: t.b.a.
Grundlagen, Mechanismen und Methoden
S56
2993
2993
Pawlowsche Kontrolle bei Alkoholgebrauchsstörung: Die Robot Factory als Go/No-Go-Paradigma
Arvid Pietsch, Hao Chen, Willi Hieke, Johannes Petzold, Michael N. Smolka
2950
2950
Ab wann wird Glücksspiel riskant? Evidenzbasierte Extraktion von Schwellenwerten risikoärmerer Glücksspielbeteiligung in der deutschen Bevölkerung - Ergebnisse einer Onlinebefragung
Tim Bastian Brosowski, Tobias Hayer
2860
2860
FriDA: Frühintervention bei Drogenmissbrauch in der Adoleszenz. Ein Update
Gantner Andreas
2789
2789
Der Zusammenhang zwischen Ultra-Processed Food Addiction und gewichtsbezogener Lebensqualität nach Adipositaschirurgie
Alina Bader, Astrid Müller
2759
2759
Cannabisabhängigkeit im Gruppensetting behandeln – Ein neues Manual mit praxisbewährten Tools
Daniela Engleder-Öhler
17:15 - 18:45
17:15 - 18:45S10
Dimensionen der Stigmatisierung
Vorsitz: Anja Bischof, Gallus Bischof
Menschen, Gesellschaft und Teilhabe
S10
Mantelabstract
Stigmatisierung von Suchterkrankungen führt zu gesellschaftlicher Ausgrenzung, verhindert den Zugang zu Therapie und Beratung und führt zu schlechteren Outcomes in der Behandlung. Das Symposium beschäftigt sich mit verschiedenen Dimensionen von Stigmatisierung von Suchterkrankungen. In einem ersten Vortrag werden die Einflüsse von traumatischen Erlebnissen in der Kindheit auf das spätere Stigmatisierungserleben dargestellt. Der zweite Vortrag beschäftigt sich mit der Stigmatisierung von Angehörigen von Suchtkranken, die eine doppelte Stigmatisierung erfahren: einerseits die der Suchtkranken, andererseits durch pathologisierende Konzepte wie die Co-Abhängigkeit. Weiterhin wird im Symposium Stigmatisierung von Suchterkrankungen bei Medizinstudierenden thematisiert: zwei Vorträge beschäftigen sich mit problematischen Einstellungen bei angehenden Ärzten und Ärztinnen sowie mit einer Intervention, die Stigmatisierung bei Studierenden reduziert - und damit eine Verbesserung in der Versorgung von suchtkranken Menschen anvisiert.
2917
2917
Der lange Schatten der Kindheit: Wie frühe Traumatisierung das Stigmatisierungserleben der Sucht beeinflusst
Mathias Luderer, Franca Burger, Dorothea Stockreiter, Laura Müller, Andreas Reif
2852
2852
Wirksamkeit eines Curriculums zur Reduktion stigmatisierender Einstellungen in Bezug auf Alkoholkonsumstörungen bei Medizinstudierenden
Gallus Bischof, Anja Bischof, Christian Sander, Sven Speerforck, Georg Schomerus, Hans-Jürgen Rumpf
2847
2847
Stigmatisierung von Angehörigen
Anja Bischof, Gallus Bischof, Hans-Jürgen Rumpf
3060
3060
Alkoholabhängigkeit: Stigmatisierungspotenzial und Behandlungsbereitschaft bei Medizinstudierenden an zwei deutschen Universitäten
Sven Speerforck, Christian Sander, Anya Leonhard, Gallus Bischof, Anja Bischof, Hans-Jürgen Rumpf, Georg Schomerus
17:15 - 18:45
17:15 - 18:45S14
Die Architektur von Verhaltenssüchten: Mehrschichtige Erklärungsansätze zum Zusammenwirken von Reizverarbeitung, Inhibitionskontrolle und biologischer Vulnerabilität
Vorsitz: Annika Brandtner, Kjell Büsche
Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
S14
Mantelabstract
Substanzungebundene Konsumstörungen wie die Computerspielstörung oder problematische Pornographienutzung entstehen durch die Interaktion psychologischer, neurobiologischer und physiologischer Mechanismen. Das I-PACE-Modell beschreibt dieses Zusammenspiel als Wechselwirkung affektiver, kognitiver und exekutiver Prozesse, die zur Aufrechterhaltung problematischer Verhaltensmuster führen. Häufiger Schwerpunkt wissenschaftlicher Untersuchungen ist ein sich entwickelndes Ungleichgewicht zwischen der Unterdrückung impulsiver Verhaltensweisen sowie der Reaktivität gegenüber salienten Belohnungsreizen. Obgleich diese Annahme als anerkanntes Theoriefundament für die Herleitung zahlreicher Studien dient, ist die Evidenzlage im Bereich der substanzungebundenen Konsumstörungen an vielen Stellen heterogen. Dieses Symposium fokussiert einige Facetten, die zu dieser heterogenen Befundlage beitragen könnten. So werden insbesondere die Abgrenzung zwischen einer generellen und einer reiz-spezifischen Inhibitionskontrolle sowie die Unterscheidung zwischen der neuralen Verarbeitung distaler und proximaler Belohnungsreize in Bildgebungsstudien diskutiert. Weiterhin werden Craving-Dynamiken sowie die M…
2960
2960
Die Ausprägung von Steroidhormonen bei spezifischen Internetnutzungsstörungen
Tom Malte Burkardt, Rudolf Stark, Tobias Stalder, Oliver T Wolf, Tim Klucken, Matthias Brand, Silke Maria Müller
2955
2955
Reizreaktivität bei Gaming- und Pornographienutzungsstörung: Neurale Korrelate distaler und proximaler Reize
Noah Plotz, Stephanie Antons, Matthias Brand, Martin Diers, Oliver T. Wolf, Rudolf Stark, Kjell Büsche, Aron Lichte, Lukas Mallon
2930
2930
Zeitliche Dynamiken von Craving im Kontext problematischer Internetnutzung
Annika Brandtner, Bizu Haus, Silke M. Müller, Andreas Oelker, Stephanie Antons, Martin Diers, Matthias Brand
2846
2846
Stimulus-spezifische und generelle Inhibitionskontrolle bei Computerspielstörung und problematischer Pornographienutzung
Kjell Büsche, Lukas Mallon, Martin Diers, Oliver T. Wolf, Matthias Brand, Stephanie Antons
17:15 - 18:45
17:15 - 18:45S20
Niedrigschwellige Glücksspielhilfe: Wege in die Versorgung erleichtern
Vorsitz: Larissa Schwarzkopf, Anne Maiwald
Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
S20
Mantelabstract
Um Menschen mit Glücksspielproblemen möglichst gut versorgen zu können, ist eine niedrigschwellige Gestaltung von Hilfsangeboten wichtig. Das bedeutet insbesondere, strukturelle, soziale und individuelle Hürden zu erkennen und abzubauen, um besonders vulnerablen oder marginalisierten Gruppen den Zugang zu Hilfsangeboten zu erleichtern. Das Symposium umfasst Vorträge von verschiedenen Beteiligten der Landestelle für Glücksspielsucht in Bayern (LSG), in denen unterschiedliche Aspekte der niedrigschwelligen Gestaltung von Hilfsangeboten vorgestellt werden. Dabei werden die folgenden Themen beleuchtet: Die Identifikation von Faktoren, die den Zugang zu Hilfsangeboten für verschiedene Personengruppen erschweren oder erleichtern, das Vernetzungspotential von Selbsthilfe und professioneller Suchthilfe sowie App-basierte Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen, die ihr Spielverhalten verändern möchten. Nach jedem Vortrag wird Raum für Diskussion und fachlichen Austausch geboten.
2897
2897
Barrieren senken, Glücksspielverhalten reflektieren – Ergebnisse einer Online-Befragung von Fachkräften der Sucht- und Eingliederungshilfe
Andrey Manrique, Markus Pacher, Sabine Härtl, Sarah Frühauf
2932
2932
Die App PlayOff – niedrigschwellige Hilfe bei Glücksspielproblemen
Konrad Landgraf, Andreas Bickl, Lilith Flagner, Eva Hoch, Larissa Schwarzkopf
2984
2984
Glücksspielbezogene Beratung: Barrieren und Entwicklungsperspektiven aus Sicht der Nutzenden
Bianca Pitzschel, Nikolas Menzel, Lilith Flagner, Larissa Schwarzkopf
2833
2833
Gemeinsam mehr erreichen: Vernetzung von glücksspielbezogener Selbsthilfe und professioneller Suchthilfe
Anne Maiwald, Larissa Schwarzkopf, Pauline Walz
17:15 - 18:45
17:15 - 18:45S27
EUFAS-Symposium:
Reduction of alcohol use in Europe – the necessity for new treatment goals
Vorsitz: Jorgen Bramness, Angela Buchholz
Substanzen
S27
Mantelabstract
Alcohol consumption and alcohol use disorder (AUD) remain major public health challenges in Europe, contributing significantly to morbidity, premature mortality, and societal costs. Despite this burden, treatment coverage remains low, as many individuals do not enter or remain in care, partly due to the predominance of abstinence-only treatment models that may not align with patient needs or clinical reality. This symposium proposes a shift toward alcohol reduction as a clinically meaningful, evidence-based, and patient-centered treatment goal. First, epidemiological data on alcohol use and AUD in Europe will be presented, highlighting the scale of the problem. Then emerging regulatory and clinical perspectives - including FDA and EMA positions - will be discussed, recognizing reduction as a valid outcome even in severe AUD. Further, the role of biological markers in monitoring consumption, detecting relapse, and personalizing treatment will be addressed. Finally, pharmacological treatment evidence and real-world effectiveness will be reviewed, supporting flexible treatment strategies.
3063
3063
Alarming numbers of alcohol use and alcohol use disorder in Europe: time for action
Jörgen G. Bramness
3074
3074
FDA and EMA facilitate a paradigm shift towards alcohol reduction in severe alcohol use disorder
Karl Mann, ACTIVE Alcohol Clinical Trials Initiative
2863
2863
The use of biomarkers in monitoring drinking and for the treatment of alcohol use disorders - focus on results from the 2026 German evidence and consensus-based S3 Guideline on Alcohol
Frieder Wurst
2971
2971
Treatment of alcohol use disorder with psychiatric co-morbidity
Joar Guterstam
2896
2896
Classical biomarkers in alcohol screening: CDT, MCV and liver enzymes combined with AUDIT versions - results from the 2026 German S3 Guideline Alcohol
Ulrich Preuss
17:15 - 18:45
17:15 - 18:45S29
Konsum psychoaktiver Substanzen in Deutschland: Neue Ergebnisse des Epidemiologischen Suchtsurveys 2024
Vorsitz: Sally Olderbak
Public Health und Prävention
S29
Mantelabstract
Das Symposium bündelt aktuelle Befunde zu Prävalenzen, Trends und sozialen Determinanten des Substanzgebrauchs in Deutschland. Auf Basis umfassender ESA-Daten zeigen die Beiträge, wie sich Konsummuster zwischen 2012 und 2024 verändert haben und welche alters- und geschlechtsspezifischen Dynamiken erkennbar sind. Analysiert werden zudem langfristige Alters-, Perioden- und Kohortentrends der 30-Tage-Alkoholabstinenz seit 2000, die auf einen strukturellen Wandel im Trinkverhalten hinweisen. Ein weiterer Fokus liegt auf dem funktionalen Substanzgebrauch: Der Vortrag zum Schlaf beleuchtet Unterschiede und Überschneidungen zwischen Cannabis- und Schlafmittelkonsum bei Erwachsenen. Ergänzend wird der Einfluss des familiären Umfelds auf den Gebrauch von Tranquilizern und Sedativa bei Jugendlichen untersucht. Insgesamt liefert das Symposium evidenzbasierte Impulse für Prävention, Versorgung und die Weiterentwicklung suchtpolitischer Strategien. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung kontinuierlicher Surveillance und differenzierter Analysen für zielgruppenspezifische Interventionen, Gesundheitskommunikation und evidenzinformierte Maßnahmen auf kommunaler und nationaler Ebene sowie für…
2886
2886
Einfluss des familiären Umfelds auf den Gebrauch von Tranquilizern und Sedativa bei Jugendlichen
Anna-Maria Deibler, Kilian Olk, Regina Hollweck, Sally Olderbak
2926
2926
Using Substances to Sleep: Comparing the Use of Cannabis and Sleeping Medication among German Adults
Olderbak Sally, Emily Matos, Eva Hoch
2854
2854
Substanzkonsum in Deutschland im Wandel (2012 – 2024): Alters- und geschlechtsspezifische Prävalenzen und Trends aus dem Epidemiologischen Suchtsurvey
Kilian Olk, Regina Hollweck, Eva Hoch, Sally Olderbak
2849
2849
Abstinenz in Bewegung - Alters-, Perioden- und Kohortentrends der 30-Tage-Alkoholabstinenz im Epidemiologischen Suchtsurvey (ESA, 2000–2024)
Regina Hollweck, Sally Olderbak, Larissa Schwarzkopf, Eva Hoch, Gabriele Koller
18:45 - 20:00
18:45 - 20:00
Get together
08:15 - 08:45
08:15 - 08:45
Morning Yoga
08:45 - 09:00
08:45 - 09:00
Kaffee
09:00 - 10:30
09:00 - 10:30PoS2
Poster-Spotlight-Session: Prävention, Public Health, Risikokompetenz und Policy
PoS2
2831
2831
Suchtprävention: Teilhabe heißt auch Verstehen lernen
Fabian Weihrauch
3064
3064
Pausen gestalten – Rauchfreiheit fördern. Eine Querschnittsanalyse zu Pausensituation und Rauchverhalten von Pflegeauszubildenden
Anneke Bühler, Anna Westbrock, Rustler Christa
3019
3019
Vergleich der Nutzenden eines Glücksspiel-Selbsttests: Standardversion vs. Version in einfacher Sprache
Raphael Gutsfeld
2947
2947
Determinanten von Engagement und Retention bei dezentralen Präventionsstudien in der Jugendhilfe: Eine explorative Analyse im Projekt CANjuStop
Lucie Gebhardt, Christiane Baldus, Sabrina Kunze, Anna-Lena Schulz, Rainer Thomasius, Kerstin Paschke, Nicolas Arnaud
2880
2880
Gemeinsam rauchfrei! Wirksamkeit einer gemeinschaftsbasierten, sprachsensiblen Gruppenintervention zur Tabakprävention für benachteiligte Migrationspopulationen in der Schweiz
Nikolai Kiselev, Zumbrunn Andrea, Lucy Bayer-Oglesby, Corina Salis Gross
2935
2935
Digitale Prävention von Suchtrisiken bei psychisch erkrankten Kindern: ein App-basiertes Familienprogramm - EnTree
Eunkyeong Oh, Lisa Klamert, Jan-Ole Cloes, Kerstin Paschke, Sarah Hohmann
2889
2889
Über Sucht red(dit)en: Früherkennung von Risiken der Glücksspielsucht in Reddit-Posts mit kleinen und großen Sprachmodellen
Jakob Prange, Jan Pfister, Andreas Hotho, Kerstin Paschke
2820
2820
Kölner Kioske: wichtige Akteure im Suchtmittelverkauf und der Einfluss des Lachgasverbots
Nina Fiona Dentler, Jan Knapp, Delal Kolanc, Anna Nijmeijer, Paulina Schüler, Tabea Stein, Ulrich Frischknecht
2760
2760
Die 6te Delmenhorster Schülerstudie
Knut Tielking, Tim Berthold
2819
2819
Wirksamkeit eines universitären Präventionsprogramms zur Stärkung der substanzbezogenen Risikokompetenz bei Studierenden
Marlene Muehlmann, Samuel Tomczyk
2790
2790
Regionale Deprivation und Alkoholkonsum – Eine querschnittliche Beobachtungsstudie mit NAKO-Daten
Ida Butovetsky, Lars Schwettmann
2748
2748
Die Suchtprävention im digitalen Wandel
Karsten Andreas Artz
09:00 - 10:30
09:00 - 10:30S03
Applying Qualitative Methods in Addiction Research: Perspectives Across Countries
Vorsitz: Annette Binder, Adams Sibley
Grundlagen, Mechanismen und Methoden
S03
Mantelabstract
Qualitative Forschung macht sichtbar, was Zahlen allein nicht zeigen können: Erfahrungen, Perspektiven und soziale Zusammenhänge. In diesem Symposium werden Projekte aus verschiedenen Ländern vorgestellt, die zeigen, wie qualitative Methoden in der Suchtforschung konkret angewendet werden. Im Fokus stehen internationale Perspektiven, der Umgang mit sensiblen Themen und die Frage, wie marginalisierte Stimmen stärker berücksichtigt werden können. Die Beiträge geben praxisnahe Einblicke in unterschiedliche methodische Ansätze und laden zur Diskussion über deren Möglichkeiten und Herausforderungen ein. Das Symposium findet auf Englisch statt.
2828
2828
Qualitative Methods as Participatory Infrastructure: Centering Lived Experience in U.S. Drug Supply Research
Adams Sibley
2949
2949
Ethical Analysis as a Methodological Tool to Mitigate Social Desirability Bias in Qualitative Research
Sonja Mathes, Annette Binder
2915
2915
Gender-Specific Relational Risk and Protective Factors in Substance Use Disorders: A Qualitative Study
Klara Greisiger
2939
2939
Bridging Languages and Contexts: Deductive Coding in Global Qualitative Research Across all WHO Regions
Annette Binder, Parth Sharma
2919
2919
Centering Underrepresented Voices: Women and Gender-Diverse People in Harm Reduction Research
Alexandra Karden, Meropi Tzanetakis
09:00 - 10:30
09:00 - 10:30S08
Zielgruppenspezifische standardisierte Präventionsansätze und Frühintervention bei gefährdendem und problematischem Internetnutzungsverhalten
Vorsitz: Kai Müller, Daniel Ott
Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
S08
Mantelabstract
Die problematische bis suchtartige Nutzung von unterschiedlichen Internetangeboten, insbesondere Online-Computerspielen, Sozialen Netzwerken bzw. Social Media und Online-Pornographie stellt nicht erst seit der Aufnahme der Verhaltenssüchte in das ICD-11 ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem dar. Das dysfunktionale Nutzungsverhalten, welches sich durch Kontrollverlust, eine Vereinnahmung des Individuums und der gravierenden Beeinträchtigung seiner Lebensführung sowie durch massive negative Folgen diagnostisch kennzeichnet, erfordert in vielen Fällen eine externe Suchtberatung oder Psychotherapie. Um schwerwiegende Verläufe rechtzeitig zu verhindern sind zielgruppenspezifische und zeitgemäße störungsspezifische Präventions- und Frühinterventionsangebote unverzichtbar. Das Praxissymposium wird in diesem Zusammenhang vier unterschiedliche Ansätze und deren erste Evaluationsdaten vorstellen. Hierbei handelt es sich um eine eigens entwickelte App-basierte Präventionsmaßnahme für Jugendliche (Freii). ein standardisiertes Programm zur Aufklärung über psychische Risiken in der virtuellen Welt (Net Piloten), ein manualisiertes Programm zur Vorbeugung von Cybermobbing (Max & Min@) und ein …
2974
2974
Prävention von exzessiver Mediennutzung und (Cyber-)Mobbing bei Schüler/-innen der Klassenstufen 4, 5 und 6 aller Schulformen: Evaluationsergebnisse, Umsetzung und Ausblick des Programms „Max & Min@“
Lena Butter
3014
3014
Psychoedukative und erlebnispädagogische Prävention exzessiver Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen - Das Programm Net-Piloten
Manfred Patzer-Bönig, Mirja Piatkowski
2958
2958
Wirksame Prävention von Internetnutzungsstörungen (INS) in Familien am Beispiel von freii: Evaluationsergebnisse, Praxiserfahrungen und Ausblick
Daniel Ott
2983
2983
Erst smart. Dann phone - Elternpakt für eine smartphonefreie Grundschulzeit
Verena Holler
3092
3092
Frühintervention bei weiblichen Betroffenen mit einer beginnenden Soziale-Netzwerke-Nutzungsstörung - Das Programm net_WORKOUT
Kai Müller
09:00 - 10:30
09:00 - 10:30S38
Crack in Köln, Berlin, Zürich und Frankfurt am Main: Was sind die Probleme, was sind die Lösungen?
Vorsitz: Mathias Luderer, Daniel Deimel
Substanzen
S38
Mantelabstract
Europa erlebt eine „beispiellose Verfügbarkeit von Kokain“ mit historischen Höchstwerten bei Mengen und Reinheit (EUDA). Besonders der zunehmende Crack-Konsum fordert Suchthilfe, Gesundheitsversorgung und Stadtgesellschaften massiv heraus. Die Betroffenen stehen dabei im Spannungsfeld aus Multimorbidität, sozialer Exklusion, medialer Berichterstattung und Versorgungsdefiziten. Das Symposium bündelt komplementäre Forschungsperspektiven aktueller Brennpunkte: Daniel Deimel analysiert die Narrative der Medienberichterstattung zur Kölner Drogenszene und Crack-Konsumierenden. Tim Hirschfeld präsentiert die Berliner Mixed-Methods-Studie zu Konsummustern und Versorgungsbedarfen dieser hochbelasteten Population. Florian Meyer stellt ein innovatives Zürcher Echtzeit-Monitoring in Drogenkonsumräumen vor, das mit monatlich rund 30.000 pseudonymisierten Erfassungen einzigartige Daten zu Konsumtrends liefert. Abschließend berichtet Mathias Luderer aus Frankfurt am Main über das Design der bundesweit ersten Studie zur „Substitution“ bei Crack-Abhängigkeit.
2295
2295
Analyse der Medienberichterstattung zur offenen Drogenszene / Crack -Konsument*innen in Köln
Daniel Deimel
2899
2899
Die Berliner Crack-Studie: Konsummuster, Lebenslagen und Versorgungsstrukturen
Tim Hirschfeld, Jennifer Martens, Rime Abd Al Majeed, Heino Stöver, Christian Ghanem, Daniel Deimel, Bernd Werse, Inge Maria Mick
2916
2916
Die bundesweit erste Studie zur „Substitution“ bei Crack-Abhängigkeit.
Mathias Luderer, Reif Andreas
2802
2802
Crack-Konsum in der Stadt Zürich: Neue Erkenntnisse zum Konsumverhalten dank systematischem Monitoring.
Florian Meyer
09:00 - 10:30
09:00 - 10:30S42
Trauma und Substanzstörungen: Diagnostik und Behandlung in unterschiedlichen Belastungskontexten
Vorsitz: Ingo Schäfer, Annett Lotzin
Versorgung und Versorgungsorganisation
S42
Mantelabstract
Traumatische Erfahrungen stellen einen zentralen Risikofaktor für die Entwicklung von Substanzgebrauchsstörungen dar. Gleichzeitig ergeben sich aus Traumafolgen, beispielsweise im Rahmen komorbider Posttraumatische Belastungsstörung, spezifische Anforderungen an die Behandlung Betroffener. Vor diesem Hintergrund adressiert das Symposium Fragen der Diagnostik und Therapie bei traumatisierten Personen mit Substanzgebrauchsstörungen sowie Besonderheiten unter anhaltenden Belastungsbedingungen wie Migration und aktuellen Konflikten. Im ersten Beitrag werden Befunde zum Einsatz des Adverse Childhood Experiences Questionnaire (ACE), eines international weit verbreiteten Instruments zur Erfassung früher Belastungen, bei Patientinnen mit Substanzgebrauchsstörungen aus vier deutschen Zentren vorgestellt. Es folgen die Ergebnisse einer Metaanalyse zu den Effekten traumafokussierter Behandlungen bei gleichzeitig bestehender Substanzgebrauchsstörung, einschließlich der Diskussion relevanter Moderatoren. Der dritte Beitrag untersucht den längsschnittlichen Zusammenhang von PTBS-Symptomen, Substanzkonsum und Studienmotivation bei Studierenden unter anhaltender Belastung in der Ukraine und liefe…
2978
2978
Die deutsche Version des Adverse-Childhood-Experiences-Fragebogens (ACE-D) bei Patientinnen mit Posttraumatischer Belastungsstörung und Substanzkonsumstörung
Luise Frappier, Behrendt Malte, Julia Ditzer, Marc Giesmann, Tolou Maslahati, Carla Mourkojannis, Heide Glaesmer, Ingo Schäfer
2928
2928
Wirksamkeit von PTBS-Behandlungen bei komorbider Substanzgebrauchsstörung: Eine Metaanalyse und Metaregression
Annett Lotzin, Mai-Carmen Komuro, Julienne Haas, Ramona Meister, Thomas Ehring, Birgit Kleim, Ingo Schäfer
2923
2923
Evaluation einer kultursensiblen Gruppenintervention für Geflüchtete Menschen mit Substanzkonsum und Traumafolgen (STARC-SUD)
Ingo Schäfer, Philipp Hiller, Sascha Milin, Heike Zurhold, Annett Lotzin
2908
2908
Studieren im Schatten des Krieges: Eine längsschnittliche Analyse zu (komplexer) PTBS, Substanzkonsum und akademischer Motivation bei ukrainischen Studierenden
Margarethe von der Lühe, ????? ????????-?????? , Nazar Yatsenko , Liudmyla Krupelnytska , Antje Paetow, Annett Lotzin
09:00 - 10:30
09:00 - 10:30S46
Lost in Translation: Suchtforschung und Praxisrelevanz
Vorsitz: Jeanette Röhrig, Lorenz Sutter
Versorgung und Versorgungsorganisation
S46
Mantelabstract
Das Symposium widmet sich der Frage, warum evidenzbasierte Erkenntnisse der Suchtforschung häufig nur verzögert oder unvollständig in der Versorgungspraxis ankommen. Im Mittelpunkt stehen Prozesse der Implementierung sowie Barrieren, die einer nachhaltigen Umsetzung im Versorgungsalltag entgegenstehen. Diskutiert werden strukturelle Hindernisse, institutionelle Rahmenbedingungen, sektorale Schnittstellenprobleme sowie unterschiedliche Logiken von Forschung, Versorgung und Gesundheitspolitik. Ebenso werden praxisbezogene Herausforderungen an Forschung und Versorgung thematisiert, etwa Akzeptanzprobleme, unzureichende Anpassung an Zielgruppenbedarfe und mangelnde Beteiligung verbundener Akteure. Das Symposium beleuchtet zugleich Bedingungen gelingender Implementierung, darunter partizipative Entwicklungsprozesse, praxisnahe Forschungsansätze, interdisziplinäre Kooperationen und die systematische Evaluation von Umsetzungsprozessen. Ziel ist es, die Lücke zwischen wissenschaftlicher Evidenz und Versorgungspraxis besser zu verstehen und Ansätze für einen wirksameren Wissenstransfer in der Suchthilfe aufzuzeigen.
2997
2997
Versorgen, forschen, implementieren? Eine kritische Bestandsaufnahme von Versorgungsforschung und -Umsetzung mit Bezug zu (Substanz-)Konsumstörungen in Deutschland
Christina Lindemann, Ingo Schäfer, Bernd Schulte, Martin Härter, Angela Buchholz
3066
3066
Was bleibt? Umsetzung von Leitlinienempfehlungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen und Nutzen für die Versorgungspraxis
Nina Kre?-Hautmann
3067
3067
Methodische Standards für eine gute und versorgungsrelevante Forschung
Holger Schulz
3000
3000
Lost in Implementation? Fallstricke praxisnaher Forschungsprojekte am Beispiel von „ASSIST“
Lorenz Sutter, Jeanette R-hrig, Lena Rademacher, Maurice Cabanis
09:00 - 10:30
09:00 - 10:30S55
Soziales Yoga in der Eingliederungshilfe
Vorsitz: Cornelia Brammen
Menschen, Gesellschaft und Teilhabe
S55
Mantelabstract
Mit dem Programm YOGAHILFT schafft der gemeinnützige Verein Yoga für alle e.V. seit 2014 gemeinsam mit Fachträgern Strukturen im Sozialen Sektor und in der Bildung, innerhalb derer Menschen, die zu einer vulnerablen Gruppe gehören (Strafgefangene, Suchtpatient*innen, Psychisch Erkrankte, Menschen mit Behinderung, Menschen mit Obdachlosigkeits- und Präkariatserfahrungen) regelmäßigen und kostenlosen Zugang zu Teilhabe und Prävention durch Soziales Yoga erhalten. Das Praxissymposium vermittelt die Grundlagen der Wirkweise des Programms YOGAHILFT, macht das Programm für die Teilnehmenden spürbar und führt in den Austausch.
3086
3086
Kleine Yoga-Praxis und im Anschluss Austausch zu Erfahrungen mit körperbasierten Programmen in der Suchthilfe
Cornelia Brammen, Anke Mohnert
3082
3082
Zwischen Distanz und Nähe - Yoga als Teil eines multimodalen Konzeptes in der Suchthilfe
Cornelia Brammen, Anke Mohnert
3032
3032
Yoga in der Eingliederungshilfe am Beispiel Palette e.V. und YOGAHILFT
Cornelia Brammen, Anke Mohnert
10:30 - 11:00
10:30 - 11:00
Kaffeepause
11:00 - 12:00
11:00 - 12:00S05
E-Zigarettenkonsum im Jugend- und Erwachsenenalter: Epidemiologie und Herausforderungen für die Prävention
Vorsitz: Stephanie Eckhardt, Reiner Hanewinkel
Public Health und Prävention
S05
Mantelabstract
Der Konsum elektronischer Zigaretten (E-Zigaretten) hat sich fest im Verhaltensrepertoire von Jugendlichen und Erwachsenen etabliert. Das Symposium beleuchtet die epidemiologischen Trends der vergangenen Jahre und setzt diese in Bezug zu aktuellen Konsummustern sowie auftretenden Abhängigkeitssymptomen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der kritischen Aufarbeitung präventiver Herausforderungen: Insbesondere die Rolle der sozialen Medien als Katalysator für den Einstieg in den Konsum wird detailliert herausgearbeitet. Abschließend werden evidenzbasierte Präventionsangebote und Interventionsstrategien vorgestellt, die den veränderten (medialen) Realitäten der Zielgruppen Rechnung tragen.
2936
2936
Der Konsum von E-Zigaretten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Zahlen zur Verbreitung und zu Trends
Anika Nitzsche, Boris Orth
3026
3026
E-Zigarettenkonsum Erwachsener: Eine Befragung zu Konsummustern, genutzten Produkten und Abhängigkeitssymptomen
Barbara Isensee, Katharina Liegmann, Friederike Barthels, Reiner Hanewinkel
2973
2973
Exposition gegenüber E-Zigarettenkonsum in Influencer-Videos und dessen Assoziation mit dem Nutzungsverhalten Jugendlicher
Reiner Hanewinkel, Julia Hansen
2887
2887
Herausforderung E-Zigaretten: Politische Weichenstellung, Strategien und Präventionsangebote des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit
Stephanie Eckhardt
11:00 - 12:00
11:00 - 12:00S15
Fetale Alkoholspektrumerkrankungen (FASD) bei Erwachsenen: Screening, Diagnostik und Behandlung
Vorsitz: Bernd Lenz, Henrike Schecke
Versorgung und Versorgungsorganisation
S15
Mantelabstract
Fetale Alkoholspektrumerkrankungen (FASD) zählen mit einer Prävalenz von ca. 1–2% zu den häufigsten angeborenen Entwicklungsstörungen in Deutschland. Im Erwachsenenalter bleiben sie häufig unerkannt, obwohl frühzeitige Diagnose und zielgerichtete Behandlung den Verlauf wesentlich beeinflussen können. Das Symposium beleuchtet FASD bei Erwachsenen entlang einer klinischen Versorgungskette. Lina Schwerg (Stralsund) stellt aktuelle Screening-Methoden und Befunde zur Erkennung von FASD im Erwachsenenalter vor. Dr. Janina Schwabl (Hamburg) beschreibt den diagnostischen Weg – von der ersten Vorstellung bis zur gesicherten Diagnose – inklusive differenzialdiagnostischer Herausforderungen. Charlotte Rehnquist (Mannheim) diskutiert, welche psychotherapeutischen Ansätze bei Erwachsenen mit FASD einsetzbar sind und wo strukturelle Grenzen liegen. Dr. Martin Abel (Mannheim) gibt einen evidenzbasierten Überblick über medikamentöse und multimodale Behandlungsansätze und benennt bestehende Versorgungslücken.
2832
2832
FASD erkennen im Erwachsenenalter: Methoden und Ergebnisse zum Screening
Lina Schwerg, Michael Widder-König
2835
2835
Von der Vorstellung bis zur Diagnose: Diagnostik bei Erwachsenen mit FASD
Janina Schwabl
2879
2879
Psychotherapeutische Möglichkeiten und Grenzen bei Erwachsenen mit FASD
Charlotte Rehnquist, Martin Abel, Matthias Reichl, Falk Kiefer, Bernd Lenz
2830
2830
Was wirkt? Medikamentöse und multimodale Behandlungsansätze bei FASD im Erwachsenenalter
Martin Abel, Charlotte Rehnquist, Matthias Reichl, Falk Kiefer, Bernd Lenz
11:00 - 12:00
11:00 - 12:00S31
Cannabisprävention auf Höhe der Zeit: wissenschaftsorientiert, zielgruppenspezifisch, teilhabesensibel und gefahrenbewusst
Vorsitz: Veronika Möller
Public Health und Prävention
S31
Mantelabstract
Cannabisprävention steht im Spannungsfeld gesellschaftlicher Normalisierung und der Frage, wie Botschaften bei Zielgruppen tatsächlich ankommen. Das Symposium bündelt Forschung und Praxis zu evidenzbasierter Kommunikation, Netzwerkpflege und zur partizipativen Einbindung jugendlicher Perspektiven. Im ersten Beitrag werden Ergebnisse des Projekts „Cannabisrisiken und -mythen“ vorgestellt. Verbreitete Auffassungen zu Cannabis wurden nach einer Bestandsaufnahme anhand wissenschaftlicher Evidenz geprüft und über mehrere Befragungen hinsichtlich Verbreitung, korrekter/falscher Einschätzungen und Bedeutung für den eigenen Umgang zielgruppenspezifisch bestimmt. Daraus lässt sich eine Präventionsrelevanz ableiten und diskutieren. Der zweite Beitrag adressiert Erfolgsbedingungen nachhaltiger Netzwerkpflege für ein bundesweites Präventionsprogramm. Am Beispiel von „Cannabis – quo vadis?“ werden Programmstruktur, Historie und Verfahren der Netzwerkpflege skizziert; ergänzt durch Rückmeldungen und Erfolgskriterien aus partizipativer Zusammenarbeit. Der dritte Vortrag richtet den Fokus auf Jugendliche: Ergebnisse aus Fokusgruppen zeigen deren Erfahrungen mit Cannabisprävention sowie wahrgenomm…
2904
2904
Cannabis – Risiken und Mythen, Ergebnisse eines empirischen Forschungsprojektes
Christian Schütze
2894
2894
Übertragbare Erfolgskriterien für die Netzwerkpflege eines bundesweiten Präventionsprogramms am Beispiel von „Cannabis – quo vadis?“
Kim Feldheim
2861
2861
Cannabisprävention aus Jugendsicht: Was Jugendliche wirklich wollen
Veronika Möller, Nell Hillie
2834
2834
Die CaP-Ambulanz in Augsburg: Ein spezialisiertes integriertes Versorgungsmodell für junge Menschen mit Cannabiskonsum und psychotischen Erfahrungen
Stefan Wenger, Sophie-Kathrin Greiner, Ayla Fickler, Verena Schmauss, Lisa Leichtle, Samer Kasouha, Melissa Pope, Alkomiet Hasan, Karin Wiggenhauser
11:00 - 12:00
11:00 - 12:00S32
Von der Verhaltensanalyse zu neurobiologischen Grundlagen und Interventionen bei Alkoholabhängigkeit
Vorsitz: Patrick Halli, Mathieu Pinger
Grundlagen, Mechanismen und Methoden
S32
Mantelabstract
Dieses Symposium beleuchtet die Behandlung der Alkoholabhängigkeit aus einer integrativen Perspektive, die Verhaltensanalyse, neurobiologische Modelle und innovative Interventionen miteinander verbindet. Ausgangspunkt ist eine funktionale Verhaltensanalyse, die individuelle Auslöser, aufrechterhaltende Bedingungen und Konsequenzen des Konsumverhaltens identifiziert. Darauf aufbauend werden zentrale neurobiologische Mechanismen der Abhängigkeit, insbesondere im Zusammenspiel von Belohnungsverarbeitung, Cue-Reaktivität und exekutiver Kontrolle, eingeordnet. Es werden moderne, mechanistisch ausgerichtete Behandlungsansätze vorgestellt. Dazu zählen Virtual-Reality-basierte Verfahren, mit denen suchtrelevante Situationen realitätsnah simuliert und Exposition, Craving-Regulation sowie neue Bewältigungsstrategien trainiert werden können. Neurofeedback kann die Möglichkeit bieten, dysfunktionale neuronale Aktivitätsmuster gezielt zu modulieren und Selbstregulationsfähigkeiten zu stärken. Darüber hinaus werden neuromodulatorische Verfahren wie die kontinuierliche Theta-Burst-Stimulation (cTBS) über dem frontopolaren Kortex diskutiert, die das Verlangen nach Alkohol reduzieren sollen. Durch…
2911
2911
Die Verhaltensanalyse als Integrationsmodell: Brücke zwischen Psychotherapie, Neurobiologie und moderner Suchtbehandlung
Mathieu Pinger, Patrick Halli, Sarah Gerhardt, Peter Kirsch
2867
2867
Echtzeit-fMRT-Neurofeedback zur Beeinflussung der Cue-Reaktivität bei Alkoholabhängigkeit: Herausforderungen und Erkenntnisse aus einer randomisiert-kontrollierten Studie
Patrick Halli, Franziska Weiss, Sarah Gerhardt, Jingying Zhang, Wolfgang H. Sommer, Falk Kiefer, Peter Kirsch, Martin Fungisai Gerchen
2848
2848
Virtuelle Expositionstherapie bei Alkoholabhängigkeit: Subjektive und physiologische Indikatoren sowie Moderatoren des Cravings
Anne Beck, Nikolaos Tsamitros, Alva Lütt, Nadja Kristin Ruckser, Stefan Gutwinski
2985
2985
Beeinflussung von Alkoholverlangen mittels virtueller Realität und transkranieller Magnetstimulation: Eine Studie zu neurophysiologischen Markern und Hirnkonnektivität
Franka Timm, Marius Gruber, Henry Staub, Paula Rehm, Lea Krätzig, Maren Schmidt-Kassow, Andreas Reif, Mathias Luderer, Jonathan Repple
11:00 - 12:00
11:00 - 12:00S37
Sucht-Selbsthilfe fördert Teilhabe
Vorsitz: Peter Raiser
Menschen, Gesellschaft und Teilhabe
S37
Mantelabstract
Die Sucht-Selbsthilfe ist ein zentraler Baustein der Suchthilfe. Mit Akzeptanz, Solidarität und gegenseitiger Unterstützung begleitet sie Betroffene und Angehörige bei der Bewältigung der Erkrankung und stärkt ihre gesellschaftliche Teilhabe. In Selbsthilfegruppen oder bei Selbsthilfeaktivitäten entstehen Räume für Austausch, Stabilisierung und neue Perspektiven im Alltag. Viele dieser Gruppen sind in Verbänden organisiert, die aktuell vor der Herausforderung stehen, neue Mitglieder zu gewinnen und bislang wenig erreichte Zielgruppen frühzeitig anzusprechen. Fachkräfte in den Selbsthilfeverbänden bauen deshalb Kooperationen mit Hochschulen aus. Ziel ist es, die besondere Bedeutung der Selbsthilfe sichtbarer zu machen und Vorurteile abzubauen. Durch Begleitung von Experten in eigener Sache (Peers) sollen mehr Betroffene und Angehörige erreicht und motiviert werden positive Schritte zu gehen. Der Abstinenzanspruch vermag eine Hürde für die Teilhabe an Suchthilfe- und Behandlungsangeboten darstellen. Mit einem Angebot von zieloffener Selbsthilfe kann die Motivation diese Gruppe von Betroffenen angesprochen werden.
2883
2883
Die Sucht-Selbsthilfe in der Fachhochschule
Frederike Fernández Álvarez
2938
2938
Zieloffene Suchtselbsthilfe im Anschluss an niedrigschwellige selbsthilfeorientierte Konsumkompetenztrainings
Claudia Huhmann
2873
2873
Sucht-Selbsthilfe neu gedacht: Ehrenamtliche SoberGuides als digitale Peer-Begleitung zwischen Versorgung und Alltag
Thorsten Schuler
11:00 - 12:00
11:00 - 12:00S39
Kauf-Shopping Störung: Pathologie und Diagnostik
Vorsitz: Patrick Trotzke, Nora Laskowski
Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
S39
Mantelabstract
Die Kauf?Shopping?Störung (Buying?Shopping Disorder, BSD) ist eine psychische Erkrankung, von der viele Menschen betroffen sind. Sie kann zu großen persönlichen Problemen führen, zum Beispiel zu finanziellen Schwierigkeiten oder Konflikten in Beziehungen, und hat auch gesellschaftliche Folgen. Trotzdem wird die Störung bisher oft nicht erkannt oder diagnostiziert. Zwar gibt es immer mehr wissenschaftliche Studien dazu, doch in den gängigen Diagnose?Systemen wird BSD nur am Rande erwähnt. Deshalb bleibt sie in der klinischen Praxis häufig unbeachtet. Ziel dieses Symposiums ist es, aktuelle Forschungsergebnisse zur Entstehung, zu den Ursachen und zur Diagnostik der Kauf?Shopping?Störung zusammenzuführen. Die einzelnen Beiträge betrachten dabei verschiedene, sich ergänzende Aspekte der Störung, insbesondere wie sie entsteht und wie sie künftig besser erkannt und diagnostiziert werden kann.
3006
3006
Einflussfaktoren auf kriminelles Verhalten im Kontext von problematischen Kauf- und Shoppingverhalten
Nora M. Laskowski, Astrid Mülller, Beate Muschalla, Georgios Paslakis, Ekaterini Georgiadou
2951
2951
Von der Phänomenologie zur klinischen Praxis: Diagnostische Ansätze zur Kauf Shopping Störung
Patrick Trotzke, Tina Braun, Astrid Müller
2872
2872
Dynamische visuelle Aufmerksamkeitssteuerung und Entscheidungsverhalten im Kontext der Compulsive Buying–Shopping Disorder: Eine Untersuchung mittels Visual Foraging Task
Kimberly König, Jan Tünnermann, Patrick Trotzke
12:00 - 12:15
12:00 - 12:15
Raumwechsel
12:15 - 13:00
12:15 - 13:00
Keynote 3
13:00 - 13:15
13:00 - 13:15
Teilhabe-Forum: Vorstellung
13:15 - 14:15
13:15 - 14:15
Teilhabe-Forum: Austausch
13:15 - 14:15
13:15 - 14:15
Lunch
14:15 - 15:45
14:15 - 15:45PoS3
Poster-Spotlight-Session: Versorgung, Behandlungspraxis, Nachsorge und Recovery
PoS3
3089
3089
Identität ohne Alkohol: Psychosoziale Identitätsrekonstruktion als zentraler Faktor nachhaltiger Abstinenz bei Frauen
Jenny Guttmann
3050
3050
Peer-Empfehlungen am Ende einer stationären Alkoholtherapie: Was raten ehemalige Patient:innen unentschlossenen Betroffenen?
Vreni Sen, Frank Wieber, Marisa Delannay, Thomas Maier, Susanne Rösner
3025
3025
E-Health-gestützte versus standardisierte Disulfiram-Therapie bei Alkoholabhängigkeit: Design einer randomisierten Nicht-Unterlegenheits-Studie
Yvonne Krisam, Linnea Hölterhoff, Charlotte Piel, Anne Koopmann, Sabine Hoffmann, Falk Kiefer, Patrick Bach
3012
3012
Erlebte Mitsprache und Behandlungszufriedenheit in der stationären Alkoholtherapie
Vreni Sen, Frank Wieber, Marisa Delannay, Thomas Maier, Susanne Rösner
2965
2965
Jugendsuchthilfe-Reha in Namibia - und dann? Nachhaltige Nachsorge bei suchtkranken Jugendlichen nach einer Langzeittherapie in Namibia
Manuela Scherz
2969
2969
Beschreibung einer Forschungsmethodik für die Früherkennung der Risikofaktoren von Sucht und Ko-Abhängigkeit
Aidos Ibragim
2920
2920
Versorgungspassung in der Rehabilitation bei chronischen Schmerzen und opioidassoziierten Störungen: Eine kombinierte Routinedaten- und ICF-basierte Dokumentenanalyse
Maike Kothe, Natalie Schüz, Elena Brushinski, Anna Levke Brütt
2910
2910
Ernährungstherapie als Querschnittsthema der interprofessionellen Behandlung von Alkoholabhängigkeit in der medizinischen Rehabilitation
Stefanie Biehl, Angelina Heumüller, Anne Schumacher, Sigrid Hahn
2952
2952
Evaluation der kombinierten Nachsorge mit „coobi care": Eine multizentrische Zwei-Gruppen-Prä-Post-StudieRebecca Dederichs, Thorsten Meyer-Feil, Julian KruseRebecca Dederichs
Stefanie Biehl, Angelina Heumüller, Anne Schumacher, Sigrid Hahn
2933
2933
Analyse der individuellen Therapieziele in der Abstinenzbehandlung bei Alkoholabhängigkeit: Geschlechts- und generationelle Unterschiede
Falk Kiefer, Anna Gherman, Sebastian Beck, Nicole Kümmel, Michael Musalek, Ruta Nürnberger
2865
2865
Opioidsubstituierte Patienten zwischen den Türen - was die unterschiedliche Professionen über die Behandlung wissen sollten
Christina Jaeger, Hamida Mohibullah
2836
2836
Wirkung und Akzeptanz einer digitalisierten Urinkontrolle bei Drogenabhängigen
Klaus Dr. Baum, Stefan Pitten, Caarlo Dr. Simojoki, Manfred Dr. Nowak
14:15 - 15:45
14:15 - 15:45S09
S3-Leitlinie Alkoholbezogene Störungen: Update und neue Entwicklungen
Vorsitz: Falk Kiefer, Sabine Hoffmann
Substanzen
S09
Mantelabstract
Das Update der S3-Leitlinie Alkoholbezogene Störungen steht kurz bevor. In diesem Symposium werden neue Empfehlungen dargestellt, der Fokus auf verschiedene Gruppen von Betroffenen gelegt und neue Entwicklungen aufgezeigt. Die Aktualisierung der S3-Leitlinie alkoholbezogener Störungen greift die Bedeutung von Geschlecht und Diversität stärker als bisher auf. Bestehende Empfehlungen zu geschlechtsspezifischen Unterschieden sowie zu Schwangerschaft und Stillzeit wurden weiterentwickelt und präzisiert. Ergänzend wurde erstmals ein eigenes Kapitel zur sexuellen und geschlechtlichen Diversität erarbeitet. Angehörige werden in ihrer Doppelfunktion in den Fokus genommen, so dass sie einerseits eine eigenständige Behandlungsnotwendigkeit darstellen und andererseits einen bedeutsamen prognostischen Faktor für den Verlauf der Störung der betroffenen Person bilden. Daher ist es wichtig, die internationale Evidenz sorgfältig aufzuarbeiten und daraus konkrete Ableitungen für die Behandlungspraxis zu entwickeln. Die Patient*innenleitlinie zu alkoholbezogenen Erkrankungen wird aktuell entwickelt, um Betroffenen sowie allen Interessierten verständliche, verlässliche und wissenschaftlich fundierte…
2850
2850
Behandlung von Alkoholbezogenen Störungen: (Evidenzbasierte) neue Empfehlungen
Sabine Hoffmann, Falk Kiefer
2895
2895
Geschlechter- und diversitätssensible Empfehlungen in der S3-Leitlinie alkoholbezogener Störungen
Inka Hiß, Annette Binder , Anja Bischof, Gallus Bischof, Eva Friedel, Ute Lange , Anne Schmitt, Irmgard Vogt, Falk Kiefer, Sabine Hoffmann, Bernd Lenz
2853
2853
Behandlungsempfehlungen zu Angehörigen in den S-3 Leitlinien alkoholbezogene Störungen
Gallus Bischof, Anne Koopmann, Janina Dyba, Diana Moesgen, Bernd Lenz, Anja Bischof
2882
2882
Die Patient*innenleitlinie Alkoholbezogene Erkrankungen – „Wir möchten Sie ermutigen, die für Sie richtigen Schritte zu gehen“
Stephanie Schmid, Sabine Hoffmann, Inka Camilla Hiß, Bernd Lenz, Amina Soufi, Falk Kiefer
14:15 - 15:45
14:15 - 15:45S23
Fortführung suchtartiger Verhaltensweisen trotz negativer Konsequenzen: Methodik & Empirie
Vorsitz: Stephanie Antons, Silke M. Müller
Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
S23
Mantelabstract
Die Fortführung eines Verhaltens trotz negativer Konsequenzen ist ein zentrales Merkmal suchtartiger Verhaltensweisen. Ziel dieses Symposiums ist es, dieses Merkmal aus verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen zu beleuchten. Zunächst wird seine Bedeutung als Diagnosekriterium im Rahmen der Validierung und Normierung des ACSID-11-Fragebogens zur Erfassung der Symptomschwere von Internetnutzungsstörungen dargestellt. Anschließend wird mit dem P/N-CABS ein weiterer Fragebogen vorgestellt, der positive und negative Konsequenzen suchtartiger Verhaltensweisen differenziert erfasst. Ein möglicher Mechanismus für das Fortbestehen problematischen Verhaltens ist eine verminderte Sensitivität gegenüber Bestrafung, zu der empirische Befunde im Kontext von Internetnutzungsstörungen präsentiert werden. Ergänzend wird die Erfassung habitualisierten Verhaltens in natürlichen Umgebungen als weiterer relevanter Mechanismus diskutiert. Abschließend werden situative Prozesse verminderter Kontrolle im Alltag mithilfe ökologischer Momentaufnahmen untersucht. Das Symposium integriert methodische Innovationen und empirische Befunde zu einem zentralen Merkmal von Verhalte…
2975
2975
Der ACSID-11 als effizientes Screeninginstrument für internetbezogene Verhaltenssüchte: Validierung und Cut-Offs
Silke M. Müller, Niklas Meurer, Hans-Jürgen Rumpf, Matthias Brand
2956
2956
Entwicklung und Validierung des P/N-CABS Fragebogens zur Erfassung positiver und negativer Konsequenzen von suchtartigen Verhaltensweisen
Melanie Richter, Aron Lichte, Dzheylyan Kyuchukova, Sabine Steins-Löber, Astrid Müller, Matthias Brand, Rudolf Stark, Elisa Wegmann, Stephanie Antons
3004
3004
Bestrafungsinsensitivität bei Verhaltenssüchten: Ergebnisse der Planets & Pirates Aufgabe
Niklas Meurer, Silke M. Müller, Matthias Brand, Stephanie Antons
2934
2934
Habits in natürlicher Umgebung: Messmethoden im systematischen Überblick.
Alexander Busch, Stephan Nebe, Anja Kräplin, Stephanie Antons
2827
2827
Momente der verringerten Kontrolle in der natürlichen Umgebung: Affektive und kognitive Mechanismen
Stephanie Antons, Anna Knorr
14:15 - 15:45
14:15 - 15:45S43
Cannabiskonsum bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Aktuelle Befunde zu Prävalenzen, Konsummustern, Konsummotiven und Zusammenhängen mit psychischer Gesundheit
Vorsitz: Lutz Wartberg, Eva Hoch
Substanzen
S43
Mantelabstract
Der Konsum von Cannabis ist bereits bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland verbreitet. Durch das Cannabisgesetz (CanG) erfolgte 2024 in Deutschland eine Teillegalisierung der Substanz für Erwachsene. Mögliche Auswirkungen der Teillegalisierung werden allerdings nicht nur für Erwachsene, sondern auch bereits für Kinder und Jugendliche erforscht. In diesem Symposium werden Prävalenzen und Trends des Cannabiskonsums bei Schülerinnen und Schülern in Europa (basierend auf den Daten der ESPAD Studie 2024) dargestellt. Weiterhin werden Befunde hinsichtlich möglicher Veränderungen der Konsumfrequenz und des problematischen Konsums von Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach der Teillegalisierung in Deutschland berichtet. Außerdem werden empirische Zusammenhänge eines problematischen Cannabiskonsums mit psychischer Gesundheit und soziodemografischen Merkmalen in einer großen Stichprobe von Kindern und Jugendlichen vorgestellt. Zusätzlich werden Cannabiskonsummotive junger Erwachsener in Deutschland, Kanada und dem Vereinigten Königreich (Ergebnisse der International Cannabis Policy Study 2024) präsentiert.
3022
3022
Cannabiskonsum bei Jugendlichen 2024: Wo steht Deutschland im Europäischen Vergleich?
Eva Hoch, Kilian Olk, Eva Krowartz, Sally Olderbak
2999
2999
Mehr als nur Rauch? Veränderungen von Konsumfrequenz und problematischem Cannabiskonsum bei 16- bis 25-Jährigen nach der Teillegalisierung in Deutschland: Ergebnisse der International Cannabis Policy Study (ICPS)
Eva-Maria Krowartz, Eva Hoch, Anne Maiwald, Sally Olderbak, David Hammond
3075
3075
Problematischer Cannabiskonsum im Kindes- und Jugendalter: Empirische Zusammenhänge zu psychischer Gesundheit und soziodemografischen Merkmalen
Lutz Wartberg, Rainer Thomasius, Nicolas Arnaud
2885
2885
Cannabiskonsummotive junger Erwachsener in Deutschland, Kanada und dem Vereinigten Königreich: Ergebnisse der International Cannabis Policy Study 2024
Anne Maiwald, Elena Gomes de Matos, Sally Olderbak, Eva-Maria Krowartz, Eva Hoch, David Hammond
14:15 - 15:45
14:15 - 15:45S50
Herausforderungen der Suchthilfe – neue Kompetenzen, Kooperationen, Nachwuchs – und wer hilft den Profis? (Gemeinsames Symposium des Dachverbands der Suchtfachgesellschaften: DG-Sucht, DGSPS und DG Suchtmedizin)
Vorsitz: Mathias Luderer, Ulrich Frischknecht
Versorgung und Versorgungsorganisation
S50
Mantelabstract
Die Sucht-Hilfe in Deutschland steht vor großen Veränderungen. Es gibt viele Herausforderungen. Oft wissen die Helferinnen und Helfer noch nicht genau, wie sie mit all dem am besten umgehen sollen. Es geht um diese vier Bereiche: 1. Bessere Schulungen für Fachkräfte (Ulrich Frischknecht) Eine Untersuchung zeigt: Viele Mitarbeiter in der Sucht-Hilfe brauchen mehr Weiterbildung. Sie müssen zum Beispiel noch besser lernen, wie man Menschen zu Cannabis berät oder wie man KI bei der Arbeit nutzt. 2. Schnelles Handeln bei neuen Drogen (Mathias Luderer) Am Beispiel von Lachgas in Frankfurt wird gezeigt, wie man gut reagiert. Das Wichtigste ist: Alle müssen zusammenarbeiten. Das sind zum Beispiel Ärzte, das Ordnungsamt, Schulen, das Gesundheitsamt und sogar die Müllabfuhr. 3. Wenn Ärzte selbst süchtig sind (Deborah Scholz-Hehn) Auch Ärztinnen und Ärzte können suchtkrank werden. Das Thema wird oft verschwiegen. Es geht darum, wie man betroffenen Ärzten helfen kann, ohne dass sie verurteilt werden. Gleichzeitig müssen die Patienten immer sicher bleiben. 4. Die Arbeit für neue Mitarbeiter verbessern (Halli) Eine Gruppe von jungen Fachkräften berichtet von ihren Projekten. Sie haben zum Beisp…
3065
3065
Ausbildungsstand von Fachkräften - Befunde und Desiderata zu diesem Strukturqualitätsmerkmal der deutschen Suchthilfe
Ulrich Frischknecht
2972
2972
Eine Blaupause für gelungene intersektorale Zusammenarbeit: Lachgas in Frankfurt vs. Hamburg
Mathias Luderer
3015
3015
Wenn Ärzt:innen selbst betroffen sind – das Interventionsprogramm der Landesärztekammer Hessen als Erfolgsmodell?
Deborah Scholz-Hehn
2981
2981
Nachwuchs für Suchtforschung- und -therapie – Ergebnisse der Nachwuchsgruppe der DG-Sucht zu Fortbildungsbedarf, Stigma und Attraktivität des Feldes
Patrick Halli, Lukas Basedow, Annette Binder, Sina Vetter
14:15 - 15:45
14:15 - 15:45S52
Von Isolation zur Teilhabe: Die Anonymen Alkoholiker als Motor sozialer Integration bei Suchterkrankungen
Vorsitz: Dominique Pniok
Menschen, Gesellschaft und Teilhabe
S52
Mantelabstract
Suchterkrankungen gehen oft mit sozialem Rückzug, instabilen Beziehungen und eingeschränkter gesellschaftlicher Teilhabe einher. Genesung bedeutet daher mehr als Abstinenz: Sie umfasst die Rückgewinnung von Verantwortung, Zugehörigkeit und Mitwirkung am sozialen Leben. Das Symposium stellt die Anonymen Alkoholiker (AA) in den Mittelpunkt und zeigt, wie ihr Programm suchtkranke Menschen auf dem Weg zurück in die Gesellschaft unterstützt. Genesung wird dabei als Prozess verstanden, der eng mit dem Aufbau von Beziehungen, der Übernahme von Verantwortung und dem Engagement im eigenen Umfeld verbunden ist. Ein Beitrag analysiert Struktur und Wirkweise des AA-Programms, insbesondere die Bedeutung von Gemeinschaft, gegenseitiger Unterstützung und persönlicher Entwicklung. Die niedrigschwellige Ausrichtung ohne Kosten oder Zugangsvoraussetzungen ermöglicht auch Menschen in schwierigen Lebenslagen einen einfachen Einstieg. Zwei weitere Beiträge geben Einblicke in persönliche Genesungswege. Sie verdeutlichen, wie Meetings, die Arbeit mit den Schritten, der Austausch mit anderen und die Übernahme von Verantwortung helfen, wieder Anschluss an das Leben zu finden – etwa durch Rückkehr in Arbei…
3081
3081
Schritt für Schritt zu einem zuverlässigen Familienmitglied - mit Hilfe der Anonymen Alkoholiker
Dominique Pniok, Daniel Anonym
3090
3090
Von toxischen Mustern zu tragfähigen Beziehungen – mein Weg mit AA im Alltag und im Beruf
Dominique Pniok, Johanna Anonym
3062
3062
Teilhabe als Ziel- wie das Programm der Anonymen Alkoholiker Menschen zurück ins Leben führt
Dominique Anonym, Johanna Anonym, Daniel Anonym
15:45 - 16:20
15:45 - 16:20
Kaffeepause
16:20 - 17:05
16:20 - 17:05
Keynote 4
17:05 - 17:15
17:05 - 17:15
Raumwechsel
17:15 - 18:45
17:15 - 18:45S57
Digitale und hybride Versorgung: Rückfallprävention, Nachsorge und Teilhabe
Vorsitz: t.b.a.
Versorgung und Versorgungsorganisation
S57
2922
2922
Wissenschaftliche Evaluation des partnerschaftlichen Rückfallpräventionsprogrammes Rückhalt
Nina Schwarz, Henrike Schecke
2903
2903
Hybride Nachsorge bei Alkoholerkrankungen: Einblick in die Versorgungspraxis mit mentalis Appstinence
Luca Daumenlang
2869
2869
Echtzeit-Erkennung und Intervention bei Alkoholcravings: Nutzung von Wearable-Technologie und Machine Learning zur Rückfallprävention bei Personen mit problematischem Alkoholkonsum
Nathalie Stüben, Rosa Muscheidt, Sebastian Bayerl, Michael Soyka
2829
2829
Der Recovery Walk 2025: Ergebnisse der begleitenden Evaluation
Klaus Becker, Inga Korte, Eva Baumann, Mika Doering, Malina Lüdecke, Ulrich Zimmermann, Georg Schomerus
2843
2843
Digitale Suchtberatung im Stadt-Land-Vergleich: Ergebnisse einer regionalen Analyse von Nutzungsdaten der DigiSucht-Plattform
Laura Fischer, Iris Scheuberth, Nina Becker, Larissa Schwarzkopf, Ulla Verdugo-Raab, Caroline Jung-Sievers
17:15 - 18:45
17:15 - 18:45S01
Aktuelle Herausforderungen und Innovationen in der Suchtmedizin: Neue Entwicklungen zu Crack, Alkohol- und Opioidabhängigkeit
Vorsitz: Ulrich Preuss
Substanzen
S01
Mantelabstract
Substanzbezogene Störungen gehören weiterhin zu den drängendsten Herausforderungen der Psychiatrie, Psychotherapie und Suchtmedizin. Das Symposium der Bundesdirektorenkonferenz (BDK), Sucht, bündelt aktuelle klinische, wissenschaftliche und versorgungsbezogene Entwicklungen in zentralen Bereichen: Crack-Konsum, Alkoholabhängigkeit, Opioidabhängigkeit und technische Innovationen im therapiestützenden Monitoring. Im ersten Beitrag „Let’s Talk about Crack“ beleuchtet N. Bekier (Frankfurt) die wachsende klinische und versorgungspolitische Bedeutung des Crack-Konsums. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen in Frankfurt a. M. Im zweiten Beitrag „Opioid-Agonisten-Therapie (OAT) bei Opioidabhängigen: Was gibt es Neues?“ stellt N. Wodarz (Regensburg) aktuelle Entwicklungen in der Behandlung opioidabhängiger Patientinnen und Patienten mit Opioid-Agonisten vor. Der dritte Beitrag von U. Zimmermann (Haar) mit dem Titel „Integration häuslicher Atemalkoholselbstkontrolle durch Patienten in die ambulante Therapie“ richtet den Blick auf eine technikgestützte Innovation im Bereich des Behandlungsmonitorings. Der vierte Beitrag von U. W. Preuss (Wildenfels) mit dem Titel „Neue Behandlungsmöglichkei…
2786
2786
Let´s talk about Crack
Nina Kim Bekier
3091
3091
Opioid-Agonisten-Therapie (OAT) bei Opioidabhängigen: Was gibt es Neues?
Norbert Wodarz
2799
2799
Integration häuslicher Atemalkoholselbstkontrolle durch Patienten in die ambulante Therapie
Ulrich Zimmermann
2796
2796
Innovative Therapieansätze bei Alkoholkonsumstörungen (AUD)
Ulrich Preuss
17:15 - 18:45
17:15 - 18:45S04
Neuere epidemiologische Daten zum Glücksspielverhalten der Bevölkerung
Vorsitz: Jens Kalke, Sven Buth
Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
S04
Mantelabstract
In dem Symposium werden epidemiologische Daten zum Glücksspielverhalten der deutschsprachigen Bevölkerung vorgestellt. Zum einen wird erstmalig in dieser Symposium-Reihe (seit 2022) die Situation in der Schweiz beleuchtet. Zum anderen werden die Ergebnisse von zwei Spezialanalysen aus dem deutschen Glücksspiel-Survey 2025 präsentiert: Es geht dabei um kognitive Verzerrungen unter Glücksspielenden sowie die Charakteristika von Personen mit einer Glücksspielstörung. Beide Aspekte sind für die Weiterentwicklung der Suchtprävention/-hilfe von Bedeutung. Ferner wird in einem Praxisbericht die Steuerung und Ausgestaltung von glücksspielbezogener Prävention und Hilfe am Beispiel Niedersachsens dargestellt.
2929
2929
Glücksspiel und Spielerschutz in der Schweiz
Manuela Eder, Hannah Wettstein
2870
2870
Kognitive Verzerrungen bei Glücksspielenden – Ergebnisse aus dem Glücksspielsurvey 2025
Sven Buth, Moritz Rosenkranz, Gerhard Meyer, Jens Kalke
2884
2884
Charakteristika von Personen mit einer Glücksspielstörung – Ergebnisse des Glücksspiel-Surveys 2025
Jens Kalke, Sven Buth, Moritz Rosenkranz, Gerhard Meyer
2990
2990
Glücksspielsuchthilfe und -prävention am Beispiel des Bundeslandes Niedersachsen
Lea-Marie Gehrlein
17:15 - 18:45
17:15 - 18:45S35
Multimodal MRI Insights into Functional, Structural, and Neurochemical Altera-tions in Substance Use Disorders
Vorsitz: Wolfgang Sommer, Justin Böhmer
Grundlagen, Mechanismen und Methoden
S35
Mantelabstract
Substance use disorders (SUDs) are a major preventable global health burden, yet the balance between shared and substance-specific neurobiological mechanisms remains unclear. This symposium integrates multimodal MRI findings across cannabis, opioid, nicotine, and alcohol dependence. Dr. Böhmer (Charité Berlin) presents resting-state fMRI and connectome-based predictive modeling identifying transdiagnostic connectivity networks predicting craving, replicated across datasets. Dr. N’krumah (ZI Mannheim) examines shared and substance-specific white matter microstructural alterations using advanced diffusion MRI, relating these to delay discounting and use severity. Prof. Ende (ZI Mannheim) investigates excitatory and inhibitory neurotransmitter dysregulation via magnetic resonance spectroscopy, focusing on altered E/I balance in reward circuits. Dr. Denier ( Uni Bern) presents diffusion tensor imaging and functional complexity metrics to characterize microstructural connectivity and neural dynamics in alcohol use disorder. Together, these contributions provide convergent, multilevel insights into common and distinct neural mechanisms underlying SUDs, informing biomarker development an…
2851
2851
Connectome-based Prediction of Craving Across Substance Use Disorders: A Transdiagnostic Approach
Justin Böhmer, Luisa-Felicitas Esch, Katharina Eidenmueller, Richard O. Nkrumah, Lea Wetzel, Pablo Reinhardt, Norman Zacharias, Georg Winterer, Patrick Bach, Rainer Spanagel, Gabriele Ende, Wolfgang H. Sommer, Henrik Walter
2891
2891
Shared and substance specific white matter alterations across opioid, cannabis, and nicotine dependence and their association with impulsive decision making
Richard Nkrumah, Lea Wetzel, Justin Böhmer, Katharina Eidenmueller, Patrick Bach, Silvia De Santis, Henrik Walter , Wolfgang Sommer, Gabriele Ende
3016
3016
Untersuchungen zur exzitatorisch/inhibitorischen Neurotransmitterbalance mittels Magnetresonanzspektroskopie in Personen mit Substanzgebrauchsstörungen
Gabi Ende, Markus Sack, Benno Urban, Justin Böhmer, Katharina Eidenmüller, Richard Nkrumah, Lea Wetzel, Patrick Bach, Rainer Spanagel, Wolfgang Sommer, Wolfgang Sommer, Henrik Walter
3042
3042
Komplexität neuronaler Signale im Nucleus accumbens – Multimodale Analyse von Dynamik, Mikrostruktur und Perfusion bei Alkoholabhängigkeit
Niklaus Denier, Tobias Bracht, Leila Maria Soravia, Maria Stein, Franz Moggi, Andrea Federspiel, Roland Wiest, Matthias Grieder
17:15 - 18:45
17:15 - 18:45S36
Evaluation des Konsumcannabisgesetzes (EKOCAN)
Vorsitz: Jakob Manthey, Peter Raiser
Public Health und Prävention
S36
Mantelabstract
Am 1. April 2026 wurde aus dem Forschungsprojekt 'Evaluation des Konsumcannabisgesetzes' (EKOCAN) der zweite Zwischenbericht anlässlich des zweiten Jahrestages der Teillegalisierung von Cannabis veröffentlicht. In diesem Symposium präsentieren wir vertiefte Analysen aus EKOCAN, die durch Erkenntnisse aus dem Dresdner Projekt 'Abwasserbasiertes Begleit-Monitoring im Rahmen der Einführung des Cannabisgesetzes in Deutschland' (AMoCan) ergänzt werden.
3036
3036
Ergebnisse des Abwasserbasierten Begleitmonitorings im Rahmen der Einführung des Cannabisgesetzes in Deutschland.
Björn Helm, Reinhard Oertel, Bertold Renner
3017
3017
Auswirkungen der Teillegalisierung von Cannabis auf Konsum und Fahrverhalten: Ergebnisse der CannaStreet-Befragung im zweiten Jahr nach Inkrafttreten
Anna Schranz, Moritz Rosenkranz, Uwe Verthein, Jakob Manthey
2944
2944
Auswirkungen der Teillegalisierung von Cannabis auf den Alkoholkonsum: Evidenz aus wiederholten Bevölkerungsbefragungen und Längsschnittanalysen
Senadin Radas, Jakob Manthey, Anna Schranz
2943
2943
Auswirkungen der Teillegalisierung von Cannabis auf konsumbezogene Gesundheitsprobleme
Jakob Manthey, Senadin Radas, Ludwig Kraus
17:15 - 18:45
17:15 - 18:45S45
Von Leitlinie zu Praxis: Versorgung von Tabakabhängigkeit bei Menschen mit psychischen Erkrankungen
Vorsitz: Nikolai Kiselev
Versorgung und Versorgungsorganisation
S45
Mantelabstract
Dieses praxisorientierte Symposium widmet sich der Verbesserung der Rauchstoppversorgung für Menschen mit psychischen Erkrankungen – einer Zielgruppe mit besonders hoher Rauchprävalenz und bislang unzureichender Versorgung. Trotz klarer Empfehlungen in Leitlinien gelingt die Umsetzung entsprechender Massnahmen im Versorgungsalltag häufig nur begrenzt. Die Beiträge beleuchten komplementäre Perspektiven auf verschiedenen Ebenen der Versorgung: Zunächst werden strukturelle und implementierungsbezogene Ansätze auf Basis der S3-Leitlinien vorgestellt, ergänzt durch konkrete Instrumente und Praxisbeispiele aus Gesundheitseinrichtungen. Darüber hinaus werden niedrigschwellige Unterstützungsangebote thematisiert, insbesondere telefonbasierte Rauchstoppberatung für Personen mit komorbiden psychischen Erkrankungen. Ein weiterer Beitrag gibt Einblicke in das psychiatrische Versorgungssystem und stellt das Projekt PSY-Rauchstopp vor, das auf die Entwicklung und Implementierung zielgruppenspezifischer Interventionen in der stationären Psychiatrie abzielt. Das Symposium zeigt praxisnahe Ansätze zur Verbesserung von Zugang, Umsetzung und Wirksamkeit von Rauchstoppangeboten und diskutiert Implika…
2350
2350
S3-Empfehlungen zu Versorgungsstrukturen: Verhältnisorientierte Maßnahmen, Instrumente und Praxisbeispiele zur Tabak- und Nikotinentwöhnung.
Christa Rustler, Faten Amawi, Judith Krauleidies
2961
2961
Rauchstopp in der stationären Psychiatrie: Entwicklung und Startimplementierung eines setting-spezifischen Interventionsprogramms (PSY-Rauchstopp) in Aargau (Schweiz)
Nikolai Kiselev, Eva-Maria Pichler, Marc Walter, Michael Schaub
2881
2881
Telefonberatung bei Rauchenden mit komorbiden psychischen Erkrankungen
Peter Lindinger, Diana Cinkil, Roswitha Panienka
20:00 - 23:00
20:00 - 23:00
Kongressfest
09:00 - 09:45
09:00 - 09:45
Keynote 5
09:45 - 10:00
09:45 - 10:00
Raumwechsel
10:00 - 11:00
10:00 - 11:00
Podiumsdiskussion
10:00 - 11:00
10:00 - 11:00S02
A danger forseen is half avoided: Frühwarnsysteme im Bereich illegaler Substanzen in Deutschland
Vorsitz: Heiko Bergmann, Anna Mühlen
Substanzen
S02
Mantelabstract
Das Symposium beleuchtet aktuelle Entwicklungen im Bereich illegaler Substanzen und Möglichkeiten, vor ihnen zu warnen. Einführend wird das „National Early Warning System“ (NEWS) vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt auf aktuellen Erkenntnissen zu synthetischen Opioiden, einer jungen Konsumierendengruppe mit gering ausgeprägtem Risikobewusstsein sowie auf der Interaktion dieser Gruppe mit Entwicklungen auf dem Schwarzmarkt. Ein weiterer Beitrag widmet sich aktuellen Trends im Substanzkonsum mit besonderem Augenmerk auf die wachsende Bedeutung von Ketamin. Zudem werden Möglichkeiten für die Verbesserung von Frühwarnstrukturen diskutiert, die eine schnellere Identifikation und Reaktion auf neue Entwicklungen ermöglichen sollen. Abschließend werden erste Ergebnisse des Projekts „Synthetic Opioids – Prepare and Response“ (SO-PAR) präsentiert, das kommunale Strategien zur verbesserten Vorbereitung und Reaktion auf neue Risiken im Zusammenhang mit synthetischen Opioiden entwickelt. Ziel des Symposiums ist es, aktuelle Erkenntnisse zu bündeln und Ansätze für eine effektivere Früherkennung und Intervention aufzuzeigen.
2801
2801
Zwischen Einzelfall und Trend: Synthetische Opioide und neue Risiko-kontexte in Deutschland
Franziska Schneider, Heiko Bergmann, Anna-Mavie Beil, Magdalena Janz, Esther Neumeier
3058
3058
Ketamin: Steigende Nachweise, versteckte Gefahren – Was die Daten verraten
Heiko Bergmann
2912
2912
Kommunale Lagebilder zu synthetischen Opioiden und ihre Bedeutung für das Krisenmanagement. Erste Ergebnisse aus dem Projekt "so-par"
Anna Mühlen, Maria Kuban, Anna Rau, Dirk Schäffer
2909
2909
Vom Konzept zur Praxis: Aufbau und Nutzung kommunaler Monitoringstrukturen in Berlin.
Insa Holl, Heide Mutter
10:00 - 11:00
10:00 - 11:00S12
Künstliche Intelligenz in der Suchthilfe: Implementierung, Evaluation und Qualitätssicherung
Vorsitz: Fabian Leuschner, Robert Lehmann
Versorgung und Versorgungsorganisation
S12
Mantelabstract
Generative künstliche Intelligenz (KI) eröffnet der Suchthilfe neue Möglichkeiten für die Umsetzung niedrigschwelliger und flexibler Informations- und Unterstützungsangebote für Ratsuchende sowie für die Entwicklung von Tools für die Unterstützung von Fachkräften. Ein verantwortungsvoller Einsatz von generativer KI erfordert dabei belastbare Strategien für die Konzeption, Implementierung, Evaluation und Qualitätssicherung entsprechender Anwendungen und Tools. Das Symposium widmet sich deshalb der Frage, wie KI-Anwendungen in der Suchthilfe partizipativ entwickelt, systematisch evaluiert und qualitätsgesichert eingesetzt werden können. Fokussiert werden praktische Erfahrungen mit und Herausforderungen bei der Entwicklung und Evaluation von KI-Applikationen. Erste Ergebnisse aus Praxisprojekten werden vorgestellt. Ziel des Symposiums ist es, die vorgestellten Ansätze und Ergebnisse zu diskutieren, Herausforderungen zu reflektieren und Impulse für weitergehende Forschungsvorhaben zu setzen. Damit leistet das Symposium einen Beitrag zur Diskussion über den verantwortungsvollen Einsatz von KI-Applikationen in Prävention, Beratung und Versorgung.
2871
2871
Partizipative Softwareentwicklung als Grundlage der Qualitätssicherung bei KI-Anwendungen in der Suchthilfe
Jennifer Burghardt, Mara Stieler, Philipp Steigerwald, Jens Albrecht, Robert Lehmann
2844
2844
Partizipative Evaluation des KI-basierten Chatbots SuchtGPT: Qualitätsmanagement, Inanspruchnahme und Akzeptanz
Nina Becker, Hanna Schulte-Werning, Oliver Rieger, Fabian Leuschner
2864
2864
Qualitätssicherung bei generativen KI-Applikationen: Analyse von Chatverläufen eines KI-basierten Chatbots der Suchthilfe
Hanna Schulte-Werning, Nina Becker, Fabian Leuschner
10:00 - 11:00
10:00 - 11:00S30
Alkohol schützt das Herz – wer behauptet das, und was sagt die Evidenz?
Vorsitz: Carolin Killian, Jakob Manthey
Public Health und Prävention
S30
Mantelabstract
Die Frage, ob geringer Alkoholkonsum einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben kann, wird inzwischen nicht mehr nur in der wissenschaftlichen Community diskutiert. Auch in der breiten Öffentlichkeit wird diese Frage diskutiert. Mögliche protektive Effekte des Alkoholkonsums werden als Argument gegen eine Verschärfung alkoholkontrollpolitischer Maßnahmen ins Feld geführt. In diesem Symposium wollen wir nach drei kurzen Vorträgen ins Gespräch kommen. In einer Diskussion mit Jürgen Rehm (CAMH, Toronto), Maria Neufeld (WHO, Kopenhagen) und Hans-Jürgen Rumpf (UKSH, Lübeck) soll ergründet werden, wie wissenschaftliche Erkenntnisse interpretiert werden und ihren Weg in die öffentliche Kommunikation finden.
2924
2924
Können Mendel’sche Randomisierungs- und Kohortenstudien kausale Effekte von Alkoholkonsum schätzen?
Sinclair Carr, Jürgen Rehm
2874
2874
Wie wirkt Alkoholkonsum auf gesundheitliche Probleme? Ergebnisse einer aktuellen Übersichtsarbeit
Jürgen Rehm, Sinclair Carr
2842
2842
Wer sagt eigentlich, dass ein Glas Wein pro Tag gut fürs Herz ist?
Bernd Schulte, Nell Hillie, Moritz Rosenkranz
10:00 - 11:00
10:00 - 11:00S40
Unter einem Dach: Frühintervention, transdiagnostische Angebote und Nachsorge in der Suchtmedizin
Vorsitz: Arne Lueg, Christine Stückemann
Versorgung und Versorgungsorganisation
S40
Mantelabstract
Die drei Beiträge dieses Praxissymposiums zeigen neue Wege in der psychiatrischen und suchttherapeutischen Versorgung am Praxisbeispiel der LWL Klinik Dortmund. Im Mittelpunkt stehen niedrigschwellige, praxisnahe Angebote, die über einzelne Diagnosen hinausgehen. Das Frühinterventionsprogramm FrIntA richtet sich an Menschen mit riskantem Alkoholkonsum. Durch Aufklärung, Reflexion und praktische Strategien werden Konsumverhalten und psychische Belastungen frühzeitig verbessert. Das LOT-Gruppenangebot fördert alltagspraktische Fähigkeiten wie den Umgang mit Ängsten, Konflikten und Selbstwertproblemen. Es richtet sich an Patient:innen verschiedener Stationen und Diagnosen und ergänzt klassische Therapien sinnvoll. Peer-Support durch Genesungsbegleitende bietet zusätzliche Unterstützung auf Augenhöhe. Eigene Erfahrungen helfen, Vertrauen aufzubauen, Motivation zu stärken und Rückfälle zu vermeiden. Besonders wichtig ist die Nachsorge, z. B. durch Gruppen wie „Trockendock“. Insgesamt zeigen die Ansätze, dass flexible, niedrigschwellige und erfahrungsbasierte Angebote die Behandlung wirksam ergänzen und langfristige Stabilität fördern können.
3027
3027
Früh erkennen, effektiv unterstützen: FrIntA- Frühintervention Alkohol
Christine Stückemann, Arne Lueg, Maike Erdmann, Leilah Beideck
3030
3030
Über die Diagnose hinaus – Transdiagnostische Ansätze in der Praxis
Miriam Mertins
3034
3034
Stabilität nach der Krise: Nachsorge durch Peer-Begleitung
Thomas Winkler
10:00 - 11:00
10:00 - 11:00S54
Internetnutzungsstörungen: Epidemiologische Daten, Elternperspektiven und Versorgungsaspekte
Vorsitz: Hans-Jürgen Rumpf, Kerstin Paschke
Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
S54
Mantelabstract
In diesem Beitrag werden aktuelle Zahlen zur Häufigkeit von Problemen im Zusammenhang mit der Nutzung von digitalen Medien vorgestellt. Die Befunde der OTTER-Studie zeigen Trends bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland auf und beleuchten digitale Nutzungstrends, darunter der Umgang mit KI-Chatbots sowie das Online- bzw. Social Shopping-Verhalten. Darüber hinaus prüft ein zweiter Beitrag in welcher Weise Menschen mit problematischer Internetnutzung derzeit vom Suchthilfesystem erreicht werden und welche Versorgungslücken und -möglichkeiten bestehen. Traditionelle Angebote der Suchtkrankenhilfe werden sehr selten genutzt. Ein gestufter Versorgungsansatz könnte nach einer kürzlich abgeschlossenen Studie (SCAVIS) erfolgreich sein. Der dritte Beitrag befasst sich mit der Bedeutung von Mikrotransaktionen und Lootboxen als Risikofaktor für familiäre Konflikte im Zusammenhang mit Computerspielen der Kinder. Unsicherheiten der Eltern sowie identifizierte Hochrisikoprofile unterstreichen den Bedarf an zielgruppenspezifischer Aufklärung und Präventionsmaßnahmen.
3051
3051
Problematische Mediennutzung und neue Trends im Kindes- und Jugendalter: Ergebnisse der repräsentativen OTTER-Studie
Kerstin Paschke, Nele Schlichter, Katharina Busch, Hanna Wiedemann
3029
3029
Lootboxen und Mikrotransaktionen im Kindesalter: Elterliche Perspektiven und Risikoprofile aus der LooMiC-Elternbefragung
Martina Obst, Gallus Bischof , Anja Bischof, Matthias Brand, Elisa Wegmann, Hans-Jürgen Rumpf
3020
3020
Die Versorgung von Internetnutzungsstörungen in Deutschland
Hans-Jürgen Rumpf
11:00 - 11:30
11:00 - 11:30
Kaffeepause
11:30 - 13:00
11:30 - 13:00PoS4
Poster-Spotlight-Session: Teilhabe, soziale Kontexte, Harm Reduction und digitale Versorgung
PoS4
3056
3056
Beyond the Substance: A Relational and Community-Based Perspective in the Treatment of Problematic Substance Use
Adriana Lamboglia, Klaus Baumann
2940
2940
Geschlechtsinformierte Psychopharmakotherapie bei Alkoholgebrauchsstörung: Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse
Inka Hiß, Amina Soufi, Sabine Hoffmann, Iris Reinhard, Eva-Maria Siegmann, Patrick Bach, Falk Kiefer, Ronald Fischer, Kerstin Jäger, Pauline Olivier, Bernd Lenz
2866
2866
Selbstorganisation im Überlebensmodus: Eine qualitative Analyse fördernder und hemmender Faktoren für die Teilhabe von Drogenkonsumierenden in Zentralasien
Pape Ulla, Katarzyna Kowalczyk, Meryem Grabski
2817
2817
Die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Reduzierung drogenbedingter Schäden in Zentralasien und China. Lernen von Deutschland?
Ingo Ilja Michels, Ulla Pape
2898
2898
Rewire the Brain: Mit VR-Immersion und Bewegung aus der Suchtspirale
Lisa Klamert, Kerstin Paschke
2818
2818
Unbehandelte Ausstiegsprozesse bei einer Crystal-Meth-Abhängigkeit
Katrin Naumann, Barbara Prof. Dr. Wedler
2868
2868
Blended Counseling in der niedrigschwelligen Suchthilfe zwischen Potenzialen und Barrieren: Ergebnisse einer qualitativen Befragung von Klient*innen.
Lisa Kopke
2800
2800
Selbsthilfe und Selbstorganisation von Drogenkonsumenten als wichtige Quellen zur Lösung drogen- und drogenpolitischer Probleme
Dr. Ingo Ilja Michels
2761
2761
Soziale-Netzwerke-Nutzungsstörung bei Jugendlichen: Herausforderungen und geschlechterspezifische Anforderungen an ein Behandlungskonzept
Sophia Schreiber
2825
2825
Die Perspektive von Fachkräften auf Künstliche Intelligenz in der Suchthilfe: Eine Online-Umfrage zur Nutzung, Einsatzmöglichkeiten und Risiken Hintergrund & Fragestellung
Sarah Kühn, Karolin Kappler, Ulrich Frischknecht
2785
2785
Selbstkontrolle durch tägliche Atemalkoholmessung für Besserung von Inhibition und Therapieadhärenz bei alkoholabhängigen Patient*innen – Lübeck (STABI-L)
Sophie Magritz, Katharina Barnofski, Dr. Julia Reutermann-Kämmerer, Prof. Dr. Klaus Junghanns, Dr. Gallus Bischof, Dr. Andreas Sprenger, Prof. Dr. Hans-Jürgen Rumpf
11:30 - 13:00
11:30 - 13:00S06
Ermöglichte Teilhabe? Deutungswissen, Partizipation und strukturelle Begrenzungen im Feld suchtbezogener Hilfen (DGSAS-Symposium)
Vorsitz: Rebekka Streck, Birgit Müller
Menschen, Gesellschaft und Teilhabe
S06
Mantelabstract
Suchtbezogene Hilfen sind ein wichtiges Thema, da diese für Adressat:innen Unterstützung und Partizipation realisieren. Fachkräfte verfügen über ein spezifisches Wissen über Sucht resp. Abhängigkeit, das deren professionelles Handeln gestaltet und an Adressat:innen vermittelt wird. Das Symposium zeigt auf, welches Deutungswissen und welche strukturellen Rahmenbedingungen existieren, die Teilhabe ermöglichen, aber auch begrenzen. Es werden Ergebnisse aus drei qualitativen Sozialforschungsprojekten aus Interviews mit Berater:innen (Sucht- und Drogenberatung), mit jungen konsumierenden Erwachsenen und Nutzer:innen eines arbeitsmarktbezogenen Projekts vorgestellt. Fachlichkeit und Partizipation hängen davon ab, wie Probleme und Zielgruppen gedeutet und welche strukturellen Rahmenbedingungen vorgehalten werden. Die Ergebnisse helfen, die Gestaltung suchtbezogener Hilfen kritisch zu reflektieren und die Realisierung von Teilhabe differenzierter zu gestalten.
2803
2803
Deutungen von Abhängigkeit in der Sucht- und Drogenberatung – empirische Annäherungen an Deutungswissen und Handlungsorientierungen von Berater:innen
Birgit Müller
2806
2806
Partizipationsvorstellungen konsumierender junger Erwachsener im System suchtbezogener Hilfen: Implikationen für die Suchtprävention
Isabella Heilig
2815
2815
Ermöglichungsbedingungen arbeitsmarktbezogener Teilhabe: Eine qualitativ-ethnographische Studie im Kontext eines Rehapro-Projektes
Natalie Richter, Rebekka Streck
11:30 - 13:00
11:30 - 13:00S17
Cannabisprävention mit jungen Menschen – Ansätze der Prävention in verschiedenen Kontexten
Vorsitz: Christiane Baldus, Kerstin Paschke
Public Health und Prävention
S17
Mantelabstract
Das Symposium befasst sich mit Ansätzen der Cannabisprävention unter Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Im EKOCAN-Projekt wurden die Ziele und Auswirkungen der Gesetzesänderungen zur Handhabung von Cannabiskonsum wieder-holt bewertet. Inzwischen liegen zwei Berichte hierzu vor (uke.de/ekocan). In dem Vortrag werden ausgewählte Ergebnisse zum Jugendschutz präsentiert (Vortrag: Jens Kalke). Das Forschungsprojekt „Übertragbarkeit von Strukturen, Konzepten und Qualitätsmerkmalen des HaLT-Programms auf die Cannabis-Prävention in der Kommune“ (Can-K) erprobt und evaluiert die Ausweitung der Ansätze der kommunalen, Lebenswelt-bezogenen Prävention und der indizierten Prävention des Alkoholprä-ventionsprogramms HaLT - Hart am Limit auf Cannabisprävention (Vortrag: Silke Diestelkamp, Lena Wehrle und Heidi Kuttler). Cannabiskonsum ist weiterhin besonders stark unter jungen Menschen in der stationären Jugendhilfe verbreitet: mit dem Projekt CAN Ju Stop wurde eine selektive Cannabispräventionsintervention durch betreuende Fachkräfte in Wohngruppen umgesetzt. Daten zur Wirkung der Maßnahme (Vortrag: Nicolas Arnaud) liegen ebenso vor wie Erkenntnisse zu Risiko- und Resilienzfaktoren u…
2841
2841
Teillegalisierung von Cannabis und Jugendschutz – erste Ergebnisse der Evaluation
Jens Kalke, Jakob Manthey
2942
2942
Cannabis-Prävention in der Kommune: Erprobung der Übertragbarkeit von Strukturen und Konzepten des HaLT-Programms auf die Cannabis-Prävention im Projekt Can-K
Silke Diestelkamp, Christiane Baldus-Firnhaber, Heidi Kuttler, Lena Wehrle, Kerstin Paschke, Lutz Wartberg
2953
2953
Cannabisprävention in der stationären Jugendhilfe: Ergebnisse des Gruppenprogramms CANJuStop
Nicolas Arnaud, Christiane Baldus, Sabrina Kunze, Anna-Lena Schulz, Lucie Gebhardt, Julian Harbs, Anne Daubmann, Rainer Thomasius, Kerstin Paschke
2906
2906
Risiko- und Resilienzfaktoren von Ex- und Nie-Usern im Kontrast zu aktuell Konsumierenden in der stationären Jugendhilfe
Christiane Baldus-Firnhaber, Harbs Julian, Sabrina Kunze, Nicolas Arnaud, Anna-Lena Schulz, Kerstin Paschke
11:30 - 13:00
11:30 - 13:00S24
Integrative Suchtbehandlung im Wandel: Realitäten, Hemmschwellen und Bruchstellen zwischen Peer Assistance, Intensive Case Management und KI-Innovationen
Vorsitz: Carolin Schürmann, Christian Lorenz
Versorgung und Versorgungsorganisation
S24
Mantelabstract
Die Versorgung von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Während klassische, stark segmentierte Behandlungsmodelle lange Zeit die Versorgung geprägt haben, rücken zunehmend integrative, patientenzentrierte und multiprofessionelle Ansätze in den Vordergrund. Diese Entwicklung trägt der hohen Komplexität von Suchterkrankungen Rechnung, die regelhaft mit psychischen, somatischen und sozialen Problemlagen verknüpft sind. Viele Betroffene und Angehörige bleiben lange kompensierend, Probleme werden spät sichtbar und oft unklar angesprochen. Dies erzeugt Therapieabbrüche, Versorgungslücken und hohe organisatorische Kosten. Das Symposium verknüpft praxisnahe Entwicklungen und Evaluationen aus Peer Assistance (Abstract 1), integrativer Suchttherapie (Abstract 2), Intensive Case Management (Abstract 3) und KI gestützten Reflexionsräumen (Abstract 4), um Handlungsbedarfe und Bruchstellen in der Versorgung von Menschen mit alkoholbezogenen Störungen zu identifizieren.
3040
3040
Empathie und Empowerment bei Alkoholabhängigkeit. Ein Peer Assistance Programm (PAP) hilft, Stigmatisierung im Umgang mit Betroffenen abzubauen.
Carolin Schürmann
3041
3041
Integrative Suchttherapie in der Praxis – Kontinuität, Beziehung und vernetzte Behandlung als Leitprinzipien
Christian Lorenz , Carolin Schürmann
3043
3043
Behandlungslücken in komplexen Substanzkonsumstörungen: Evaluation des Intensive Case Management für Patienten begrenztem Behandlungserfolg.
Johannes Senesi
3045
3045
KI-gestützter Reflexionsraum für Fachkräfte: Unterstützung schwieriger Gespräche im Suchtkontext
Dolf Schäffel , Carolin Schürmann
11:30 - 13:00
11:30 - 13:00S25
State of the Art Suchttherapie: Was wir heute wissen – und anwenden sollten
Vorsitz: Eva Hoch, Falk Kiefer
Versorgung und Versorgungsorganisation
S25
Mantelabstract
Dieses Symposium stellt die wichtigsten Interventionen evidenzbasierte Suchttherapie vor. Grundlage sind aktuelle S3-Leitlinien für Alkohol-, Tabak-, Cannabis- und Opioidabhängigkeit. Ziel ist es, wirksame Behandlungen frühzeitig einzusetzen und individuell anzupassen. Bei Alkoholabhängigkeit sind eine frühe Diagnose, motivierende Gespräche und die Kombination aus Medikamenten und Psychotherapie wichtig. In der Behandlung von Opioidabhängigkeit gilt die Substitution als Standard, ergänzt durch psychosoziale Unterstützung. Für die Tabakentwöhnung zeigt sich, dass Verhaltenstherapie zusammen mit Medikamenten am besten wirkt. Bei Cannabiskonsumstörungen spielen spezielle psychotherapeutische Verfahren, vor allem kognitive Verhaltenstherapie und Motivationsförderung, eine zentrale Rolle. Insgesamt betonen alle Leitlinien eine langfristige, patientenzentrierte Betreuung. Wichtig sind ein leichter Zugang zur Hilfe, kontinuierliche Behandlung und die Berücksichtigung weiterer psychischer Erkrankungen. Das Symposium gibt konkrete Empfehlungen für die praktische Versorgung von Menschen mit substanzbezogenen Störungen.
2992
2992
Die neue S3-Leitlinie zu Opioidbezogenen Störungen
Ingo Schäfer, Markus Backmund, Anil Batra, Maurice Cabanis, Wilma Funke, Ursula Havemann-Reinecke, Britta Jacobsen, Falk Kiefer, Nikolaus Lange, Kirsten Lehmann, Ulrich W. Preuss, Stephan Walcher
2905
2905
Die S3-Leitlinie Cannabisabhängigkeit
Eva Hoch, Rainer Thomasius
3072
3072
S3-Leitlinie Tabak
Stephan Mühlig
2890
2890
S3-Leitlinie Alkoholbezogene Störungen
Falk Kiefer, Anil Batra, Kay-Uwe Petersen, Sabine Hoffmann
11:30 - 13:00
11:30 - 13:00S49
Neue Risiken, neue Routinen? Substanzbezogene Dynamiken, Konsummotive und Versorgungsperspektiven im interdisziplinären Fokus
Vorsitz: Antonia Bendau, Norbert Wodarz
Substanzen
S49
Mantelabstract
Der Umgang mit psychoaktiven Substanzen verändert sich dynamisch. Neue Substanzen treten auf, Konsummuster bekannter Substanzen wandeln sich, Verbreitungswege ändern sich, Risiken verschärfen sich teilweise und passende Versorgungsangebote fehlen vielerorts. Das Symposium befasst sich mit diesen Entwicklungen anhand aktueller Substanztrends. Im Fokus stehen synthetische Cathinone wie „Mephedron“ und „Monkey Dust“, synthetische Opioide wie Tilidin, Tramadol, Fentanyl und Nitazene sowie GHB/GBL. Die Beiträge verbinden wissenschaftliche Daten zu Wirkungen, Konsummustern, Risken und weiteren Aspekten mit Fragen der praktischen Versorgung und Gesetzgebung. Ergänzend werden Ergebnisse einer qualitativen Interviewstudie mit Fachpersonen aus Suchthilfe, Drug Checking, Awareness-Arbeit, Politik und weiteren relevanten Disziplinen vorgestellt. Der zentrale Mehrwert des Symposiums liegt in der Verbindung von aktuellen Substanzentwicklungen, klinischer Relevanz und interdisziplinären Perspektiven. So entsteht ein praxisnaher wissenschaftlicher Überblick, der hilft, aktuelle Risiken einzuordnen, Versorgungslücken sichtbar zu machen und konkrete Ansatzpunkte für Prävention, Harm Reduction und B…
2967
2967
Synthetische Cathinone auf dem Radar: Mephedron, Monkey Dust & Co. als interdisziplinäre Herausforderung
Antonia Bendau, Twyla Michnevich
3018
3018
Tilidin, Fentanyl, Nitazene und andere synthetische Opioide: gibt es ein Problem?
Norbert Wodarz
2968
2968
Grenzen der Kontrolle? Ein empirischer Blick auf GHB/GBL in Prävention, Harm Reduction und Behandlung
Lukas Roediger
2966
2966
Zwischen Politik und Praxis: Eine qualitative Analyse interdisziplinärer Perspektiven auf Substanzgebrauch und Harm Reduction in Deutschland
Samantha Santamaria
13:00 - 13:45
13:00 - 13:45
Lunch
13:45 - 15:15
13:45 - 15:15S58
Substanztrends, Drug Checking und Harm Reduction
Vorsitz: t.b.a.
Substanzen
S58
2945
2945
Drug-Checking-Modellprojekte in Thüringen und Berlin: Vergleichende Evaluation und Perspektiven für ein Frühwarn- und Monitoringsystem
Tim Hirschfeld, Stefan Gutwinski, Heino Stöver, Felix Betzler, Tomislav Maji?
2959
2959
Opioidkrise in Deutschland? Erkenntnisse aus einer bundesweiten Querschnittsbefragung in der deutschen Drogenszene.
Jeanette Röhrig, Lorenz Sutter, Nicolas Witsch, Lena Rademacher, Maurice Cabanis
2946
2946
Polyvalenter Kokainkonsum in Österreich: Bisher ungenutztes Datenpotenzial
Deniz Akartuna, Martin Busch
2856
2856
Das Hepatitis-C Testprojekt der Aidshilfe Köln e.V.
Ayleen Berg
2797
2797
Determinanten und Risikofaktoren vorzeitiger Behandlungsabbrüche im qualifizierten niedrigschwelligen stationären Drogenentzug
Miriam Mertins
13:45 - 15:15
13:45 - 15:15S16
Fetale Alkoholspektrumerkrankungen (FASD) bei Erwachsenen: Betroffenenperspektiven, Langzeitverläufe und Delinquenz
Vorsitz: Bernd Lenz, Lina Schwerg
Menschen, Gesellschaft und Teilhabe
S16
Mantelabstract
Fetale Alkoholspektrumerkrankungen (FASD) sind im Erwachsenenalter häufig mit komplexen Lebensverläufen verknüpft: Suchterkrankungen, Intelligenzminderungen und Delinquenz stellen erhebliche Versorgungsherausforderungen dar. Spezialisierte Langzeitdaten und Betroffenenstimmen fehlen im deutschen Fachdiskurs bislang weitgehend. Das Symposium vereint vier komplementäre Perspektiven. Gisela Michalowski und Dr. Gisela Bolbecher schildern als Vertreterinnen von FASD Deutschland und dem FASD Netzwerk Nordbayern, wie sich FASD im Alltag anfühlt und was wirksame Unterstützung wirklich bedeutet. Jessica Wagner (Berlin) berichtet anhand von Fallverläufen aus einer FASD-Ambulanz, wie sich Patient:innen mit komorbider Suchterkrankung über mehrere Jahre entwickeln und wie Stabilisierung gelingen kann. Dr. Björn Kruse (Berlin) beleuchtet Langzeitverläufe bei Personen mit FASD und Intelligenzminderung und zeigt die spezifischen diagnostischen und therapeutischen Herausforderungen dieser Gruppe auf. Dr. Henrike Schecke (Essen) präsentiert abschließend epidemiologische Befunde zum Zusammenhang zwischen FASD und Delinquenz sowie deren Implikationen für Forensik und Psychiatrie.
3008
3008
Mit FASD erwachsen werden – Erfahrungen, Herausforderungen und Wünsche aus Betroffenensicht
Dr. Gisela Bolbecher, Gisela Michalowski
2964
2964
Wenn FASD auf Sucht trifft: Langzeitverläufe und Begleitung zur Stabilisierung
Jessica Wagner
3033
3033
FASD und Intelligenzminderung: Langzeitverläufe und Versorgungsherausforderungen
Björn Kruse
2979
2979
Epidemiologie und Delinquenz bei FASD – Daten und Implikationen für die Versorgung
Henrike Schecke, Agi jabby
13:45 - 15:15
13:45 - 15:15S18
Im Spannungsfeld zwischen guter Absicht und erzielter Wirkung
Vorsitz: Alfred Uhl, Martin Wallroth
Public Health und Prävention
S18
Mantelabstract
Prävention, Gesundheitsförderung und Suchthilfe verfolgen legitime und wichtige Ziele. Dennoch können gut gemeinte Maßnahmen auf problematischen Begründungen beruhen oder unbeabsichtigte Nebenwirkungen entfalten. Das Symposium beleuchtet dieses Spannungsfeld aus vier Perspektiven. Am Beispiel Stillen und Alkohol wird gezeigt, dass richtige Präventionsziele teils mit empirisch unzureichenden oder überzogenen Argumenten vertreten werden. Anschließend wird der Begriff der Teilhabe im Suchtbereich kritisch hinterfragt und gefragt, wie Unterstützung ohne Paternalismus gelingen kann. Ein weiterer Beitrag analysiert den Rückgang des Alkoholkonsums junger Menschen in Österreich und diskutiert, ob darin eine gesellschaftliche De-Normalisierung oder eher ein vielschichtiger Wandel ohne klare politische Steuerung zu sehen ist. Abschließend wird am Beispiel der Empfehlung zum Alkoholverzicht in der Schwangerschaft dargestellt, wie sinnvolle Botschaften zugleich Verunsicherung, Schuldgefühle oder Stigmatisierung auslösen können. Das Symposium lädt dazu ein, Prävention und Suchthilfe nicht nur nach ihren Zielen, sondern auch nach Evidenz, Verhältnismäßigkeit und unbeabsichtigten Folgen zu beurt…
2822
2822
Am Beispiel Stillen und Alkohol: falsche Argumente, um richtige Thesen zu stützen
Alfred Uhl
2826
2826
Sucht als Herausforderung (auch) für den Begriff der Teilhabe
Martin Wallroth
2845
2845
Symptom einer De-Normalisierung oder Zufallsprodukt: Alkoholabstinenz, Motive für Abstinenz und alkoholpolitische Einstellungen im Zeitverlauf in Österreich
Julian Strizek
2858
2858
Unbeabsichtigte Nebenwirkungen sinnvoller präventiver Botschaften: Forderung von Alkoholverzicht bei schwangeren Frauen
Alexandra Puhm, Alexandra Puhm
13:45 - 15:15
13:45 - 15:15S19
Problematische Nutzung sozialer Netzwerke und Online-Shopping: Mechanismen, Motivation und Interventionsansätze
Vorsitz: Annica Kessling
Verhaltenssüchte und digitale Lebenswelten
S19
Mantelabstract
Das Symposium widmet sich zentralen Themenfeldern rund um problematische Onlineverhaltensweisen, insbesondere der Nutzung sozialer Netzwerke, des Online-Shoppings und der Computerspielstörung. Im Fokus stehen grundlegende psychologische Prozesse, die solche Verhaltensweisen begünstigen und aufrechterhalten können. Dazu zählen emotionale, kognitive und motivationale Faktoren ebenso wie übergreifende Mechanismen wie Impulsivität und Kompulsivität. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf theoretischen Modellen, die helfen, diese Prozesse zu verstehen und einzuordnen. Darauf aufbauend werden aktuelle Ansätze zur Prävention und Intervention diskutiert, die auf eine Veränderung problematischer Nutzungsmuster abzielen. Auch Fragen der Behandlungsmotivation sowie kognitive Trainingsansätze, etwa im Bereich des Arbeitsgedächtnisses, werden berücksichtigt. Insgesamt bietet das Symposium einen breit gefassten und verständlichen Überblick über zentrale Themen der Forschung zu problematischem Onlineverhalten und verbindet theoretische Perspektiven mit möglichen praktischen Anwendungen.
2957
2957
Kompulsive Mechanismen bei der problematischen Nutzung sozialer Netzwerke und der Kauf-Shoppingstörung
Jana Theisejans, Lena Klein, Annica Kessling, Tobias A. Thomas, Sabine Steins-Loeber, Astrid Müller, Elisa Wegmann, Matthias Brand
2931
2931
Psychologische Faktoren problematischer SNS-Nutzung: Die Rolle von Depressivität, Metakognitionen und Nutzungserwartungen
Patrick Dasberg, Annika Brandtner, Matthias Brand, Patrick Trotzke
2859
2859
Online-Shoppingstörung: Von Störungsmechanismen zu möglichen Interventionen – Ansätze für die Praxis
Patricia Schaar, Charlotte Arend, Anna M. Schmid, Sabine Steins-Loeber, Astrid Müller
2900
2900
Behandlungsmotivation bei problematischer Nutzung sozialer Netzwerke: Einflussfaktoren und Zusammenhänge
Annica Kessling, Matthias Brand, Elisa Wegmann
2892
2892
Trainingseffekte einer Arbeitsgedächtnisaufgabe bei Personen mit problematischer Nutzung sozialer Netzwerke und Computerspielstörung
Lena Klein, Benjamin Boll, Lasse David Schmidt, Hans-Jürgen Rumpf, Matthias Brand, Elisa Wegmann
13:45 - 15:15
13:45 - 15:15S21
Das Münsterlinger Modell der Suchtbehandlung – Neue Wege in der Abhängigkeitsbehandlung
Vorsitz: Dobrin Schippers Andrea, Stefan Zahs
Versorgung und Versorgungsorganisation
S21
Mantelabstract
Eine zeitgemässe Behandlung von Suchterkrankungen erfordert innovative und evidenzbasierte Ansätze, die über traditionelle Abstinenzparadigmen hinausgehen. Das Münsterlinger Modell der Suchtbehandlung (MM-S) stellt einen solchen Ansatz dar: Es basiert auf Recovery-Orientierung, Restriktionsfreiheit, Zieloffenheit sowie der integrativen Behandlung komorbider psychischer Störungen im stationären Setting. Auf kontrollierende Massnahmen wie geschlossene Türen, Urinkontrollen oder Sanktionen bei Substanzkonsum wird bewusst verzichtet. Stattdessen stehen eine vertrauensvolle, partizipative Zusammenarbeit und die individuelle Zieldefinition im Zentrum. Neben Abstinenz können auch Konsumreduktion, Schadensminderung oder kontrollierter Konsum therapeutische Ziele sein. Symptome der Suchterkrankung werden dabei nicht sanktioniert, sondern als Teil des Veränderungsprozesses verstanden. Das Symposium stellt das Münsterlinger Modell der Suchtbehandlung in drei Beiträgen vor: Zunächst werden die konzeptionellen Grundlagen einer modernen, zieloffenen Suchtbehandlung erläutert. Anschliessend erfolgt eine vertiefte Darstellung des Modells inklusive erster Ergebnisse einer Evaluation. Abschliessend…
3083
3083
Das Münsterlinger Modell im Klinikalltag - Erfahrungen und Evidenz aus dem therapeutischen Setting
Agnieszka Goryczka, Susanne Stahmann
3084
3084
Zwischen Verzicht und Verantwortung – Praxisgeschichten der Zieloffenen Suchtbehandlung
Bea Heger
2821
2821
Das Münsterlinger Modell der Suchtbehandlung - Moderne, restriktionsfreie und zieloffene Arbeit in der Abhängigkeitsbehandlung
Stefan Zahs, Andrea Dobrin-Schippers
13:45 - 15:15
13:45 - 15:15S48
Zwischen Stigmatisierung und Evidenzbasierter Medizin: eine kritische Sicht auf die Forderung einer 6monatigen Alkoholabstinenz vor Aufnahme in die Lebertransplantationswarteliste
Vorsitz: Angela Buchholz, Martina Sterneck
Versorgung und Versorgungsorganisation
S48
Mantelabstract
In Deutschland müssen Patient:innen mit einer alkohol-assoziieten Lebererkrankung in der Regel mindestens 6 Monate alkoholabstinent sein, bevor sie auf die Warteliste für eine Lebertransplantation aufgenommen werden können. Seit 2015 dürfen Transplantationszentren in begründeten Ausnahmen von dieser Regel abweichen. Seit Bestehen wird die sog. 6-Monats-Regel aus verschiedenen Perspektiven kritisch diskutiert. Neuere internationale Befunde und Modellprojekte geben Anlass, dieses Vorgehen erneut zu hinterfragen. Gleichermaßen fehlen weitere zuverlässige Methoden, um im Vorfeld das Rückfallrisiko nach erfolgter Lebertransplantation beurteilen zu können. In dem Praxissymposium wird die aktuelle wissenschaftliche Evidenz zusammenfassend vorgestellt und kritisch diskutiert.
3070
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Die medizinische Evidenz
Martina Sterneck
3002
3002
Evidenz aus Sicht eines Mental Health Professionals
Daniela Eser-Valeri
2976
2976
Psychometrische Validierung von Risikoscores zur Vorhersage von Alkoholrückfällen nach Lebertransplantation bei alkoholassoziierter Lebererkrankung
Isabelle Laskowsky, Daniel Lazuk, Martin Härter, Martina Sterneck, Angela Buchholz
3068
3068
From Tools to Concepts: A Systematic Conceptual Review to Develop an Integrated Framework for Psychosocial Assessment in Transplantation
Alberto Olivero, Marla Issaka, Angela Buchholz
15:15 - 15:20
15:15 - 15:20
Raumwechsel
15:20 - 15:30
15:20 - 15:30
Kongress-Abschluss und Verabschiedung

Stand: 10. Juli 26 | Änderungen sind vorbehalten.

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