Symposium S25

Internetbezogene Störungen im Kindes- und Jugendalter

Vorsitz: Wartberg L, Thomasius R


Der Ausdruck „Internetbezogene Störungen“ bezeichnet eine problematische Nutzung des Internet oder spezifischer Anwendungen im Internet (z.B. von Computerspielen). Nach aktuellen epidemiologischen Studien weisen zwischen drei und sechs Prozent der Jugendlichen in Deutschland eine problematische Nutzung des Internets oder von Computerspielen auf. Mit der Aufnahme der „Internet Gaming Disorder“ in die aktuelle Aufnahme des „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ (DSM-5) und der „Gaming Disorder“ in die elfte Version des Klassifikationssystems für medizinische Diagnosen (ICD-11) sind erstmals Störungsbilder zur problematischen Nutzung digitaler Medien in den wichtigsten Kriterienkatalogen vertreten. Nach wie vor besteht ein großer Bedarf einerseits an Forschung und andererseits an geeigneten Ansätzen zur Prävention und Intervention bei den internetbezogenen Störungen. Im Symposium „Internetbezogene Störungen im Kindes- und Jugendalter“ werden aktuelle Prävalenzschätzungen berichtet, Übereinstimmungen zwischen Jugendlichen- und Elterneinschätzungen zur Internet Gaming Disorder sowie deren Zusammenhänge zu psychosozialen Aspekten vorgestellt, Ergebnisse einer Längsschnittstudie zu Zusammenhängen zwischen problematischer Internetnutzung und Schlafstörungen bei Jugendlichen dargestellt sowie Befunde einer indizierten Präventionsmaßnahme zu internetbezogenen Störungen im Jugendalter präsentiert.


S25_01
Computerspielstörung im Kindes- und Jugendalter
Thomasius R, Hamburg
Paschke K, Sack PM

S25_02
Übereinstimmung von Jugendlichen- und Elternurteilen zur Internet Gaming Disorder und ihre Zusammenhänge zu psychosozialen Aspekten
Wartberg L, Hamburg

S25_03
Zusammenhang zwischen (pathologischer) Internetnutzung und Schlafstörungen bei Jugendlichen im Längsschnitt
Klar J, Bern, Schweiz
Parzer P, Koenig J, Fischer-Waldschmidt G, Brunner R, Resch F, Kaess M

S25_04
Wirkfaktoren der PROTECT Intervention in der Reduktion von Symptomen der Internetabhängigkeit
Lindenberg K, Heidelberg